Wie die Grafschafter Autozentrale mit der NOWAG-Gruppe neue Wege geht – mit Kristin Krüp und Stefan Schwarte

Shownotes

Das Autohaus für die Zukunft rüsten: Das war das Ziel von Kristin Krüp, Geschäftsführerin der Grafschafter Autozentrale Heinrich Krüp, beim Wechsel zur nowag (Nordwest Automobilgesellschaft). Gemeinsam mit Stefan Schwarte, Geschäftsführer der NOWAG-Gruppe, und Rolf Masselink spricht sie über den Wandel eines traditionsreichen Familienbetriebs, die Chancen einer größeren Unternehmensgruppe und die Zukunft des Automobilhandels.

Seit 1952 ist die Grafschafter Autozentrale als Volkswagen-Händler in Nordhorn und Emlichheim fest in der Region verankert. Mittlerweile wird das Unternehmen in vierter Generation geführt und ist seit einem halben Jahr Teil der NOWAG-Gruppe. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten: von mehr Digitalisierung im Kaufprozess bis hin zu einer größeren Fahrzeugauswahl. Gleichzeitig verändert sich der Automobilmarkt. Der Wandel zur E-Mobilität ist in vollem Gange, steigende Kosten bei Neuwagen, hohe Spritpreise und zunehmende Konkurrenz von chinesischen Marken machen der Branche zu Schaffen.

Wie gelingt es einem Traditionsbetrieb, seine Identität zu bewahren und gleichzeitig Teil einer größeren Gruppe zu werden? Ist es generell schwerer geworden, Autos zu verkaufen? Und welche Chancen haben klassische Autohäuser in Zukunft? Antworten gibt es in der achten Episode der dritten Staffel von „Chefsache(n)".


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00:00:01: Chefsachen, der Wirtschaftspodcast, der Grafschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung.

00:00:07: Mit Räufmasserlinge und Gästen aus der Region.

00:00:23: Vielen Dank.

00:00:35: Hallo,

00:00:36: ja und damit herzlich willkommen liebe Zuhörer zur neuen Folge von Chefsachen!

00:00:40: Ja,

00:00:40: Christi du warst ja schon mal im Chefssachen-Podcast.

00:00:43: das ist jetzt knapp drei Jahre her.

00:00:45: will ich mal sagen zwei Jahre?

00:00:48: Und damals hast Du sehr optimistisch gesagt, dass es ein Traditionshaus einen VW Autohaus, ein Familienbetrieb was Du jetzt in der vierten Generation übernimmst und weiterführen möchtest.

00:01:01: Das ist korrekt So und jetzt stehe ich auch immer noch zu.

00:01:03: Ja,

00:01:04: jetzt sitzt du hier und euer Familienbetrieb ist jetzt Teil der Novak.

00:01:10: Warum hast Du das gemacht?

00:01:12: Tatsache muss ich mal sagen... Ich habe mir meinen Podcast nochmal vorher angehört um zu hören.

00:01:16: hab ich damals irgendwelche Hinweise gegeben weil ich wusste es ja damals schon.

00:01:21: Wir haben ja die Gespräche gestartet in den Jahr zwanzig um einfach mal so anzutasten was geht was geht nicht Damals auch schon mit meinem Vater Um zu sagen, wie findet man sich in der ganzen Automobilbranche?

00:01:33: Wie entwickelt sich das?

00:01:34: Das haben wir damals auch schon besprochen.

00:01:36: Dass wir da im Wandel sind und man einfach schauen muss, wie sich das Ganze entwickelt.

00:01:40: Und für uns war wichtig, dass wir als Standort Nordhorn und Emlichheim in unserer Identität bleiben können und das eben zusammen aber mit einer größeren Gruppe auch in Zukunft weiterhin können.

00:01:53: Deswegen war die Entscheidung schon sehr früh und ich durfte es dann letztes Jahr endgültig auch umsetzen.

00:02:01: Also nicht so eine Hop-la-Hop Geschichte, kein Zwang, keinen Druck hast du mal gesagt sondern das war schon strategisch vorbereitet.

00:02:08: Ja also sehr lange darüber nachgedacht, sehr viele Gespräche geführt weil ja das macht man auch nur einmal und dann sollte man es richtig machen.

00:02:16: So Stefan was ist die Novak Gruppe?

00:02:19: Das musst du mal erklären.

00:02:21: Ja, die Novakisi Nordwest Automobilgesellschaft und diese ist am ersten Ersten im Jahr zwei Tausend Drei gegründet worden aus der Fusion des Autohaus Schwarte mit dem Autohaussparasche in Oldenburg.

00:02:36: Und wir haben uns damals überlegt Mensch wie könnte die Zukunft aussehen?

00:02:40: was sind Trends in der Automobilbranche und diese Konzentration die dort einfach stattfindet?

00:02:46: Die haben wir natürlich auch da schon gesehen und wollten dann auch eine Plattform irgendwie erschaffen, wo andere dann teilnehmen können.

00:02:53: Und das auch möglichst flexibel, egal ob die jetzt ihren Namen behalten wollen oder das ganze Autohaus verkaufen wollen oder selber noch mitmachen wollen oder nicht.

00:03:03: Und diese Nordwestautomobilgesellschaft haben wir dann mit dem Ziel gegründet dass wir da einfach anschlussfähig sind.

00:03:09: Nun ist die Grafschaft der Auto-Zentrale ja, ich glaube schon seit neunzehr dreiundfünfzig oder so ein klassischer VW Händler.

00:03:17: Seit

00:03:17: zweiundfünftig schon?

00:03:18: Und wie war das bei Schwarte und bei Brasch?

00:03:21: Waren das auch Markenhändler, VW-Händler?

00:03:24: oder habt ihr da eine ganz andere Philosophie gehabt schon

00:03:28: vor

00:03:28: der Fusion schon?

00:03:29: Nee wir sind selber auch VW händler allerdings nicht mit dieser Traditionen.

00:03:34: Wir haben unsere ersten Händlerverträge erst nunhundertneinzig gekriegt bei Gebrüder Schwarte Und die Familie Brasch aus Oldenburg, die hatte schon vor dem Krieg allerdings da in Ostdeutschland also im Posen ein Autohaus und sind nach dem Kriegt dann nach Oldenburger kommen.

00:03:49: Und haben dann wieder einen VW-Autohaus dort aufgebaut.

00:03:54: So hatten wir beide dann VW Autoräuser und das würde ich sagen ist so in unseren Genen auch erstmal der Konzern, der uns am meisten geprägt hat.

00:04:01: Ja!

00:04:01: Also seid ihr heute eine Gruppe von Autoräusern?

00:04:04: Du hast eben gesagt einige wollten das Auto verkaufen andere sind sowie Die Familie Krüb jetzt auch zu euch gekommen, wollen aber mit im Geschäft bleiben.

00:04:16: Wie ist die Strategie da so?

00:04:18: Kauft ihr jetzt so nach und nach alles auf oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:04:21: Nee, nee.

00:04:21: Und so easy ist es auch nicht, wie sich das gerade anhört!

00:04:25: Nein also wenn wir jetzt mal den Dinovac nehmen nach dem Zusammenschluss dann war der erste Erweiterung in Kloppenburg so dass dort der Inhaber gesagt hat er würde gerne das ganze Autorhaus verkaufen Und auch den Namen dann ändern und würde allerdings selber auch die nächsten mindestens fünf Jahre, die die Geschäftsführung dort weiter machen wollen.

00:04:43: Das war für uns auch eine ganz glückliche Konstellation.

00:04:47: Ist eigentlich hier wie bei der Grafschaffter Autozentrale auch.

00:04:49: also wenn die Autohäuser funktionieren und wir die Geschäftshörungen dann entsprechend mit irgendwie begeistern können von unserem Projekt und die halt dann bei uns auch weiterarbeiten ist das natürlich für uns wesentlich einfacher als wenn Jetzt irgendwie ein Outdoor-Haus aufbauen müssten mit einem neuen Management.

00:05:07: und ja.

00:05:08: Kussing, bist du dann auch noch fünf Jahre Geschäftsführer?

00:05:10: Mindestens!

00:05:12: Das war gerade so eine Zahl.

00:05:13: da habe ich gleich gedacht Halt also doch so ne sanfte Überleitung.

00:05:17: Nee nee nee das war auch dort nicht so.

00:05:19: er hat von sich aus gesagt dass er das mindestens fünf Jahre machen möchte und nach heutigem Stand würde ich sagen es ist auf beiden Seiten so dass es auch länger sein.

