Strom für Züge und Schiffe: Wie Stemmann-Technik vom Serienfertiger zum Individualanbieter wurde – mit Daniel Schraad

Shownotes

Vom Serienfertiger zum Individualanbieter: Gemeinsam mit Daniel Schraad, Geschäftsführer der Stemmann Technik aus Schüttorf, spricht Rolf Masselink über die Transformation eines traditionsreichen Unternehmens und die Herausforderungen auf dem Weg zu neuen Geschäftsmodellen.

Seit den 1950er-Jahren ist Stemmann Technik in Schüttorf ansässig und erlangte vor allem als Stromabnehmer für den Bahnbereich Bekanntheit. Heute entwickelt und fertigt das Unternehmen zunehmend individuelle Lösungen für die sichere Stromübertragung – von der kleinen Kabeltrommel bis hin zu Anlagen für Häfen, in denen Fähren und Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden. Aus Produkten mit Seriencharakter sind insbesondere in den vergangenen Jahren zunehmend maßgeschneiderte Engineering-Projekte geworden. Von der ersten Planung über die Fertigung bis zur Prüfung entstehen die Lösungen direkt bei Stemmann Technik. Diese Entwicklung hin zu individuellen Lösungen bedeutet auch einen tiefgreifenden Wandel für das Unternehmen selbst.

Wie gelingt die Transformation vom Serienfertiger zum Individualanbieter? Welche Rolle spielen Digitalisierung, Elektrifizierung und Spezialwissen für die Zukunft von Stemmann Technik? Und wie schafft ein traditionsreiches Unternehmen den Spagat zwischen Vergangenheit und neuen Anforderungen? Antworten gibt es in der siebten Episode der dritten Staffel von „Chefsache(n)".

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Transkript anzeigen

00:00:01: Chefsachen, der Wirtschaftspodcast, der Grafschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung.

00:00:07: Mit Räufmasselling und Gästen aus der Region.

00:00:32: Und damit herzlich willkommen, liebe Zuhörer zur neuen Folge von Chefsachen der Wirtschaftsprotcas der Grafschaff der Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim.

00:00:41: Ja Herr Schradt Stemmerntechnik das ist ja ein uralter Name.

00:00:46: ich glaube das Unternehmen gibt schon seit neunzehnt zwölf aber nicht so wie wir es heute kennen.

00:00:50: trotzdem Ich habe immer wenn ich an Stemmern denke Schüttdorf Es ist gar nicht in Schüttoff gegründet worden.

00:00:57: Genau, das ist in Luxemburg gegründet worden.

00:01:00: Wie Sie sagen, eine sehr lange Historie und seit den fünftiger Jahren sind wir aber eben in Schüttoff ortsansässig auch vor ja.

00:01:08: Wir sind umgezogen ins Industriegebiet, d.h.

00:01:11: aus dem Herzen Schütters sozusagen raus mit ein bisschen mehr Platz besser für unsere Produkte.

00:01:17: Den Move haben wir sozusagen vor mehr als fast fünfzehn Jahren

00:01:21: gemacht.

00:01:21: Genau, also dieser Umzug Sie waren früher in dem Gebäude wo heute die Stadtwerke glaube ich sitzen und jetzt sind sie ja direkt an der Autobahn kann man sagen also verkehrsgünstig.

00:01:30: wenn ich ans Schüttdorf denke und an Stemmern denke dann habe ich immer noch so diese Stromabnehmer von der Elektrolok im Kopf.

00:01:36: aber das machen sie gar nicht mehr ne?

00:01:38: Ja oder nein?

00:01:39: also doch das ist immer noch ein Teilbereich von uns sozusagen auf Stemmern blickt, ist es auch wirklich das wo wir mit bekannt sind.

00:01:46: Wenn ich sage mal Personen uns anfragen was macht Stemmann eigentlich?

00:01:50: Natürlich sind wir bekannt in der Grafschaft für das Stromabnehmer-Business für den Bahnbereich d.h.

00:01:54: Wir sind weiterhin noch Zulieferer für Bahnenbahnteile vor allem eben Pantographen oder Dritteschienenstromabnehmer.

00:02:03: aber wie Sie richtig sagen wir entwickeln uns im Prinzip weiter in dem Segment dass wir Strom übertragen auf bewegende Ladungsträger vor allem auch in anderen Industrien, das heißt im Hafenbereich oder für Kabeltrommeln.

00:02:16: In Häfen wo wir eben wirklich auch die Elektrifizierung dort mit vorantreiben und wir sehen dass im Prinzip diese Technologie eigentlich schon immer ein Teil von Stemmern war aber zum Teil nicht der größte Part.

00:02:29: Aber wir sehen, dass diese Technologien uns jetzt weiterhelfen.

00:02:32: Ich sage mal dort gute Lösungen voranzutreiben und das was wir als Seriengeschäft eben machen zusammen mit der WAPTEC-Welt wo wir mittlerweile eingeliedert sind im Konzern findet vor allem an einem Standort in Stadt.

00:02:44: Ja also Kabeltrommeln haben Sie gerade schonmal gesagt da kann ich mir auch noch etwas vorstellen so an Kranbahnen wo dann die elektrische Stromversorgung ja mitgeführt werden muss.

00:02:54: aber wenn sie Hafentechnik sagen dann weiß ich gar nicht was das jetzt mit Stemmer zu tun hat.

00:02:58: Ja genau, also Hafentechnik oder Elektrifizierung vom Hafen ist natürlich sehr weit.

00:03:03: Dort gibt es Fähren und auch Kreuzfahrtschiffe wie wir eben elektrisch versorgen.

00:03:10: Versorgen heißt dann vor allem den letzten Meter der Stromübergabe sicherstellen im Prinzip eine Steckdose sozusagen und wir stellen das Material dafür bereit.

00:03:19: Das heißt wir versorgnet Schifte mit Landstrom.

00:03:21: Ah, Landstrom.

00:03:23: Also ich denke gerade das Schiff elektrisch fährt doch mit Diesel eigentlich die meisten?

00:03:27: Ja

00:03:28: genau.

00:03:28: aber es wird ja mittlerweile auch penalisiert und mehr und mehr Regularien kommen um eben auch voranzutreiben damit die Häfen mehr und viel elektrifiziert werden.

00:03:38: Weil diese Schiffe im Hafen nicht mehr mit ihren großen Dieselmaschinen die Luft verbessern sollen?