00:05:27: Bei der Grafschaf der Auto-Zentrale ist es ja so, wenn ich das mal rekapitulieren darf.

00:05:33: Du bist weiterhin Minderheitsgesellschafterin, Christine und die Immobilie gehört auch dir oder eurer Familie?

00:05:39: Genau!

00:05:40: Die Immobilien in Nordrhein gehört mir, die im Emlichheim gehört meinem Onkel und wir vermieten dann an die Novank.

00:05:49: Wenn ich jetzt böse bin würde ich sagen man könnte sich also auch mal wieder trennen ohne dass bei alles weg ist.

00:05:56: Aber das ist ganz sicher nicht der Plan.

00:05:58: Nein

00:05:59: gut Aber nun habt ihr eben beide gesagt, ihr habt irgendwie VW-Gene.

00:06:04: Aber die Novak handelt auch mit anderen Automarken inzwischen?

00:06:07: Genau wir haben insgesamt zehn Marken, wovon etwa die Hälfte würde ich sagen Konzernmarken sind, VW Konzertmarken und die anderen Markendurchzukäufe oder Zusammenstöße dann eben dazugekommen sind.

00:06:20: Und die Grafschaff der Auto-Zentrale hat zwei Standorte, Norddeutsch und Emlichheim.

00:06:24: Und ihr seid jetzt der achtzehnte Standort?

00:06:27: Genau.

00:06:28: Ja, siebzehn oder achtzend?

00:06:28: Siebzehntundachzehn in der Nova Gruppe.

00:06:30: also das ist ja dann im Nordwesten schon mal eine Nummer obwohl es auch noch größere gibt aber immerhin.

00:06:37: Also auf Deutschland gesehen ist das keine Riesengruppe da gibts noch ganz andere Hausnummern aber hier für den Nordwesternregional bestimmt schon.

00:06:45: Und warum macht man das?

00:06:48: Ist das nötig?

00:06:50: Hat ein Familienbetrieb der nur einen Standort hat, gar keine Zukunft mehr in diesen veränderten Marktbedingungen?

00:06:55: Gar keine Zukunft möchte ich nicht sagen.

00:06:57: Aber dann muss man natürlich eine enorme Kostendisziplin haben und sehr viel selber Einsatz leisten.

00:07:04: Denn höhere Boni oder Zusammenschlussvolumen werden dann immer nur über eine Gruppe gewertet und die Möglichkeiten hat man dann im Einzelbetrieb.

00:07:14: Also höhere Bonnie heißt der Hersteller gibt dem Endler eine Verkaufsprovision.

00:07:20: oder wie läuft das ab?

00:07:22: Das gibt es nicht bei jeder Marke gleich, aber es gibt Marken die haben volumenabhängige Bruni und dementsprechend kriegt man die dann nur wenn der Mehrheitsbeteiligung auch in den Betrieben da ist.

00:07:33: Also wenn man bestimmte Stückzahlen absetzen kann.

00:07:35: Genau.

00:07:36: Entscheidend ist da auch das Finanzdienstleistungsgeschäft sogar ganz entscheidend und da ist das auch so.

00:07:42: Finanzdienste Leistung heißt ich verkaufe nicht nur das Auto sondern die Finanzierung Richtig,

00:07:47: genau.

00:07:47: Und dann gibt es auch Dienstleistungspakete also Wartungspakete Reifen oder Versicherung.

00:07:52: Aber das heißt ja Christine ihr seid im Grunde von den Herstellern erstmal unwahrscheinlich abhängig?

00:08:01: Ja natürlich haben wir uns verbunden mit dem Hersteller.

00:08:04: Also wir stehen hier in der Region für Volkswagen und auch... Das ist ja auch in unseren Genen.

00:08:12: Und klar macht man sich abhängigt.

00:08:13: aber

00:08:14: wenn man natürlich gerade in einer größeren Gruppe ist hat man natürlich auch andere Möglichkeiten, aber wir haben ja mit Volkswagen ein Partner an unserer Seite der sehr stark ist.

00:08:23: Auch wenn er natürlich gerade jetzt geben wir bestimmt nachher nochmal drauf einen viel in der Presse ist und da viel drüber gesprochen wird glaube ich weiterhin dass es ein sehr sehr starker Partner in der Automobilbranche ist.

00:08:34: Und Stefan sagte das ja grade natürlich was Boni angeht zu optimieren, aber gerade das Thema Kosten ist glaube ich immer schwerer auch in Hinsicht Prozesse zu optimieren, E-Commerce.

00:08:49: Da merken wir natürlich gerade jetzt schon was so alles geht und was wir uns als Kleiner nicht geleistet haben und was wie uns aber jetzt leisten können weil wir eben in der Gruppe sind.

00:08:59: Kannst du mal ein Beispiel nennen konkret?

00:09:02: Das geht schon los mit Systemen, um das Ganze zum Beispiel den Verkaufsprozess komplett digital darzustellen.

00:09:07: Da sind wir jetzt gerade bei von Vertragsunterzeichnungen schaffen, wenn ich mit der Leasing nicht immer... ...das muss dann nochmal der Kunde wirklich mit der Hand meistens.

00:09:16: Aber dann wird eingescannt und zum Verkausleiter wird freigegeben.

00:09:20: Geht digital zur Disposition

00:09:22: usw.,

00:09:22: also der komplette Prozess ist digital.

00:09:25: Jeder kann immer darauf zugreifen.

00:09:29: Das sind Systeme, die wir uns so nicht geleistet haben.

00:09:32: Da sind noch viel mehr Punkte drin.

00:09:34: Wir jetzt sehr umfangreich das darzustellen.

00:09:38: Aber dann geht es um Dinge wie Online-Vertrieb, Google Vehicle Ads mit denen man sich einfach sehr viel auseinandersetzen muss also quasi Fahrzeug, Börsen bei Google ist gerade ein ganz aktuelles Thema wo die Nowak sehr stark vorne weg ist.

00:09:55: und Wenn ich das alleine machen müsste, dann hätte ich natürlich erstens Feld die Man- oder Womenpower aber auch finanzielle Mittel, die da reingesteckt werden müssen.

00:10:05: Erst mal in die Entwicklung.

00:10:08: Du hast gerade schon ein paar Stichwörter genannt also Fahrzeugbörsen und so weiter.

00:10:13: Autos werden ja irgendwie anders verkauft heute als noch vor fünf oder auch vor zwanzig Jahren?

00:10:18: Vor allem vor zwanzig Jahren.

00:10:20: Also da ging man in einen Showroom, da standen drei vier Autos herum und dann hat man gesagt so einen möchte ich haben oder am besten den der da steht möchte ich habe Und dann hat ein Vertrag gemacht den man möglichst auch sofort in Bar bezahlen musste.

00:10:32: das gibt es heute sogar nicht mehr.

00:10:35: Am besten finanzierst oder liest du also beziehungsweise im Neuwagenbereich ist das typische, gerade das Leasing.

00:10:41: Dass die Leute auch flexibel sind welche Fahrzeuge sie nehmen je nachdem welche leasingaktion gerade interessant dafür ein ist.

00:10:49: und ja vor allem also gerade im Gebrauchtwagen Bereich muss man sagen sind wir europaweit unterwegs.

00:10:54: Also Wir haben wirklich Kunden in ganz Deutschland Die eben auf Bekannte Börsen gehen und uns dort finden.

00:11:02: Und optimalerweise natürlich über die Novak Homepage, dass man uns darüber findet und dann sagt okay ich habe diese Auswahl und dadurch ist unsere Auswahl natürlich auch größer weil wir nicht nur unseren Bestand in Norton und Emnichheim haben sondern eben dem Bestand von achtzehn Standorten.

00:11:18: Noch vor ein paar Jahren hat man ja gesagt Stefan Leasing ist so ein Ding das ist für Gewerbetreibende interessant weil es auch eine steuerliche Aspekt hat und für den Privatmann eigentlich nicht.

00:11:29: Das hat sich aber

00:11:31: verändert.

00:11:32: Genau, von der Finanzierung weg eigentlich auch zum Leasing insbesondere jetzt mit der Elektromobilität wo viele Kunden natürlich bedenken haben naja die Batterietechnologie und alle neuen Technologien die in diesen Autos jetzt verbaut sind die überholen sich vielleicht schnell dann sind die Kunden nicht bereit dieses Risiko zu tragen.

00:11:50: deswegen sind sie da schneller beim Leasing als es früher war

00:11:54: Und es ist ja ein großer Unterschied, glaube ich.

00:11:56: Ob ihr jetzt als Händler ein Auto an einen Geschäftsmann, einen Gewerbekunden verkauft oder an einem Privatkund?

00:12:03: Wie ist denn das Verhältnis so?

00:12:06: Also klassisch waren wir eher Privatkunnenlassig, wenn wir wieder auf die zwanzig Jahre zurückgehen und haben auch zwei oder drei Gebrauchte sogar verkauft mal auf einen Neuwagen.

00:12:18: Heute ist es schon eins zu eins und die Gewerbekundschaft in Summe macht, glaube ich, den höheren Anteil mittlerweile aus.

00:12:24: Aber da müsste ihr ja auch ganz anders handeln und fair handeln?

00:12:28: Also erstmal glaube ich nicht dass ein Gewerbekunde so einfach den Listenpreis bezahlt und der kauft vielleicht auch nicht nur einen Auto sondern möglicherweise eine ganze Flotte.

00:12:36: Genau!

00:12:36: Da unterscheidet man zwischen gewerblichen Einzelkunden, die vielleicht nur ein zwei drei Autos in ihrem Vorpark haben Und Großkunden, die Großkund haben direkten Vertrag mit der VW AG.

00:12:46: Da sind wir nur der Agent und da gibt es speziell ausgebildete Großkunde Verkäufer weil natürlich völlig andere Aspekte dort eine Rolle spielen zum Beispiel wie die Leasingrate jetzt ja wirtschaftlich verbucht wird oder die Dienstwagenversteuerung.

00:13:03: das sind ja alles Themen die den Privatmann letztendlich gar nicht interessieren.

00:13:07: Nun haben wir gerade schon mal das Stichwort Elektromobilität gehört, also das ist ja auch für euch Christine so als örtlicher Händler.

00:13:16: Ihr seid sehr verbunden mit der Region hier und du hast immer gesagt es wollen wir auch bleiben.

00:13:20: Ihr habt da auch einen sehr großen Werkstattbetrieb glaube ich einen der größten in der Grafenschaft überhaupt und das wird sicher völlig verändern.

00:13:28: jetzt wenn jetzt weniger Verbrenner und mehr Elektroautos im Umlauf sind Wie macht sich das in eurem Tagesablauf, Geschäftsablauf bemerkbar?

00:13:40: Aktuell merken wir es noch nicht so doll.

00:13:42: Man merkt natürlich schon man hat mehr Elektro als vorher.

00:13:46: also vorher gab's natürlich keine und jetzt steigt das immer mehr weil unser Anteil hier in der Region habe ich letzt mal auch gesagt an Elektrofahrzeugen ist relativ hoch Weil wir hier in einer Region einfach sehr viele Eigenheimbesitzer haben.

00:13:58: Wir haben die besten Grundlagen Die Wege sind überschaubar Das ist alles sehr gut.

00:14:03: Aber natürlich merken wir, dass wir in der Werkstatt, ja ob das Öle sind oder Flüssigkeiten die einfach weniger verkauft werden.

00:14:10: Wo man einfach schauen muss wie stellt man sich auf?

00:14:12: Dafür werden dann vielleicht andere Bauteile wie Reifenbremsen mehr verkauft.

00:14:18: es werden Updates.

00:14:19: also gerade im Elektrobereich aber auch im Verbrenner Bereich haben wir super viele Updates, die durchgeführt werden.

00:14:25: Man muss sich das vorstellen wie beim iPhone oder beim Smartphone.

00:14:29: man hat immer mal wieder ein Update und so ist es beim Auto auch.

00:14:31: also das Auto entwickelt sich da genauso weiter und ja wir merken das uns wird da auch Anpassungen geben und man muss schauen dass man natürlich gerade auch die Verbrenner möglichst lange in der Werkstatt halten kann unter Angebote bieten kann die dann auch vielleicht Fahrzeuge die ein bisschen älter sind dass man denen eine andere Teileschiene anbieten kann oder dass man da eben auch Lösungen bieten kann, oder Angebote bieten können um die auch weiterhin in den Werkstätten zu halten.

00:14:58: Könnt ihr das als Händler denn entscheiden?

00:15:00: Oder gibt das VW in eurem Fall vor?

00:15:02: Ja, das können wir selber entscheiden.

00:15:04: Wobei wir natürlich sagen klar wollen wir Originalteile verkaufen.

00:15:08: wenn aber jemand sagt okay ich gehe sowieso sonst woanders hin dann bieten wir auch Alternativen bei uns und man hat dennoch die Arbeit von der Vertragswerkstatt von unseren Mitarbeitern die von Volkswagen Audi Skoda, Cupra und so weiter geschult werden.

00:15:24: Ja nun wart ihr und seid ihr ja auch noch ein Familienbetrieb?

00:15:28: Und jetzt seid ihr Teil einer großen Gruppe?

00:15:31: Naja ich habe das ja im Vorgespräch schon mal gesagt.

00:15:33: eigentlich sind wir vom kleinen Familienunternehmen in ein großes Familienunternehm gewechselt und so fühlt sich das auch Tatsache an also wie man vorher Die Familie Krüpp und jetzt sind wir in der Novak-Familie angekommen.

00:15:45: Und man merkt das eben dadurch, dass auch Familie Schwarte eben in der Geschäftsführung ist.

00:15:50: Das ist auch so gewollt!

00:15:51: Also jeder ist beim Du ob wirklich von einer Geschäftsführung der Novaks bis zum Azubi alle per Du und es ist ein total schönes Miteinander.

00:16:00: also man kann jeden immer anrufen Man bekommt Antworten, alle sind sehr hilfsbereit.

00:16:05: Das ist zumindest das was ich bis jetzt in einem ersten halben Jahr wahrgenommen habe.

00:16:09: Es ist ja schon mal gut!

00:16:12: Ich hoffe dass es auch so bleibt und geht da stark voraus.

00:16:15: Also ja es ist viel größer.

00:16:17: Klar sind die Strukturen nochmal anders aufgebaut aber ich hab nicht das Gefühl ich bin in einem Konzern angekommen.

00:16:23: Gut, du hast eben ja auch schon mal erläutert.

00:16:25: Es ist jetzt vieles möglich in dieser größeren Familie was in der kleinen Familie nicht so möglich war.

00:16:31: also für dich die richtige Entscheidung, die du da getroffen hast.

00:16:35: So höre ich das raus?

00:16:36: Für

00:16:36: mich die absolut richtige Entscheidung

00:16:38: und dabei ging es dir ja auch persönlich darum das Autohaus sozusagen für eine Zukunft zu rüsten und nicht irgendwann abwickeln zu müssen.

00:16:48: Also mir ging's um uns und mir ging es um zwei Themen.

00:16:52: Und gerade natürlich nachdem mein Vater gestorben war, da war das für mich noch klarer, dass zu tun.

00:16:57: aus zwei Gründen.

00:16:58: erstens wollten wir entscheiden mit wem wir das machen.

00:17:01: ich möchte nicht wollte nie an den Punkt kommen oder wir wollen nie an dem Punkt kommen, dass wir sagen okay jetzt ist der Markt entweder voll und wir müssen dahin zu dem Partner der jetzt gerade in der Nähe ist welche Gruppe auch immer das dann sein wird sondern wir wollten entscheiden ganz proaktiv mit wemen zusammenarbeiten und wo wir das uns vorstellen können.

00:17:20: Und das zweite, wie gesagt war nachdem mein Vater gestorben war.

00:17:25: War für mich auch klar diese Abhängigkeit nur von mir als Person.

00:17:29: Das war mir zu viel und das war mir auch zuviel für meine Mitarbeiter weil was ist wenn mir etwas passiert?

00:17:37: Aber dein Onkel ist ja auch noch

00:17:39: da.

00:17:39: Genau!

00:17:39: Mein Onkel is' auch noch Da der geht aber Ende des Jahres in Rente und er hat auch seinen Rohrstand verdient.

00:17:46: Ich kann ja nicht nur in zwei Jahre planen, sondern ich muss ja ein bisschen weiterplan.

00:17:51: Und das wusste man... Das kann man ja nicht sagen.

00:17:53: und diese Abhängigkeit von hundert Menschen oder hundert Familien, hundert grauschafter Familien die dann vielleicht von mir ganz alleine abhängig sind, das wollte ich nicht.

00:18:02: Die wollte ich im guten Boot wissen und zu wissen dass die auch falls mir irgendwas passieren sollte was ich jetzt einfach mal nicht hoffe.

00:18:11: Wie gesagt, ich möchte das auch noch viele Jahre weitermachen.