00:03:42: Genau richtig wenn sie jetzt aus einem Kreuzfahrschiff aussteigen sollte der Diesel nicht mehr laufen.

00:03:47: Beispielsweise Hamburg oder Bremen wo wir unsere Projekte haben in Deutschland Aber eben auch in Europa haben mittlerweile unsere Landstromanlagen, sodass dann der diesen Motor ausgeschaltet werden soll.

00:03:56: Also sind Sie im weitesten Teil jetzt so eine Elemente Energiewende?

00:03:59: Kann man das so sagen?

00:04:01: Ja genau.

00:04:01: also wir sind sehr stark in die Energiewenden sozusagen mit betroffen weil wie gerade gesagt durch die Regulatorien sind die Häfen dazu gesetzlich gezwungen eben auch weiter in diese Infrastruktur zu investieren und wir sind derjenige, der quasi meistens mit einem Integrator zusammen dann nicht einmal das letzte Letzte Kette der Glied, das letzte Kettenglied sozusagen weitergibt und dann den Dunststrom entweder per Hand.

00:04:28: Wir nennen es dann Shore Connect Fahrzeuge wo es wirklich per Hand übergeben an Kreuzfahrtschiff oder auch vollautomatisch.

00:04:35: wir nennen das dann Ferry Charging wo wir im Prinzip eine Fähre kommt an, wir laden automatisch oder kontaktieren automatisch innerhalb von zehn Sekunden Und dann kann geladen werden.

00:04:45: Und

00:04:45: dann kriegt das Schiff, ob es nun Kreuzfahrtschiff ist oder ein Frachtschiff, kriegt dann Landstrom?

00:04:51: Genau richtig und lädt den Akku oder nützt es wie beim Kreuzahrtschift einfach für den direkten Betrieb.

00:04:56: Ja, ein Schiff braucht ja auch gerade einen großen Schiff.

00:04:58: Braucht ihr auch viel Strom wenn's nicht unterwegs ist sondern wenns am Kai liegt.

00:05:03: Aber dass er nun ganz neues fällt was eigentlich so mit dem Traditionssegment von Stemmern gar nicht soviel zu tun hat.

00:05:10: Wie sind sie denn dazu gekommen?

00:05:12: Ja und nein.

00:05:13: Im Prinzip durch die Kabeltrommeln und Schleifringe, die wir liefern sind wir schon immer in diesem Bereich aktiv.

00:05:19: Erklären

00:05:20: Sie mal eben was ein Schleifenring ist?

00:05:21: Ja im Prinzip ist das eine Bürste meistens oder eine Kohle hier auf einem leitenden Ring sozusagen läuft und damit es möglich macht eine rotatorische Bewegung zu ermöglichen bei Stromübertragungen.

00:05:36: Das heißt nicht über Tragestrom nicht über ein klassisches Kabel sondern einfach mit Mit dem Schleifring sozusagen, um diese Bewegung möglich zu machen.

00:05:42: Weil

00:05:42: sich zwei Elemente gegeneinander drehen.

00:05:44: Jetzt haben wir es auferstanden.

00:05:45: Wir müssen das immer zwischendurch so ein bisschen erklären weil ja nicht jeder unsere Zuhörer im Fach ist wie sie.

00:05:51: Das stimmt.

00:05:52: Die Herausforderungen haben wir täglich mit manchen Kunden eben auch.

00:05:56: Aber wie sind Sie dazu gekommen jetzt also Strom ans Schiff zu bringen?

00:06:01: Genau!

00:06:02: wie genau wir dazugekommen sind.

00:06:04: Das ist immer das ja in der Entwicklung, aber wir waren eben an Kunden dort die Kabeltrommeln genutzt haben für Hafenkräne.

00:06:10: Dort gibt es ja echt mal, wie Sie gerade auch gesagt haben, für große Power Cable Reels, die unten an dem Hafenkran dran sind oder auch für die Katzen, die hoch und runter laufen.

00:06:18: Wir haben dort Kabelwagenanlagen geliefert.

00:06:20: Das heißt, dass ist eigentlich ein Business was wir schon sehr lange beliefern im Wechsel von der Auslastung her, wo wir sehr lang aktiv sind.

00:06:29: Und das zweite Business schon aktiv sind, sind eben Schleifringe vor allem auch im Offshore-Bereich wo man eben ich sag mal ob es jetzt ein Antriebseinheit für den Schiff ist.

00:06:38: Wo quasi der Motor drehen muss oder eben auch in explosionsgeschützten Bereichen für eine Bohrinsel oder ähnliches von Bohrschiff.

00:06:46: Auch dort liefern wir Schleiferinge.

00:06:48: das heißt dort war schon immer einen sehr hoher Individualaufwand nötig sozusagen das Design zu gestalten und da wir dann mehr und mehr gesehen haben Wir sind eigentlich sehr gut darin Elektronik oder elektrische Signale zusammen mit dem Strom, also Daten und Strom an bewegende Ladungsträger zu übertragen ist das Feld im Prinzip ausgeweitet worden.

00:07:10: Ich nehme dann ein Beispiel der Pantograph den Sie gerade gesagt haben die auf dem Zug funktioniert.

00:07:14: Funktioniert in Anführungszeichen genauso entgegensetzter Kinematik wenn wir den Bus laden.

00:07:20: Das heißt für die Bussysteme zum Beispiel laden wir mit einem Pantografen der bloß andersrum funktioniert von oben nach unten.

00:07:26: Also

00:07:26: einen Bus der elektrisch werden?

00:07:28: Genau!

00:07:29: Das gleiche kann man sich dann vorstellen.

00:07:30: Haben wir

00:07:30: ja hier in der Grafschaft so und nicht, wir haben nur akkubetriebene Elektro... Was heißt das?

00:07:34: Wir haben akkoelektrische Busse aber wenn man nach Osnabrück guckt zum Beispiel da sieht man dass Busse dann auch an so eine Station fahren wo der Pantograph von oben kommt und den Akku wieder auflädt

00:07:47: oder eben in die Post oder ähnlichen.

00:07:49: Und durch diese Erweiterung des Marktes und ich sage mal dadurch dass genau dort ja auch der Wunsch des marktes immer weiter ging die vor allem von den Technologien sehr nah an uns dran waren, weiterentwickelt und sind auch dabei das immer weiter zu entwickeln.