00:18:14: Aber sollte das so sein, dann weiß ich da ist ein gutes Team im Hintergrund oder nicht im Hintergrund sondern da ist es ein gutes team die das ganze dann auch auffangen und dass das Ganze auch weitergeht.

00:18:26: Ja Stefan gutes Team eine große Familie aber das hat ja auch seinen wirtschaftlichen Hintergrund.

00:18:33: dass diese Familie immer größer geworden ist und vielleicht demnächst noch größer wird werden wir ja mal hören.

00:18:39: aber ist es schwerer geworden heute überhaupt Autos zu verkaufen?

00:18:44: Ich würde es in erster Linie anders bezeichnen, also schwerer glaube ich nicht.

00:18:50: Aber anders da haben wir eben schon drüber gesprochen und wenn ich jetzt so unseren Werdegang sehe ja dann war's am Anfang immer so dass wir eigentlich Autohäuser dazu bekommen haben die so in der Insolvenz oder ganz kurz davor waren.

00:19:03: dann hatten wir Die Aufgabe erst mal wieder, das Vertrauen bei den Kunden und bei den Mitarbeitern zu gewinnen.

00:19:10: Und ja in den Ortsgrößen wo wir sind, da spricht sich das dann auch schnell rund.

00:19:14: Natürlich hat man in solchen Firmen auch mal den einen oder anderen Mitarbeiter der vielleicht auch mit verantwortlich dafür dass es so aussah und damit die guten Mitarbeiter das Vertrauen gewinnen, dass wir da vernünftige Dinge machen, dann musste man früher dort vielleicht erstmal ein zwei drei Dinge ändern aber...

00:19:34: War das hier auch so?

00:19:35: Nee, hier war das nicht so.

00:19:36: Das wollte ich gerade damit sagen.

00:19:38: Das waren immer unsere ersten Betriebe und da war es eigentlich überall so, dass es schwierig aussah und man dieses Vertrauen immer erst mal wieder gewinnen musste bei den Mitarbeitern und bei den Kunden.

00:19:48: Und jetzt in den letzten Übernahmen war's eigentlich immer so... dass die Geschäftsführung, die vorher da war geblieben ist.

00:19:55: Weil es auch funktioniert hat vorher und das ist dann doch schon eine ganze Ecke einfacher zumindest jetzt mal abgesehen vom Autosverkaufen diese Betriebe dann bei uns in die Gruppe zu integrieren.

00:20:05: Da hätten wir sicherlich viel mehr Zeit gebracht wenn wir jetzt nicht die Inhaberfamilien immer bei den letzten Malen mit dabei gehabt haben.

00:20:13: mir die nicht dabei gehabt.

00:20:14: Aber ich frage nochmal ganz naiv als Privatmensch Die Autos sind ja verdammt teuer geworden, da kann sich nicht mehr jeder ein neues Auto leisten.

00:20:24: Also deswegen ist es schwerer geworden einen Auto zu verkaufen?

00:20:27: Wir sind sehr abhängig von den Aktionen unserer Hersteller, denn ich nehme jetzt einfach mal einen Golf und kaufe einen im Januar.

00:20:36: Im April oder im November, das kann ein Riesenunterschied sein und diese Aktion da reflektiert die Kundschaft einfach relativ stark drauf.

00:20:43: Und wenn Sie jetzt gerade im August ein neues Auto suchen dann werden sie sich auf dem Markt umschauen.

00:20:47: Die sind häufig sehr gut informiert, gerade zumindest die Privatkunden.

00:20:51: Die Geschäftskunden verbringen nicht den ganzen Tag damit sich um Autos zu kümmern sondern die machen ihr Kerngeschäft aber... Die Privatkunnen sind im Allgemeinen sehr gut informediert und schauen sich diese Action auch recht genau an.

00:21:03: Aber wenn ich mich so erinnere, also ich gehöre zu den frühen Golffahrern.

00:21:07: Mein erster Golf I Ende der Siebziger, ja neunzehnundachtzig bin ich meinen ersten Golf glaube ich bekommen.

00:21:13: Der hat damals neu, hätte neu, wenn ich ihn mir hätten neu leisten können, hätte ungefähr achttausend D-Mark gekostet.

00:21:19: Wenn man da jetzt so inflationsbereinigt wäre das heute immer noch ein Auto was unter zwanzigtausende Euro kosten würde.

00:21:25: dann füge ich heute aber keinen Golf.

00:21:27: Nee, das stimmt.

00:21:27: Aber dafür müssen wir heute Cyber Security beachten.

00:21:30: und Abgas nur um sieben und was nicht alles.

00:21:33: also da sind natürlich ganz andere Auflagen an Sicherheit, an Elektronik und in den Autos verbaut.

00:21:41: Und es gibt auch Autos für zwanzigtausend Euro.

00:21:45: ob die mehr gekauft werden sei mal dahingestellt.

00:21:47: Ja, gibts aber nicht bei VW.

00:21:50: Halt schon!

00:21:51: Na dann waren wir einmal abwarten.

00:21:56: Das ganze Thema Auto ist ja ein Weltthema.

00:21:59: Die deutsche Autoindustrie war jahrzehntelang sozusagen Motor des Wirtschaftswachstums, des Wirtschaftswunders in den fünftiger Jahren und das ändert sich ja zurzeit nicht.

00:22:08: alle wollen es schon sehen aber gerade kürzlich Schlagzeilen massiver Umsatzrückgänge.

00:22:14: China also vom deutschen Markt und auch vom europäischen Markt kann ja kein Hersteller mehr leben.

00:22:20: VW ist ein gutes Beispiel Aber die anderen großen deutschen Herstellern sind genauso betroffen.

00:22:26: Geht denn der Absatz zurück oder sind die großen Herstellerprobleme gar nicht eure Problemen?

00:22:35: Ja, sind zwei Fragen.

00:22:37: jetzt erstmal zum Gesamtmarkt.

00:22:39: Der Gesamtmarkt ist im Vergleich zu vor Corona in ganz Europa um ungefähr zweieinhalb Millionen Einheiten zurückgegangen und für den Volksfragen dort Marktführer ist.

00:22:48: ich würde dir jetzt bei ungefähr einem Drittel Marktanteil in Europa schätzen.

00:22:51: In Deutschland hat der Konzern ungefähr vierzig Prozent Marktanteile.

00:22:55: Dann macht das VVW natürlich nicht halt, dass dieser europäische Markt kleiner geworden ist.

00:23:01: Und dazu kommt dann die US-Zelle.

00:23:04: VW hat anders als jetzt zum Beispiel BMW nicht so viel Produktion in den USA, sodass sich das natürlich auch niederschlägt.

00:23:11: und in China haben wir einen sehr harten Verdrängungswettbewerb insbesondere bei den Elektroautos und insoweit haben sich alle Vorzeichen in den letzten Jahren gedreht.

00:23:19: und in der Folge natürlich kommt es bei uns an Denn es ist natürlich nicht so, dass ein großer Hersteller sagt ja das ist alles unser Problem und die Zulieferer und den Vertriebstrang.

00:23:30: Den lassen wir mal aus dem vor bei den ganzen Themen sondern natürlich kommen dann neue Gruppierungen von Ersatzteilen in andere Bonusgruppen und auch beim Fahrzeugverkauf wird schwieriger die Bonis zu erreichen und insoweit ist das natürlich dann bei uns auf dem Thema.

00:23:44: Also bei VW gibt's jetzt wilde Schlagzeilen aktuell?

00:23:49: vier Werke stehen zur Disposition in Deutschland.

00:23:52: Bis zu fünfzigtausend Arbeitsplätze möchte Herr Blume, möchte nicht aber fürchtet er die abbauen muss in den nächsten Jahren?

00:24:00: Das muss ja auch auf die Verkaufsorganisation durchschlagen.

00:24:04: also da kann man ja sicherlich so schlimm.

00:24:07: das alles ist mit dem China Markt der wichtigste überhaupt ist.

00:24:09: Aber es wird ja auch im deutschen Markt spürbar sein dass da vielleicht weniger VW's verkauft werden genau wie auch mehr weniger andere Marken verkauft.

00:24:19: Da bin ich mir nicht so sicher, denn andere Marken produzieren ihre Fahrzeuge ja auch in anderen Ländern.

00:24:25: Also insbesondere nach Ungarn wird sehr viel aktuell verlagert.

00:24:29: Ja, Mercedes baut gerade das Werk da riesig aus.

00:24:33: Genau BMW hat dort auch ein Werk Audi auch und insoweit ist es natürlich auch ein Standortthema Deutschland wo jetzt das ganze Sozialwesen irgendwo an der Arbeit hängt Und die Arbeit entsprechend teuer macht.

00:24:48: In diesem harten Wettbewerb kann man sich dann diese Werke wahrscheinlich nicht mehr leisten, ich bin aber nicht Herr Blume und kann das nicht vollumfassend

00:24:54: bewerten.".

00:24:57: Aber ihr beiden steht für Unternehmen, die die Autos von Herrn Blume verkaufen müssen oder wollen?

00:25:05: Ja, das ist richtig.

00:25:06: Aber ich glaube insgesamt ist der Konzern gut aufgestellt mit den Marken die er hat.

00:25:11: also es gibt wenig Konzerne die überhaupt vom Kleinwagen bis zum Transporter oder auch bis zur Premium Marke überhaupt ein vollständiges komplettes Angebot haben.

00:25:19: und Volkswagen hat das Angebot.

00:25:22: und selbst wenn jetzt der Skoda in Tschechien gebaut wird oder der Kubrae in Spanien dann glaube ich ist das trotzdem noch ein sehr europäisches Angebot Und glaube auch dass das weiterhin stark ist.

00:25:32: das Angebote.

00:25:34: Wir haben das Thema Gebrauchtwagen gerade schon mal gestreift.

00:25:37: Ich glaube, du hattest gesagt auf einen Neuwagen kommt ein Gebrauchwagen?

00:25:41: Das war vor ein paar Jahren noch anders und die gebraucht werden europaweit sozusagen an Börsen gehandelt.

00:25:49: heute da geht man auch nicht mehr auf den Hof und guckt welcher gefällt mir oder wie ist es bei euch?

00:25:53: Es gibt beides noch.

00:25:54: also klar europa weit ist es dann über diverse und da kommt auch sehr viel.

00:25:59: aber grade wenn man so Also in der Niedergradschaft oder so.

00:26:02: Da ist es halt schon nochmal, dass jemand über den Hof läuft und guckt was gibt es da?

00:26:08: Oder auch einfach reinkommt und sagt Hallo ich suche das!

00:26:12: Und ich hätte das gerne.

00:26:13: und das ist natürlich gerade wenn du Kunden hast die sehr verbunden sind mit dem Unternehmen oder auch mit dem Verkäufer.

00:26:19: Die gucken nicht unbedingt direkt in der Börse sondern kommen vielleicht auch mal vorbei.

00:26:23: aber du hast eben beides und der Kunde der nicht online guckt ist halt immer seltener.

00:26:29: Also viele sind halt sehr gut informiert und schauen online.

00:26:33: Ich

00:26:33: glaube, viele wissen auch im Grunde genommen wo sie ihr Auto kaufen wollen, informieren sich dann aber im Internet doch noch mal sehr

00:26:38: stark.

00:26:39: Was es kosten darf?

00:26:40: Genau!

00:26:42: Naja also manches ist ja auch ein bisschen Scheinhandel sage ich mal.

00:26:47: Also ich will jetzt keine Ahnung neun Passat oder gebrauchten Passat kaufen.

00:26:53: dann weiß ich bei denen, die vielleicht beim Krüpp auf dem Hof stehen, steht ein Schild dran.

00:26:57: Was kosten sie?

00:26:58: Aber ich sehe dann dass der in München fünfhundert Euro billiger ist.

00:27:02: ja aber wenn ich nach München fahre um den da abzuholen habe ich die fünfhundert Euro ja auch bezahlt.

00:27:05: also weißt du nicht ob das alle immer so bedenken.

00:27:08: doch ich glaube schon dass das eine Abwägung ist die die Kunden treffen.

00:27:11: die fahren jetzt nicht für zweihundertfünfzig oder dreihundert euro fahren die nicht fünfhunder kilometer weit um dann das Auto zu kaufen.

00:27:17: insoweit sind die informiert Aber haben auch so ihre Grenze, wo sie sagen naja okay ein gewisser Betrag mehr soll es darf vielleicht sein.

00:27:26: Nicht alle Autos sind ja auch gleich dann ist vielleicht die Ausstattung noch ein bisschen höher als man's wollte aber am Ende sind die Kunden da gut informiert und ja wissen im Grunde genommen meistens schon vorher glaube ich wo Sie kaufen wollen.

00:27:40: Ja und viele wissen auch vielleicht um das noch zu unterstützen.

00:27:43: Viele wissen auch weiterhin den Ansprechpartner vor Ohr zu schätzen Weil du hast es ja gerade schon gesagt, die Autos kosten nicht mehr acht tausend sondern vielleicht eher ein bisschen mehr und das ist eine große Investition.

00:27:54: Und da ist man dann auch froh wenn man den Ansprechpartner vor Ort hat weil's kann ja immer mal was sein.

00:27:58: Ja aber es ist vielleicht auch ne Generationenfrage.

00:28:01: Menschen unter dreißig sind es gewöhnt alles online am Smartphone zu erledigen.

00:28:06: Die kaufen auch das Auto am

00:28:07: Smartphones?

00:28:09: ist auch meinen Eindruck wenig Bock sich jetzt mit irgendeinem Verkäufer da auseinanderzusetzen, weil die das sonst auch nicht gewohnt sind.

00:28:15: Sich mit jemanden streiten zu müssen oder so um irgendetwas.

00:28:18: und ja, der wird gern geschrieben ne?

00:28:21: Und das digital abgewickelt den einst, glaube ich auch.

00:28:24: Da wird also der Kauf abgewickelt und dann wird die Finanzierung abgewichelt und die Versicherung abgewickelt.

00:28:28: Das kann man alles am Handy machen.

00:28:30: Das fordert euch ja auch mit Personal, oder

00:28:35: Es ist ohnehin auch ein Riesenkostenfaktor, überhaupt online sichtbar zu werden.

00:28:40: Also wir als Novak nur mal eine Zahl zu nennen geben etwa siebenhundertfünfzig bis achthunderttausend Euro für die Plattform mobile.de aus.

00:28:48: und das ist nur einer von verschiedenen Möglichkeiten und da sieht man schon was das an Vertriebskosten dann auch beinhaltet.

00:28:57: Und es ist noch nicht mal so, dass der Kunde zwangsläufig das findet was er eigentlich sucht.

00:29:02: Weil die wissen auch genau wie sie den Kunden lenken müssen, den Suchenden damit Sie uns mehr Geld aus dem Portemonnaie ziehen, damit wir mehr noch mehr bezahlen um die Autos noch sichtbarer zu bekommen.

00:29:11: Ja

00:29:12: gut aber ihr würdet's ja wahrscheinlich nicht machen wenn sichs nicht lohnen würde?

00:29:15: Wenn sichs nie rechnen würde.

00:29:17: Nee wir würden's gerne nicht machen das stimmt.

00:29:21: Ja und mobile.de ist ja eigentlich schon fast der Klassiker jetzt.

00:29:24: Es gibt viele andere Plattformen.

00:29:27: Ja, es entwickeln sich zumindest neue Chancen da von dieser Abhängigkeit ein bisschen wegzukommen.

00:29:32: Denn in der jüngeren Generation wird auch viel mit Google gesucht oder KI zur Hilfe genommen und die lenken dann wieder um auf eigene Plattformen zum Beispiel auf unseren Novak.com.

00:29:42: aber auch dafür muss man die Techniken dann bereitstellen und ganz umsonst tun auch dies nicht.

00:29:48: Ja, aber wenn du sagst ihr gibt da soviel Geld für aus das musst ja euch jemand machen oder beauftragt ihr dann Unternehmen?

00:29:56: Nein, nein.

00:29:56: Das ist ein Riesenaufwand!

00:29:57: Wir haben in jedem Standort eine Person die extra nur Datenpflege betreibt also wirklich das alle Fahrzeuge mit der richtigen Ausstattung und mit der richtige Beschreibung eventuell auch mit Mängeln die man schon benennen muss dann diese Datenpflege betreibt und in unserem System A allen Verkäufern der Gruppe zur Verfügung stellt und B dann auch diese Systeme bespielt Wie mobile.de, Autoscout und Co.

00:30:20: Also das ist ja wieder ein Beispiel dafür Christine dass ihr da jetzt manches könnt was ihr vorher so nicht konntet wahrscheinlich ne?

00:30:26: Ja genau also das haben wir natürlich auch.

00:30:28: Wir haben mobile Kosten die zu hoch sind oder sehr sehr hoch sind einfach Und durch das System wird vieles erleichtert.