00:08:05: Also dieses Ferry Charging Beispiel was ich gerade sagte gibt es jetzt neue Projekte wo wir mit deutlich mehr Leistung übertragen um eben sicherzustellen dass größere Ferien übertragen oder mit dem Akku klar kommen und auf der einen Seite des Fjords oder der anderen Seite des Flusses fahren können.

00:08:22: Jetzt müssen wir mal eben auf das Unternehmen gucken, auch die juristische und geschäftliche Struktur.

00:08:26: Stemmern war ja glaube ich bis in den Jahr fournachtzig ein selbstständiges Unternehmen aber seitdem ist es Teil eines Unternehmensverbundes oder eines Konzerns?

00:08:36: Ja genau, im Jahr zwei tausend vierzehn wurden wir von WAPTEC akquiriert.

00:08:40: Das heißt dort wurden wir aufgenommen mit dem WAPTTEC-Konzern Und in den letzten Jahren ist dann WAPTEC zusammen mit Faveli gemirrt.

00:08:46: Das ist so ein bisschen von der Historie, muss ich vielleicht ganz kurz erklären.

00:08:49: Favelis ist ein französisches Bahnunternehmen und auch sehr groß.

00:08:53: Und WAPTTEC gibt es eben im amerikanischen Konzern ja aber auch dort damals mit George Westinghaus die jetzt auf Deutsch Druckluftpumpe also Airbrake entwickelt hat und deswegen dort auch immer bahntechnisch sehr stark verankert war.

00:09:10: Im Prinzip liefert Dubtech als großer Player mit dreißigtausend Mitarbeitern weltweit, passt für jeden Teil des Zuges sozusagen Komponenten.

00:09:18: Ob es Türen sind, Bremsen im Prinzip Koplung all das passt dazu zu unseren Pantographen und deswegen wurden wir damals akquiriert.

00:09:27: Passt mit unserem Produktortfolio da gut rein und sehen halt diese Struktur mittlerweile auf uns eben auch komplett übergeschwappt ist, weil es natürlich auch ein bisschen dauert bis wir diese Konzernstrukturen auch verinnerlichen.

00:09:41: Gibt eine Matrix-Organisation mittlerweile an dem Standort und eben ich sag mal die Site selbst, die mittlerweile aber direkt einer, jetzt wird's ein bisschen kompliziert, aber direkt in der Produktlinie zugehört?

00:09:52: Also wir haben mit WAPTEC einen Konzernen, der ist in zwanzig Staaten glaube ich präsent weltweit, Sie haben schon gesagt...

00:09:59: Fünfzig sogar ja!

00:10:00: So,

00:10:00: dreißigtausend Beschäftigte, über dreieinhalb Milliarden Umsatz soweit Ich weiß.

00:10:06: Die machen alles, was mit Bahnen zu tun hat.

00:10:08: Und Stemmern ist aber für elektrische Teile zuständig.

00:10:13: So jetzt bleibe ich doch mal bei meinem Lieblingspantographen.

00:10:16: Den machen Sie in Schilddorf kaum noch?

00:10:19: Nein also wir machen Einzelstücke.

00:10:22: Sie haben recht die Serie wird immer nach Tschechien verlagert oder ist schon nach Tzechien verlangert.

00:10:27: Aber eben die Einzel-Stücke und auch vor allem das Engineering Also das Kernkompetenz und das Kompetenzzentrum bleibt weiterhin bei uns.

00:10:35: Aber wir haben eben gesehen, dass wir mit der Technologie weitere Felder aufmachen können.

00:10:40: Und WAPTech ist also ich habe gerade den Haupt einen Hauptteil genannt von WAPtech.

00:10:44: es gibt ja dort deutlich mehr Unternehmen die beispielsweise auch Kohlen herstellen, die ich sage mal dort eben auch Schleifringe oder ähnliches soll erstellen.

00:10:51: das heißt das passt vom Produktwortfolio sie am recht in den Bahnbereich nicht zu hundert Prozent aber in dem Gesamtwaptech Konzern dann eben schon.

00:10:58: Aber jetzt sind wir beim Thema Transformation.

00:11:00: also ursprünglich war Stemmern mal ein Hersteller.

00:11:04: Meinetwegen, den Pantographen bleiben wir noch mal dabei.

00:11:06: Aber die wurden in Serie hergestellt.

00:11:08: da gab es verschiedene Typen für verschiedene Lokomotiven was weiß ich aber jedenfalls keine Einzelstücke sondern Serien.

00:11:14: und jetzt haben sie gesagt Engineering ist ein Schwerpunkt Design ist ein schwer Punkt.

00:11:19: Also da werden jetzt Individuallösungen entwickelt.

00:11:21: Und jetzt kommen wir wieder zum Kreuzfahrtschiff, wenn jetzt das Kreuzahrtsschiff Landstrom braucht dann ist wahrscheinlich jeder Hafen anders und jedes Kreuzvatschiff auch anders oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:11:31: Genau!

00:11:32: Das ist die schöne Herausforderung zugleich weil wirklich jeder Kunde also das Kundenfeld ist sehr vielfältig.

00:11:39: das heißt wir sehen wie sie gerade sagten jede Hafen ist anders aber auch jeder kunde ist anders ob es nicht mal ein Kunde in Deutschland ist oder weltweit unterwegs ist Und dafür wird eben gesucht, wie diese Individuallösung aussehen kann.

00:11:50: Das heißt das Design was wir haben und der Auftrag Glanzstrom zu übertragen ist grundsätzlich überall der gleiche.

00:11:57: aber ob es jetzt einen Hindernis am Hafen ist, ob es eine Landungsbrücke ist die dort liegt, ob das Schiff irgendwo speziell anlegen muss all das sind Hindernisse die wir dann im Design berücksichtigen müssen und die natürlich eine Standardlösungen relativ schwer machen.

00:12:11: Wir versuchen zwar Standards zu schaffen dort, um zu sagen das können wir wiederverwenden.

00:12:16: Aber die Wiederverwendbarkeit unserer Teile ist dann eben nicht so hoch wie beispielsweise im Seriengeschäft.

00:12:21: Können Sie damals ein konkretes Beispiel nennen?

00:12:23: Was für einen Teil Sie da jetzt für einen Auftraggeber X entwerfen mussten und wo da die Herausforderung bestand?

00:12:35: Es gibt verschiedene Teile.

00:12:38: Beispielsweise unsere Shore Connect Fahrzeuge und Shore Connect-Fahrzeuge nennen wir so, weil sie die Küste mit Landstrom oder den Übergabepunkt darstellen von Landstrom, beispielsweise einer Trafostation hin zum Schiff gewährleisten.

00:12:57: Ein Beispiel ist... In Steinwerder haben wir das, dass dort eine sehr begrenzte Breite der Keimauer verfügbar ist.

00:13:07: Und trotzdem diese Keimau abfallend ist.

00:13:09: und da müssen wir im Prinzip mit unserem Fahrzeug was über eine Fernbedienung gesteuert wird.

00:13:13: Das heißt die Person sitzt nicht drauf es fährt auch noch nicht voll automatisch.

00:13:17: aber das müssen wir steuern.

00:13:18: und trotzdem muss es ja bedienbar sein dass man auf dem engen Kanal fahren kann trotzdem einen stabilen Stand hat und nicht bei Wind und Wetter Probleme bekommt.

00:13:29: Und eben sicher Landstrom überträgt zusammen mit der hohen Tide.

00:13:33: Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass wir schaffen mit der Tide sozusagen mitzuführen und dort dann automatisch nachkorrigieren.

00:13:42: Ich bin ja leid, also die Hohetiebe betrifft nicht den Kai und nicht das Fahrzeug sondern das Schiff was aufschwimmt oder nicht.

00:13:48: Genau richtig!

00:13:50: Und nun ist ein schmaler Kai der auch noch abschüssig ist haben sie gesagt also da fährt jetzt einen Wagen drauf der ferngesteuert ist und auf dem Wagen ist was

00:13:58: darauf?

00:13:59: Das können jetzt verschiedene Komponenten sein.

00:14:00: ich habe gerade Schleifringe ein bisschen benannt.

00:14:02: es kann eben eine Schleife-Ringe Übertragung sein es kann im Prinzip ne Kabeltrommel sein wie in einem Kanal sozusagen des Kabel abwickelt Und dann im Prinzip über einen Arm, über ein Armsystem oder so einem Teleskoparm.

00:14:14: Im Prinzip dann auf die Schiffseite fährt und wir haben auf der Gegenseite im Prinzip unsere Schiffsseite wo wir den Stecker übergeben und er dann gesteckt wird.

00:14:24: Also der steckt den Steckern auch nicht selber rein sondern der übergibt ihn an die Bordcrew und die muss dann einstöpseln?

00:14:30: Genau richtig!

00:14:31: Das ist eine Lösung die wir dort haben.

00:14:33: ja und das sind halt Herausforderungen was ich gerade sagte sehr, sehr individuell jetzt für diesen Hafen sind.

00:14:39: Und es gibt eben auch manchmal eben Helfen wo gesagt wird wir wollen die Fähre jetzt automatisch schlagen wie können wir das machen?

00:14:47: Wie groß ist denn so ein Wagen kann nicht den Schieben mit der Hand?

00:14:49: oder wie groß ist er?

00:14:51: Also von der Größe her können Sie sich das vorstellen nicht nochmal wie ein kleiner Lkw.

00:14:57: Es gibt auch dort unterschiedliche Größen an Fahrzeugen, aber ich sage mal so in der Größenordnung von dreizig Tonnen die dort bewegt werden eben aufgrund vor allem des Kabels.

00:15:06: Weil man kann sich vorstellen dass relativ viel Kupfer drin für die Leistung die dort übertragen werden muss ob es dann sechs Komma six kv oder ähnliches sind die dann eben an den Endverbraucher sozusagen übergeben werden.

00:15:18: Und das wird dann individuell bei Ihnen erst mal entworfen und dann auch gefertigt, oder?

00:15:25: Genau.

00:15:25: Und getestet.

00:15:26: Ich hab ja eine Historie als Qualitätsleiter.

00:15:29: deswegen... Das ist vor allem ein wichtiger Punkt.

00:15:31: Man muss wahrscheinlich zertifiziert werden bevor sie irgendwas damit machen können,

00:15:34: ne?

00:15:34: Das auch.

00:15:35: Oft ist es genau oft wie Sie sagen, dass eine Tote Partie im Spiel die dann eben eine Zertifizierungsgesellschaft darstellt, wie den DNV oder einen ABS, die das dann im Prinzip machen.

00:15:43: aber wie Sie Sagen Es gibt am Anfang die Design-Phasen, wo wir das Eng mit dem Kunden abstimmen.

00:15:49: Was eigentlich die Anforderungen sind wenn es erst mal zum Tender kommt für uns.

00:15:54: Dann gibt's diese Abstimmung zwischen unserem Engineering und dem Kunden.

00:15:57: Wo wir sehr eng die Anfordernung besprechen und dann verschiedene Gate Reviews nennen wir das durch die Designschritte durchgehen und sagen haben wir auch wirklich alles bedacht?

00:16:07: Haben wir aus den vorigen Fehlern gelernt?

00:16:08: Das ist wichtig dass wir dort immer besser werden weil es wie gerade gesagt ist relativ neues System ist, oder neue Funktionen oft auch dort drin sind.

00:16:18: Das heißt es ist wichtig für uns dass wir wenn wir einen Feder machen der völlig in Ordnung ist sollten wir ihn aber nicht zweimal machen und ich sage mal danach Wenn das abgeschlossen ist dann wird natürlich bestellt Dann wird gefertigt dabei Und oft ist es so dass dann doch nochmal kleine Änderungen dabei rauskommen.

00:16:35: Der Kunde wünscht sich etwas.

00:16:36: Wir haben noch einmal überarbeitet um eine bessere Lösung darzustellen Und diese Änderung ist natürlich ja auch oft abgesprochen werden mit der Fertigung.

00:16:44: Das heißt, wir haben dort einen sehr engen Austausch zwischen sowohl kundes Sales aber eben vor allem eben auch Produktion und Engineering.

00:16:52: Und dann wie Sie gerade oder ich gerade sagte geht es am Ende zum Testing.

00:16:56: Also ich glaube, wir

00:16:57: hätten das Podcast auf Englisch führen sollen, weil sobald es fachlich wird sind wir im englischen Term.