00:30:39: Das ist das System was ich gerade schon genannt hatte Was auch durch den Verkaufsprozess geht wo natürlich auch zum Teil Automatisierung dabei ist, was natürlich auch sehr hilfreich ist.

00:30:49: Damit man eben nichts vergisst und dass man noch ein Team darüber hat die sich dann wirklich auch um den digitalen Vertrieb kümmern ist auch sehr hilftreich.

00:30:57: aber damit erweitert ihr ja auch auf der anderen Seite euren Geschäftsradius.

00:31:03: oder Ihr könnt heute Autos weiß ich nicht wohin verkaufen.

00:31:06: Du meinst durch die Nutzung von mobile?

00:31:08: Zum Beispiel

00:31:08: Ja absolut also das merken wir ja auch früher hätten wir nie nach Italien keine Ahnung, wohin verkauft.

00:31:15: Die hätten uns ja nicht gefunden, mal ganz abgesehen auch vom Süden Deutschlands oder so.

00:31:20: Aber heute ist das so?

00:31:21: Heute verkauft ihr auch dorthin Autos?

00:31:23: Ja absolut!

00:31:25: Und Neuwagen, Gebrauchtwagen alles?

00:31:28: Nee vor allem Gebrauchwagen.

00:31:29: also das muss man schon sagen gerade der gebrauchte ist natürlich sehr individuell den gibt es nur einmal kein zweites Mal und das ist dann natürlich sehr sehr individuel und bei uns eher im Großkunden, die vielleicht in ganz Deutschland unterwegs sind wie die Listgruppe hier zum Beispiel.

00:31:48: Wo wir die auch dann deutschlandweit beliefern.

00:31:53: So nun habt ihr ein halbes Jahr Erfahrung ungefähr mit eurer großen Familie Novak und du strahlst ja immer wenn du das so erzählst.

00:32:03: was sagen denn deine Mitarbeiter?

00:32:06: Die sind auch sehr gut angekommen.

00:32:07: Er hört jetzt mal weg!

00:32:10: Auch der weiß das, da sind wir Gott sei Dank sehr ehrlich und offen und es ist auch ganz wichtig dass man da im Austausch bleibt und sich gegenseitig abholt.

00:32:18: weil was man natürlich nicht vergessen darf ist so schön Systeme auch sind ist das natürlich für ein Mitarbeiter erstmal alles neu und viel.

00:32:27: Also die Mitarbeiter innerhalb der Novak, die Strukturen.

00:32:31: ich befasse mich mit dem Unternehmen seit fünf Jahren.

00:32:34: Unsere Mitarbeiter ist das seit letztem Jahr November bekannt, für die ist das alles neu.

00:32:39: Und die meisten mit denen ich spreche oder eigentlich fast alle sind sehr positiv und verstehen auch die Beweggründe.

00:32:46: Die sind aus zumindest sagen sie es mir sehr froh dass ich weiterhin da bin und auch dass mein Onkel weiterhin dahin ist und fühlen sich auch weiterhin und das sind Sie ja auch in dieser Krypfamilie.

00:32:58: Wir haben natürlich jetzt gerade am Anfang sehr viel Umstellung, was das Thema angeht habe ich grade schon mal gesagt.

00:33:02: Das ist was wo man natürlich wirklich grade merkt dass es anstrengend, das ist für mich anstregend aber vor allem für die Mitarbeiter anstreggend.

00:33:10: Aber wenn man's dann drin hat, dann sehen sie auch die Vorteile.

00:33:14: Da muss man halt erstmal eben hinkommen und grundsätzlich ist aber die Stimmung weiterhin sehr gut und alle sind da gut angekommen und merken auch, dass wir im Alltag trotzdem einfach in unseren in unserem Bereich unterwegs sind und weiterhin so unterwegs sind wie vorher auch.

00:33:31: Ein paar Giveaways sage ich mal, ein paar Ed-Ons.

00:33:34: Entwickelt sich da auch so eine Art Wettbewerb?

00:33:37: So einen Ranking?

00:33:38: also weiß ich nicht.

00:33:39: wir können den Motor schneller reparieren als die in Kloppenburg.

00:33:44: Also es gibt im Verkaufen Ranking Tatsache wo auch da Schnittstellen usw.

00:33:48: müssen erstmal hergestellt werden ist es eher anders rum.

00:33:52: Du hast gerade gesagt, wir haben eine sehr große Werkstatt.

00:33:55: Ja Wir haben aber auch Gott sei Dank sehr viel zu tun und zum Teil dann auch einen Vorlauf von vier Wochen.

00:34:02: Und wenn wir dann ein Fall haben wo wir sagen Gerade im Hochwaldbereich ist das nun mal so, wenn wir da voll sind und da kommt jemand der liegen bleibt wo wir dann sagen okay.

00:34:12: Wir rufen mal eben in Mappen an.

00:34:13: Wir haben letzte Woche ein Auto nach Oldenburg gebracht zum Audi-Zentrum.

00:34:17: Das ist halt total cool wenn man sagen kann ich habe hier einen Kunden habt ihr vielleicht gerade Luft?

00:34:20: Wir bringen euch das.

00:34:21: dann ruf man bei der Logistik an.

00:34:23: Das ist auch super!

00:34:24: Wir haben eine hausinterne Logistikk.

00:34:26: Da rufst du an und sagst Hallo Ich hätte gerne das Auto von Norderln nach Oldsenburg Und das Auto war glaube ich am selben Tag noch in Oldenburger.

00:34:34: Es ist eher das Miteinander dann zu sagen, bevor man da ins Ranking geht.

00:34:38: Ich sehe das anders als mich ein anderer Typ.

00:34:40: Ich seh einfach nur die Vorteile zu sagen der Kunde wird bedient.

00:34:43: natürlich wollen wir am meisten bei uns behalten.

00:34:45: Das wäre ja auch gelogen.

00:34:46: Das war ja auch Quatsch.

00:34:47: auch ich bin natürlich an meinen Zahlen gemessen und unsere Kunden sollen bei uns bedient werden.

00:34:52: aber bevor er nachher zu lange warten muss, dann bediene ich mich lieber der anderen Standorte.

00:34:58: Ja

00:35:00: gut.

00:35:02: Wir haben das schon ein paar Mal jetzt angetippt.

00:35:03: Der ganze Markt verändert sich, nicht nur weil die Autos immer teurer werden sondern auch der Übergang zur Elektromobilität ja im Gange ist.

00:35:11: Also neulich hat ein Bekannter zu mir gesagt, wenn der Spritpreis an der Tankstelle über zwei Euro steigt dann haben wir gleich mehr Nachfrage.

00:35:19: das dann Leute in den Elektro-Ausbau haben wollen du nix?

00:35:22: Ist es bei euch auch so?

00:35:23: Ganz extrem jetzt als die SpritPreise so hoch wurden da hatten wir Gott sei Dank einen Bestand an gerade auch gebrauchten Elektrofahrzeugen.

00:35:33: Die sind gar nicht mehr auf dem Platz gekommen die wurden angeliefert und direkt weg.

00:35:36: also das war schon enorm.

00:35:38: Also die Nachfrage, die ist direkt umgeschlagen als das mit USA Iran anfing.

00:35:43: Das war in der nächsten Woche spürbar und unsere Elektroautos, die sich vorher im Gebrauchfragenmarkt schwergetan haben, die waren auf einmal alle weg und die, die wir nachgekauft haben, waren fünf, sechs, sieben Tausend Euro teurer auf einmal.

00:35:56: Unglaublich!

00:35:56: Ja es ist unglaublich aber es ist genauso.

00:35:59: Fachleute haben ja lange bemängelt dass Markt für gebrauchte Elektromobile schwer anläuft.

00:36:06: Das scheint damit ja jetzt ein Kick gekriegt zu haben.

00:36:08: dann,

00:36:09: ne?

00:36:10: Genau.

00:36:10: also ich würde sagen in erster Linie auch deshalb weil diese Neuwagenprämie die der staatlicherseits ausgelobt wird, die funktioniert auch nicht überall und von daher war der Gebrauch da einfach.

00:36:21: dann häufig das das einfachste Mittel der Wahl.

00:36:23: Ja und es sind ja auch nicht Uraltkisten, sondern das sind ja junge Gebrauchte die also durchaus noch up to date sind.

00:36:30: Das sind entweder Werksdienstwagen oder halt Leasingrückläufern.

00:36:35: Man hat auch Erfahrung so langsam damit.

00:36:37: am Anfang war das ja neu wir hatten nur Neuwagen.