00:17:04: Ich versuche es auf Deutsch zu machen, aber dann sind wir bei der Erprobung.

00:17:08: Ich muss es ja verstehen also unsere Hörer sind natürlich alle Experten, aber ich bin ja leid.

00:17:12: Ich muss ja auch

00:17:12: verstehen.".

00:17:14: Genau, dann sind wir bei der Erprobung.

00:17:16: Dort bauen wir beispielsweise jetzt im Außenbereich auch ein realistisches Bild vom Kunden nach so dass wir dort draußen eben auch besser testen wollen und kundennah testen wollten um eben Feder einfach zu vermeiden und vorher zu entdecken.

00:17:30: Dann kommt der Kunde am Ende bei uns vorbei macht eine Abnahme und dann eben wie Sie gerade auch sagten eine dritte Partie oft als Zertifizierungsgesellschaft meistens vom Gesamtsystem, also gar nicht alleine von uns sondern wirklich vom Gesamtsystem und danach dürfen wir dann Strom übertragen an den Schiff.

00:17:47: Ja und dann wird es eine Hafengesellschaft oder eine Rederei oder was auch immer geliefert und dann kommt der nächste Auftrag.

00:17:52: Also wie lange braucht man denn für so ein Auftrag?

00:17:54: Wenn da erst etwas ingeniiert, etwas designt werden muss, dann muss es gefertigt werden bis es dann ausgeliefert wird.

00:18:00: Wie lange dauert sowas?

00:18:01: Wir jetzt mal bei dem Spiel bleiben im Show Connect Bereich Dann dauert so etwas ungefähr achtzehn Monate Und man kann sich dann vorstellen Das heißt, wirklich von Auftragseingang bis Kunden-Akzeptanz ist das ein sehr enges Zeitfenster.

00:18:14: Wenn man sich überlegt wie manche Komponenten oder Lieferzeiten dahinter stecken, ist oft gar nicht die größte Zeit in der Fertigung, weil in der Ferdigung sind wir dann ungefähr zwei Monate Zugange damit und dann testigen danach noch mal einen Monat so ungefähr, dass es die Zeit, wo wir wirklich immer in Operation sind.

00:18:32: Wie der Englisch tut mir leid.

00:18:33: Ist alles gut!

00:18:35: Aber wir sind eben vorher mit den Anforderungen in der Abstimmung, ob dort auch wirklich alles bedacht worden ist.

00:18:43: Das ist der größte Teil der Arbeit dort und eben dann das genau für den Lieferanten und ähnliches so zu spezifizieren.

00:18:49: Dann haben Sie aber einen hohen Bedarf an Spezialisten die das alles machen vom ersten Design bis zum fertigen bis zur Auslieferung?

00:18:57: Ja Also genau, wir sind nicht so mal vierhundert Mitarbeiter ungefähr bei Stemmern und so ungefähr die Hälfte ist ich sage mal im Büro tätig.

00:19:05: Das heißt, wir haben ich meine hundertzwanzig Ingenieure, die dort das Spezifizieren und ausarbeiten und dann natürlich mit den Kollegen vom Einkauf in der Qualität und eben auch mit dem Service sprechen um bestmöglich dann die Lösung zu finden.

00:19:18: aber sie haben vollkommen recht es sind hochspezialisierte Fachkräfte, die dann eben dort gesucht sind.

00:19:24: Und das ist ja auch ein... Ein Charakteristikum von Transformation, dass sie eben vom Fertiger zum Entwickler werden.

00:19:31: Dass sie also auch individuelle Dinge jetzt machen müssen und machen wollen.

00:19:36: Haben Sie denn da die nötigen Fachkräfte dafür oder haben Sie Schwierigkeiten überhaupt solche Menschen zu akquirieren?

00:19:43: Zu bekommen für Unternehmen?

00:19:45: Also grundsätzlich muss man sagen wir haben das Glück gehabt, dass wir immer schon sehr stark im Entwicklungsbereich tätig waren.

00:19:51: Das heißt Wir mussten jetzt nicht auf einmal, ich sag mal alle hundertzwanzig Ingenieure dort suchen.

00:19:56: Das war ein großer Vorteil oder ist ein großer V-Teil in dem Bereich.

00:20:00: aber sie im Recht wir haben trotzdem ja noch einen Bedarf und haben dort im Engineering beispielsweise in den letzten drei Jahren ich glaube zehn Personen eingestellt.

00:20:09: das heißt der Bedarf unendlich groß, weil wir im Vorjahr viel auch gemacht haben.

00:20:13: Aber es ist natürlich wichtig dass wir in Kooperation mit Hochschulen zusammenarbeiten.

00:20:18: das wir sehen wie immer sind Ausbildungsbetrieb aber wollen jetzt auch in das duale Studium mit rein um dort zu sehen.

00:20:25: Wie können wir die Mitarbeiter oder die zukünftigen Talente dort frühstmöglich entdecken?

00:20:30: und ich sage mal eben an uns binden durch die interessanten Produkte durch die Mitarbeit und Kolleginnen und Kollegen.

00:20:36: Und das müssen wir weiter treiben um dort den Anschluss nicht zu verlieren.

00:20:40: Aber der Wettbewerb um die besten Köpfe wird ja immer größer, auch in unserer Region.

00:20:44: Und wir sind ja nun nicht der große Hochschulstandort wo wir eine super Universität hier haben am Ort.

00:20:50: Gelingt das dann genügend Talente zu finden und auch für Stemmern zu begeistern?

00:20:55: Es kommt ganz auf den Bereich an würde ich mal sagen.

00:20:58: also grundsätzlich würde ich sagen Ja weil eben durch die Kooperation mit Osnabrück Münster dass das grundsächlich gut funktioniert und durch die Osnabyrk-Konzerte.

00:21:08: Kooperieren Sie da?

00:21:10: Aus dem Brück.

00:21:11: Mit der Uni.

00:21:12: Aha, genau.

00:21:13: Und

00:21:13: Hochschule Campus Lingen dann auch und so?

00:21:15: Genau ja.

00:21:17: aber grundsätzlich haben wir mit dem WAPTEC-Konzern ja auch ein größeres Netzwerk zum Teil wenn es eben um spezifische Positionen geht wo dann ich sage mal eine große Aquirierung dahinter sitzen kann.

00:21:27: das hilft uns dann zum Teil in der spezivischen Findung von Arbeitskräften und wir haben gewisse Möglichkeiten auch wenn z.B.

00:21:36: um FEM Berechnungen oder ähnliches geht.

00:21:38: Wie sitzen dann ehrlicherweise, ich sag mal in dem WAPTEC Konzern gesamt?

00:21:41: Ich frage

00:21:42: jetzt wieder was eine FWM Berechnung

00:21:44: ist.

00:21:44: Finite-Elemente sind einfach nur zur Festigkeitsberechnung aber da helfen wir uns quasi im WAPTEK Konzernen durch die verschiedenen Ressourcen die eben davor an sind und das ist dann nicht immer so ehrlicherweise ein Geben und Nehmen.

00:21:57: zum Teil designen wir auch etwas für andere Standorte aber in der Produktlinie daneben.

00:22:03: Und wie ist denn die Einbindung in den Konzern?

00:22:06: Also der Standort Schüttdorf hat ja dann spezifische Aufgaben, die wahrscheinlich nur in Schüddorf gemacht werden und andere Standorte haben eben auch andere Aufgaben.

00:22:15: Wie funktioniert das alles zusammen?

00:22:18: Das ist eine sehr gute Frage und ich glaube, dass würde wahrscheinlich dem Podcast springen, das alles zu erklären.

00:22:23: aber ich versuche es mal so zu erklären, was jede Zeit oder jede Geschäftseinheit sozusagen wirklich dafür verantwortlich gewisse Produkte rauszubringen.

00:22:33: Und dann gibt es eben Matrix Funktion wie zum Beispiel das Engineering, wie z.B.

00:22:38: den Sales die dann eben zentral sitzen und dort die Definition der Produkte vorantreiben und das im Prinzip übergeben an die Fertigen in der Einheit.

00:22:49: Für uns ist es ein bisschen spezieller weil wie Sie richtig sagten fertigen wir nur das in Schuttoff d.h.

00:22:54: unsere Produkte werden bei uns gefertigt heißt auch die Einbindung von unserem Engineering funktioniert quasi direkt in die Produktion.

00:23:02: Das heißt, da gibt es keinen anderen Standort oder ähnliches.

00:23:05: aber wir haben zum Beispiel auch Unterstützung aus Polen wo wir ich sage mal auch zum Teil Ingenieure mit Sitznamen oder mechanische Designer die das eben mitmachen.

00:23:14: Die bei der Fertigung beraten?

00:23:16: Die Design vorhin beraten und die Zeichnung dann fertigstellen und das dann ins System hochladen und dann in die Fertigungen geben.

00:23:25: Sie sagten eben mal ihr sozusagen Overhead, Ihr Konzern-Overhead sitzt in Paris.

00:23:31: Ja!

00:23:32: Das heißt er ist erstmal jetzt eine europaweite Unit das nicht alles direkt in Pennsylvania sondern darunter sitzt Paris.

00:23:40: und kann man jetzt für diese Europaeinheit insgesamt sagen dass sich da die Dinge verschieben von Serienfertigung zu Individualfertigung?

00:23:50: oder ist das jetzt ein Spezifikum für Schittorf?

00:23:52: Es ist eigentlich ein Spezifikum für Stilthorff, weil grundsätzlich das was als Produktlinien sozusagen in dem Transitbereich für Paris angesiedelt ist.

00:24:02: Das ist dort auch weiterhin tätig.

00:24:04: Das heißt es ist eher eine Verschiebung innerhalb von Europa.

00:24:08: Es bleiben aber die gleichen Berichtslinien würde ich mal sagen.

00:24:11: Also sie sind da ja im Grunde fast in derselben Situation wie die großen Automobilkonzerne.

00:24:16: Vielleicht die tollen Autos nicht mehr in Wolfsburg, sondern den Ungarn fertigen oder dafür in Wolfswurg dann die Entwicklung konzentrieren?

00:24:26: Richtig.

00:24:27: Das ist eben der Punkt dass wir das Seriengeschäft aus Wabtecksicht konsolidieren und an verschiedenen Standorten platziert haben.

00:24:35: D.h.,

00:24:35: wir haben vorher an fünf Standortenfantografen produziert.

00:24:38: Das wurde konsolidariert.

00:24:41: Trotzdem haben wir gesehen mit unseren Produkten einen Markt bedienen der eben, wie Sie auch sagten nicht so einfach transferierbar ist.

00:24:49: Weil es hoch individuelles, hoch spezialisiert und dafür auch das direkt direkten Abstimmung mit dem Engineering, mit den Kunden benötigen, sodass das sind Lösungen die wir bei uns vorantreiben.

00:25:00: Und durch diese Technologien oder diesen Technologiefortschritt sozusagen, den wir dort erreichen... Wir haben heute in der Mitarbeiterinfo erst darüber gesprochen dass wir neue Eingiesteinheit um diesen Latoren selbst herzustellen jetzt aktiv haben.

00:25:14: Das sind dann eben Themen um unsere Standortsicherheit eben auch sicherzustellen.

00:25:18: Die Standortssicherheit wird nicht mehr dadurch hergestellt, dass ich eine größere Serie fertige sondern dadurch das sich mir vielleicht zukünftig noch weitere Geschäftsfelder für solche elektrotechnischen Spezialwertigungen erschließe.

00:25:30: Das ist ja auch, sagen wir mal Standortbetrieb, standort betrachteten Transformationsprozess.

00:25:36: Also Sie haben eben mal erwähnt, Vierhundert Mitarbeiter oder so hatten sie mal da sind.

00:25:40: inzwischen glaube ich werden das ein paar weniger sein?

00:25:43: Da gab es auch Betriebsvereinbarungen schon darüber und man weiß noch nicht genau wie das jetzt weitergeht.

00:25:51: also eine Transformation ist eigentlich nie zu Ende.

00:25:55: Genau Zum Glück ist da eben schon ein Enddatum dieser Transformation dahinter.

00:26:01: Wir sind aktuell vierhundert Mitarbeiter, wir kamen von vierhundertfünfzig und werden so bei ungefähr dreihundertsechzig Mitarbeitern am Ende sein, sodass wir sehen dass im Februar siebenzwanzig diese Transformation auch abgeschlossen ist.

00:26:15: Das heißt die Produkte, die den Seriencharakter hatten, sind dann verlagert und das ist der Abschluss dieser Transformation.