00:36:40: jetzt haben wir hier auch die Erfahrungen und haben immer ein Batteriezertifikat dabei.

00:36:44: Die Fahrzeuge haben alle über neunzig in der Regel.

00:36:47: Also so im Schnitt würde ich mal sagen, fünfneinzig Prozent Batterie Kapazitäten nach drei oder vier Jahren und das ist ja sehr gut.

00:36:53: Ja also die größte Angst ist ja nur mal die Batterie?

00:36:56: Ja,

00:36:58: ehrlich gesagt verstehe es gar nicht.

00:36:59: aber das war von Anfang an dieses Damokless Schwert was über den Elektrofahrzeugen schwebte wenn sie gebraucht sind, wenn die paar Jahre alt sind dann funktioniert die Batterien nicht mehr richtig dass er inzwischen erwiesen ist, dass es gar nie stimmt Aber trotzdem ist das so in den Köpfen irgendwie noch drin.

00:37:15: Deswegen haben die gebrauchten sich so schwer getan oder generell die Elektromobilität sich schwergetan, weil jeder Kunde hat nur gehört bald kommen die Autos mit noch mehr Reichweite und sie können noch schneller laden.

00:37:24: Das ist aber eigentlich heute total uninteressant, weil das was die autos die heute auf dem Markt sind alle können das reicht für.

00:37:31: Achtundneunzig Prozent aller Nutzer

00:37:33: ja und manchmal muss man auch vielleicht sein Verhalten ein bisschen umstellen nicht.

00:37:36: also ich fahre jetzt seit einigen Jahren Elektroauto und wenn ich dann meine Tochterbesuche in Bielefeld oder im Braunschweicher, da muss ich zwischendurch mal eine Kaffeepause einlegen.

00:37:47: Wenn nicht dann laden musst.

00:37:49: Aber so schlimm ist das auch nicht und die dauert auch keine drei Stunden mehr diese Kaffeepause?

00:37:54: Also wenn man da einen Schnelllader irgendwo hat der ja auch übers Navi schon angezeigt wird, dann ist es in aller Regel kein Thema.

00:38:00: Ich war neulich auch in Hannover musste auf den Rückfahrt noch einmal tanken oder tanken.

00:38:07: Ja aber das war in einer Viertelstunde

00:38:08: gemacht.

00:38:11: Nun sind die Hersteller aber gerade in Deutschland immer noch so, also mit dem Verbrenner hat man jahrzehntelang Geld verdient und man möchte ihn ja nicht von heute auf morgen auslaufen lassen.

00:38:19: Also gibt es da auch noch einen gewissen Druck das er noch weiterhin verbrennerverkaufen soll?

00:38:26: Ich glaube auf Herstellebene ist es einfach so dass diese drei großen Märkte in der Welt total unterschiedlich... Bedient werden, also die Amerikaner stehen nach wie vor absolut auf Verbrenner.

00:38:36: Da ist Elektromobilität gar kein Thema wird aktuell auch gar nicht gefördert.

00:38:40: In China es ist genau umgekehrt.

00:38:42: da läuft die Elektromobilität richtig hoch.

00:38:44: jetzt hat man aber nicht die Werke in den richtigen Regionen stehen und insoweit ist das glaube ich eher das Herstellerthema.

00:38:53: Ja in Amerika je mehr Spritte verbraucht ist so besser.

00:38:56: Ich drill Baby Drill doch

00:38:57: der Präsident!

00:38:59: außer in Kalifornien, da ist alles anders.

00:39:01: Aber gut man hat ja gerade gemerkt dass Mercedes also mit einer ganz schnell auf Elektromobilität umschalten Strategie mehr oder weniger gescheitert ist.

00:39:14: jetzt drehen sie wieder zurück.

00:39:15: bei Porsche ist sowas ähnliches wie es ist bei VW.

00:39:20: Also VW gehört ja zu den ist der zweitgrößte Hersteller der Welt und als Konzern glaube ich, müssen die alles bedienen.

00:39:27: Die können nicht sagen wir machen nur noch Elektromobilität oder nur noch Verbrenner.

00:39:31: Die wollen ja auch in Südamerika Autos verkaufen wo gar keine Ladesäule steht.

00:39:34: wie soll das funktionieren?

00:39:36: Hier in Deutschland haben wir das vielleicht schon so mal mittelmäßig für europäische Verhältnisse ausgebaut.

00:39:41: andere Länder wie Norwegen oder Niederlande sind dann natürlich vorne weg, die etwas kleineren Länder, die da entschlussfreudiger sind.

00:39:48: und PV als Hersteller muss aber natürlich den Weltmarkt bedienen.

00:39:52: und da kann man nicht sagen, wir machen nur noch das eine.

00:39:55: Dann ist man entweder bald weg oder jetzt schon weg?

00:39:58: Ja.

00:40:00: Das sehen wie ich bei euch so der Anteil Elektroverkäufer.

00:40:03: Wir sind so bei twenty-fünf Prozent eher tendenziell steigend.

00:40:06: Also ich denke, ich weiß jetzt noch nicht ... Ich habe die Zahlen von diesem Jahr könnte ich dir gerade aus dem Kopf nicht sagen aber... ...twünftundzwanzig bis dreißig Prozent war es die letzten Jahre

00:40:14: ja.

00:40:15: Also das geht doch langsam nach oben?

00:40:17: Genau man darf natürlich nicht vergessen wir haben ja auch Volkswagen Nutzfahrzeuge bei uns im Portfolio und ja wir haben da den ID Bus Wir kommen ja gerade in diesem Jahr auch sehr viel elektrisch, der elektrische Transporter.

00:40:28: Das hatten wir die letzten Jahre noch nicht.

00:40:30: und gerade in dem Nutzfahrzeugbereich wenn es dann um Zuladungen, um Zugfähigkeit usw.

00:40:36: Zuglast geht da ist man auf den Verbrennern angewiesen.

00:40:40: Also die ganzen Bauunternehmen, also diese klassischen Doppelkabinen, Pritzenfahrzeuge haben... Genau!

00:40:45: Die sind alle Verbrenners.

00:40:47: Es gibt die elektrische Nutzahrzeuge bietet das an bis auf den ... Craft, da kriegt man auf Transporter-Ebene bekommt man alles elektrisch.

00:40:56: Und es gibt auch schon viele Handwerker die das nutzen oder ... ... Versorgungsbetriebe, regionale Versorgung Betriebe... ...die da vielleicht elektrischer noch mehr unterwegs sind und für die funktioniert das auch.

00:41:07: aber gerade die die auch viel Strecke fahren oder halt viel Zuladungen haben dann muss man eben nochmal ganz anders beraten und da ist es dann oftmals doch der Verbrenner und das fällt natürlich in diesen Durchschnitt mit

00:41:18: rein.".

00:41:19: Wie international seid ihr denn?

00:41:21: Wir sind ja hier nun eine Grenzregion, ich kann mir vorstellen für euch als Autoverkäufer muss man auch mal gucken was ist im Nachbarland los.

00:41:29: Tatsache ganz wenig.

00:41:31: also gerade Neuwagen lohnt sich fast gar nicht nach Holland zu verkaufen weil da die Luxusteuer in Holland wieder haben und dann passt das Preisgefüge nicht.

00:41:39: Im Neuwagenbereich sind wir vielleicht mal ein woanders aber eigentlich fast zu hundert Prozent in Deutschland.

00:41:48: Das muss man sagen Im Gebrauchtwagenbereich vielleicht nochmal.

00:41:52: Aber im Fahrzeugbereich sind wir da nicht so stark, muss ich sagen also das bleibt eigentlich viel in Deutschland, vielleicht mal der eine oder andere aber sonst nicht.

00:42:01: Im Teilebereich sieht es dann wieder anders aus.

00:42:03: Also wir versorgen viele freie Werkstätten mit Ersatzteilen, also Originalteilen und da geht wirklich auch, ja ich würde mal sagen, siebzig Prozent nach Holland.

00:42:14: In die Niederlande!

00:42:18: Das sieht tatsächlich bei uns auch insgesamt so aus.

00:42:20: Wir haben schon mal über hundert Neuwagen pro Jahr nach Holland verkauft, dann war die Förderkulisse da aber einfach total anders als bei uns und die hatten dann einen Mangel an elektrischen Fahrzeugen Und wir hatten welche, die hier keiner kaufen wollte.

00:42:32: Aber das geht dann wirklich von Hundert auch wieder runter auf Null.