00:26:23: Trotzdem glaube ich, wir sind in Deutschland.

00:26:25: Wir können nicht sagen, wir ruhen uns jetzt darauf aus und machen genau diese Produkte die nächsten zwanzig Jahre weiter.

00:26:31: Wenn das so wäre, wäre das schön?

00:26:33: Das glauben wir aber nicht und deswegen treiben wir gerade unsere Entwicklung voran.

00:26:38: Wir machen dort viel mit Patenten.

00:26:39: Wir sehen dort dass wir in verschiedenen Businessfeldern aktiv sein müssen.

00:26:45: um weiterzukommen Ich habe es gerade mit den Isolatoren gesagt, wo wir den nächsten Schritt gehen wollen.

00:26:52: Es gibt dort Offshore Windparks, in denen wir im Prinzip versuchen einen Schleifring darunter zu setzen, der jetzt patentiert ist.

00:27:00: All das sind Themen, die uns WAPTEC natürlich unterstützen mit einem Budget weil das muss man auch sagen Wir sitzen dort nicht einmal fünf Millionen Euro im Budget ein pro Jahr Das ist kein kleiner Anteil und hier könnten wir als alleiniger Mittelständler wahrscheinlich gar nicht so einfach ziehen sodass das schon gesehen wird dass vorantreiben, aber sie haben recht.

00:27:18: Das muss natürlich irgendwann auch Früchte tragen und das ist halt wichtig dass wir dort uns nicht still stehen sondern eben diese Zukunftsprojekte weiterziehen.

00:27:27: Also Wind ist ja eine Branche wo man einerseits sagt Zukunft Energie Offshore andererseits gerade hier in der Grafschaft Stillstand da passiert gar nichts im Moment.

00:27:36: Wind Energie Anlagenbau ist auch ein bisschen schwierig.

00:27:39: Wir haben dabei Spiele aus der Region wo es nicht so läuft wie es laufen sollte.

00:27:43: ob Wo laufen tut sie auch noch?

00:27:45: Aber okay.

00:27:47: Ja,

00:27:48: im Grunde sind Sie ja fast ein Paradebeispiel für das was ganz vielen Branchen in der deutschen Wirtschaft bevorsteht oder wo sich schon mitten drin sind.

00:27:58: Wenn Sie jetzt mal so für sich persönlich oder für Ihren Standort so ein kleines Fazit ziehen klappt das gibt es wirklich Standortsicherheit oder hangeln wir uns bis zur nächsten Krise?

00:28:11: Ich glaube, das ist eine

00:28:12: gemeine Frage weiß ich.

00:28:15: Alles gut.

00:28:16: Ich glaube dass Fazit dafür sind wir noch mitten im Prozess.

00:28:19: Es betrifft ja auch noch Individualpersonen und wir können dort noch kein Fazit ziehen.

00:28:23: Das Fazit aus meiner Sicht ist, dass dieser Prozess – ich bin jetzt so aktiv Teil davon seit einem Jahr ungefähr, dass es natürlich hart ist für jeden individuellen der davon betroffen ist.

00:28:32: Das bekommen wir logischerweise mit.

00:28:35: Sie sagten, ob dieser Prozess irgendwann sozusagen aufhört?

00:28:41: Über die offene Kommunikation und über die offenen Ansprache der Themen hilft es zumindest ein grundsätzliches Verständnis zu schaffen, was dort passiert oder zumindest aber die Themen anzusprechen um sie auf einer gewisse Weise zu lösen.

00:28:52: Ich glaube diese offene kommunikation ist sowas wie etwas das wir am Anfang vielleicht nicht gut genug gemacht haben wo wir jetzt hoffentlich besser sind.

00:29:03: Aber für einen Fazit ist es aus meiner Sicht noch zu früh zu sagen Wir wissen jetzt, dass es genau der Bereich ist das alles gut funktioniert hat.

00:29:12: Das Fazit würde ich eher ziehen für quasi immer den neueren Bereich wo wir sagen wir sehen wo wir wachsen weil das wirklich etwas ist.

00:29:19: da können wir relativ positiv sagen wir haben ja ganz am Anfang über dem Transfer schon mal kurz gesprochen dass dort am Anfang eine ganze andere Zahl des Stand von Mitarbeitern die wir abbauen müssen Und diese Zahl konnten wir eben reduzieren dadurch, dass der andere Bereich gewachsen ist.

00:29:33: Das heißt wie sehen das wir dort in einem richtigen Bereich investieren und die richtigen ich sage mal glaube ich ja Produkte und technische Lösungen anbieten durch die Kollegen im Engineering aber genauso durch den Kollegen in der Produktion dem Service.

00:29:45: Das hilft um genau diese Diskussion möglichst klein zu halten.

00:29:51: Und wenn ich jetzt demnächst einen Hafen in Europa betrete, sei es nun weil ich eine Kreuzfahrt machen will oder weil ich irgendwie was mit einem Frachtschiff zu tun habe.

00:29:58: Oder so sehe ich dann überall Stemmern Gerätschaften stehen?

00:30:02: Sie sehen zum Teil Stemmer, aber weil's ne Markenname ist, wir konzentrieren uns aber unter... auf den markennamen waptek.

00:30:08: das heißt oft steht dort dann aber ja hoffentlich sehen sie mehr und mehr von den anlagen.

00:30:15: wenn sich jetzt mal die größten helfen der welt in singapur in asien gehen dann sehen sie auch dort unsere kabel trommeln steht dann fairerweise nicht überall stemmern drauf.

00:30:22: das heißt man sieht ja nicht unbedingt alle produkte die wir haben.

00:30:26: Auch auf unseren Pantografen stand vorher ja zum Großteil nicht immer direkt Stemmern drauf.

00:30:30: Auf dem Typen-Schild, aber nicht auf den Oberarm oder ähnlichem so dass wir dann aus meiner Sicht auch so was sind wie ein Hiddenschampion der viel in vielen Industrien aktiv ist, aber gar nicht so sichtbar ist.

00:30:41: In der Grafschaft schon, auf Grundlage der Größe des Arbeitgebers, aber ich glaube wo überall unsere Pantografen unterwegs sind oder wie Sie gerade sagten die Schockernektfahrzeuge unterwegs sind das wird jetzt mehr und mehr Wenn man es mal sieht dann mit WAPTEC, dann denkt man vielleicht zurück an den Podcast.

00:30:57: Schorkonektfahrzeuge das habe ich heute gelernt.

00:30:59: Das Wort das werde ich mir unbedingt merken sind Schorkonnekt-Fahrzeuge aus der Grafscham Bentheim also international durchaus gefragt?

00:31:08: Das hoffe ich doch!

00:31:09: Wir sehen in dem Markt dass er wächst aber nicht nur dort.

00:31:12: Es gibt so wir nennen das Wachstumsbereiche die uns eben helfen.

00:31:15: das ist da der Kabeltrommelbereich der schon lange da ist Aber wo wir sehen was wir mit den Produkten auf Grundlage der Qualität des Produktes.

00:31:23: Das ist glaube ich sehr wichtig, weil wir eben in Konkurrenz stehen mit asiatischen Wettbewerbern müssen wir eine gewisse Qualität liefern um den Kunden auch wieder zu gewinnen.

00:31:31: Der Preis muss aber aufstehen!

00:31:33: Ist richtig, aber damit sind wir nicht immer der günstigste.

00:31:36: das können wir auch nicht sein mit dem Standort.

00:31:39: Es ist aber auch in Ordnung so lange die Qualität funktioniert und wir damit die Funktionalität des Kunden sicherstellen.

00:31:45: als Beispiel für die Kabeltrommel dort ist nicht die Kabeltrommel das teuerste an dem Kran sondern das Kabel, was quasi aufgewickelt wird ist teurer als die Kabeltronne.

00:31:54: Das heißt wenn wir es schaffen dass die Lebenszeit des Kabels länger ist als von der Konkurrenz dann haben wir damit wieder ein Alleinstellungsmerkmal.

00:32:01: Es wird aber ja zunehmend berichtet, dass sie vor allem die Chinesen unheimlich kurze und effektive Entwicklungszyklen haben und trotzdem zu relativ guten Preisen konkurrenzfähig anbieten.

00:32:15: Genau, der Wettbewerb schläft nicht.

00:32:17: Das ist ehrlicherweise in der Vergangenheit ja auch schon so gewesen dass wir dort gegen asiatische Konkurrenten antreten mussten.

00:32:24: und ja der wettbewert wird bestimmt nichts einfacher.

00:32:26: aber dafür stellen wir uns ja genauso auf das wir Individual Lösungen wieder schaffen dass wir versuchen natürlich auch das auch wenn es ein sehr langwieriges Produkt ist was wir schon lange produzieren trotzdem weiter zu entwickeln.

00:32:37: wie können wir's einfacher fertigen?

00:32:39: Wir haben sowas wie ein Verbesserungswesen in der Fertigung oder in der Firma implementiert, wo man einen Verbesserungsporschläge eindreichen kann.

00:32:46: Weil ich glaube auch natürlich ist es auch ein Teil des Engineerings das voranzutreiben, dass der Entwicklung aber es ist glaube ich auch oft der Mitarbeiter, wer das größte Know-How manchmal hat, der direkt vor der Kabeltrommel steht, die montiert.

00:32:59: und dieses Wissen müssen wir eben auch nutzen um genau diesen, ich sag mal, Wettbewerbsnachteil in Anführungszeichen oder Standortnachteile genauso auszugleichen.

00:33:08: Das ist das, was eben uns auch ansreibt.

00:33:10: Das klingt fast wie ein Rezept für die regionale Wirtschaft

00:33:14: hier

00:33:16: also einen Transformationsprozess der den Standort sichert und der Zukunftstechnologien sozusagen marktfähig macht.

00:33:24: so verstehe ich dass ja das klingt gut.

00:33:27: das sollte in anderen Unternehmen in der Region auch gelingen.

00:33:30: wer würden wir uns wahrscheinlich alle wünschen?

00:33:34: Ja, wenn ich jetzt also so ein Ding am Hafen sehe dann steht da Wappdeck dran und ich weiß aber trotzdem es kommt zumindest zum Teil aus Stuttdorf.

00:33:42: Zum Großteil.

00:33:43: Also wir fertigen auch oft mit lokalem Zulieferern und fertigen ist immer gerade Show Connect oder die Fairy Charger, die auch einen großen Anteil daran machen komplett bei uns.

00:33:55: Ja super spannend!

00:33:58: Haben Sie noch einen Tipp für alle?

00:33:59: Diejenigen, die als Unternehmer- oder Führungskräfte noch so einen Prozess vor sich haben?

00:34:05: Also ein Tipp ist glaube ich schwer, weil das eine sehr, sehr schwere Situation für die Mitarbeiter und Mitarbeiterin ist.

00:34:12: Aber ich glaube wichtig ist eben die offene Kommunikation, dass das gehört wird was die Probleme sind aber das auch offen angesprochen wird was dahinter steckt.

00:34:22: Wir versuchen es natürlich als Chance zu sehen jetzt individual auf Stemmern bezogen aber trotzdem bauen wir Positionen ab.

00:34:29: das heißt es ist trotzdem ein schwieriger Prozess.

00:34:31: Aber gerade diese offene Kommunikation ist, glaube ich, was wir vielleicht nicht immer schaffen.

00:34:35: Aber das jetzt zumindest uns Dicke auf die Fahne schreiben?

00:34:38: Ja vielen Dank!

00:34:39: Also offene kommunikation Wir beiden haben auch noch offene Kommunikation gehabt hier.

00:34:42: Wir sind schon wieder am Ende dieses Podcasts.

00:34:44: für dich ganz spannend und ganz geballte Informationen.

00:34:49: Vielen Dank an meinen Gesprächskar Partner Daniel Schreit von der Firma Stemmann Technik.

00:34:54: Vielen Dank auch an Sie liebe Hörerinnen und Hörern.

00:34:57: Wenn Ihnen diese Episode gefallen hat, dann folgen Sie doch gerne Chefsachen in Ihrer Podcast-App.

00:35:02: Neue Episoden erscheinen ungefähr alle vier Wochen auf gern online und überall sonst wo es Podcast zu hören gibt.

00:35:09: Hören sie also gerne wieder rein bei Chefsache.

00:35:11: und damit tschüss!

00:35:12: Bis zum nächsten Mal, Ihr Rolf Masselling.

00:35:26: Interessante Geschichten und Reportagen aus der Region lesen Sie auch im Magazin GN Insider Wirtschaft.

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