00:42:37: Wir haben ganz zu Anfang schon mal angetippt dass die Nova-Gruppe nicht nur Volkswagen verkauft.

00:42:44: Ihr habt also noch andere Hersteller europäische oder auch asiatische?

00:42:49: Sowohl als auch,

00:42:50: also

00:42:51: mit Mazda und mit Hyundai.

00:42:54: Ein Japaner und ein Koreaner und mit Ford einen Amerikaner.

00:42:58: manchen nennen es amerikaner andere würden jetzt Europäer sein weil das fortweg in Köln steht.

00:43:04: Und insbesondere Ford haben wir auch wegen der Nutzfahrzeuge machen wollen die sich da einfach gut entwickelt haben in den letzten Jahren und dass für uns eine gute Ergänzung ist.

00:43:15: Ja, Ford und VW kooperieren ja auch im Nutzfahrzeugsektor.

00:43:20: Immer stärker.

00:43:22: Der neue Transporter kommt aus der Türkei und ist eigentlich in Ford wenn ich das richtig weiß.

00:43:26: Er ist ein VW weil ein Vw-Logo drauf ist.

00:43:30: Also jetzt habe ich

00:43:31: es auch bestanden.

00:43:36: Aber die Chinesen bauen auch Autos und wie man hört sogar ganz gute Autos.

00:43:42: merkt ihr das schon?

00:43:45: Zunehmend würde ich sagen, ja.

00:43:47: Die

00:43:47: suchen ja auch Vertriebspartner in Deutschland?

00:43:49: Ja richtig genau.

00:43:51: Das wäre natürlich fahrlässig wenn wir uns damit gar nicht beschäftigen.

00:43:54: andererseits ist es aber auch nicht so dass wir aktuell jetzt schon irgendwas verkünden könnten oder so.

00:44:01: also man sieht auch in der Grafschaft schon die ersten chinesischen Autos.

00:44:04: Ich bin ganz erstaunt und wir haben sogar schon Händler für chinesische Autos hier.

00:44:10: Also die gehen sehr unterschiedlich vor, diese Marken aus China.

00:44:13: Man merkt manche setzen richtig auf Menge also auch Menge an Händlern.

00:44:17: wo man sich dann überlegen muss naja sind die Zielmarktanteile so dass man so viele Händler braucht denn irgendwo muss es für uns ja auch ein Geschäft bleiben.

00:44:24: Es wird ohnehin schwierig genug die nächsten Jahre in der Branche und wenn man jetzt noch große Investitionen tätigt in Marken wo man vielleicht keinen Return hat Dann ist das schwierig so eine Entscheidung.

00:44:36: Andererseits gibt es andere Marken die vielleicht etwas kleiner sind ihnen vernünftiges Konzept bieten.

00:44:41: Aber umgekehrt, man nicht weiß bleiben die dauerhaft weil laut den Prognosen werden es nur zwei drei Chinesen in Deutschland überleben?

00:44:47: Ja überhaupt auch in China überleben.

00:44:50: Die Konzerne, die sich da alle gegenseitig in China mit Preisen unterbieten, die aber alle irgendwo nur wegen staatlicher Subventionierung überhaupt an den Markt gekommen sind.

00:45:01: Da vermutet man ja dass sie selbst in China irgendwann eine große Marktbereinigung erleben werden.

00:45:06: Das ist zumindest so die Prognose.

00:45:08: Und dann darf man ja wahrscheinlich als Vertriebspartner in Deutschland nicht aufs falsche Pferd setzen.

00:45:12: Andererseits, wenn man zu spät kommt sind die Dinge schon vergeben.

00:45:15: das auch nicht so einfach.

00:45:16: Genau!

00:45:17: Das ist die Abwägung, der auch einfach so stattfindet.

00:45:21: Da schließt sich für mich die Frage an Quo Vadis-Norweg Gruppe?

00:45:25: Wohin geht's?

00:45:26: Schauen wir mal nach Kaiser Franzi.

00:45:28: Siebzehnte und achtzente Standort wie viel werden es denn im fünf Jahren sein?

00:45:33: also ich glaube Das Standortbewachstum gar nicht mehr so stattfinden wird.

00:45:40: Natürlich kann das passieren, dass irgendwo eine Möglichkeit sich auftut.

00:45:43: Das weiß man manchmal vorher gar nicht.

00:45:45: So ist es ja im Leben und glaube, dass wir als NUVOG vernünftig aufgestellt sind.

00:45:50: Wir haben ein ordentliches Gebiet, das wir bearbeiten dürfen und die letzten beiden Landkreise in denen keine Gruppe vertreten waren – das war der Landkreis Kloppenburg und die Grafschaft hier Da wollten wir unbedingt Fuß fassen, was wir zum Glück ja auch geschafft haben.

00:46:07: Aber wenn wir jetzt irgendwie wachsen wollten dann müssten wir über andere Gruppen hinweg springen sozusagen wie Sänger oder wie Starke oder Schmidt und Koch.

00:46:15: Die sind ... Sänger ist sogar deutlich größer als wir aber Starke und Schmidt und Koch kann man jetzt mal mit uns vergleichen mit Herrn Nowak und die haben ihre Gebiete dort und ja... Wenn wir dort jetzt wachsen wollen in Standorten, müssten mir irgendwo noch weiter weg und dann wird das mit den Synergien auch schon wieder schwieriger.

00:46:30: also glaube ich eher, dass man tatsächlich mit weiteren Marken das bessere Vorhaben hat.

00:46:37: Denn die Werkstattthematik hatten wir eben ja auch schon angesprochen und wenn die Werkstadt irgendwann Lehrer wird dazu gibt es verschiedene Prognosen, die durch Norwegen oder ähnliche Länder vorgezeichnet sind wie die Rückgänge sind.

00:46:51: Und wenn man dann neue Marken zumindest im Service bedienen kann und gesamtheitlich aus der Gruppe auch im Vertrieb hat, dann glaube ich, kann man da auch nochmal Vorteile schaffen.

00:46:59: Also die Novak-Familie soll auch eine Familie bleiben und kein Konzern werden.

00:47:03: Nee, also nicht Überstandwortwachstum!

00:47:07: Ja schön.

00:47:09: Ganz zu Anfang hatte ich die Frage nach dem Familienbetrieb der als solitär da ist gestellt.

00:47:14: Ist es nicht mehr so aktuell?

00:47:15: Nicht mehr so überlebensfähig?

00:47:17: Stellt die Frage jetzt einfach nochmal.

00:47:19: Christine wenn ihr jetzt nicht da eingestiegen wird dann hättet ihr keine große Zukunft mehr gehabt.

00:47:26: oder wie schätzt du das ein?

00:47:28: Ich würde das nicht komplett ausschließen, weil wir natürlich auch sowieso schon zusammenarbeiten hatten.

00:47:35: Man guckt trotzdem dass man auch wenn wir jetzt alleine geblieben wären dann hätten wir trotzdem auf verschiedenen Ebenen geschaut wo kann man mit wem zusammen arbeiten ohne einen Zusammenschluss heranzuführen?

00:47:47: Ja ich kann es dir nicht sagen aber meine Aussage ist eher zu sagen ich gehe diesen Weg und für mich war's der richtige Weg und deswegen brauche ich mir die Gedanken Gott sei Dank überhaupt nicht machen.

00:47:58: Ich glaube, ich würde das auch nicht so ausdrücklich stehen lassen.

00:48:01: Also ich glaube man kann schon als Einzelbetrieb nach wie vor überleben aber das ist halt mit sehr viel Einsatz verbunden und man hat immer die Gefahr dass andere Lösungen schaffen und technologische Sachen aufbieten ja die einen dann doch irgendwie überholen und dir auch die Kunden letztendlich von einem weg holen.

00:48:20: Also ich habe jetzt eins gelernt im Gespräch mit euch beiden, dass so ein Auto-Händler wie wir ihn vielleicht vor dreißig Jahren kannten den gibt es gar nicht mehr.

00:48:29: und es geht ja nicht nur um Autos sondern es geht auch um Dienstleistungen also nicht nur Umwerkstattdienstleistung sondern vor allem um Finanzdienst Leistung.

00:48:37: Und da muss man gut aufgestellt sein.

00:48:39: das hab' ich so gelernt jetzt bei euch.

00:48:43: Vielleicht steht dann irgendwann auch ein chinesisches Auto zum Verkauf im Ausstellungsraum von Krypt.

00:48:49: Das weiß man heute noch nicht, da muss man offen dafür sein wie die Marktentwicklung so ist.

00:48:57: aber die großen Schwierigkeiten, die die deutsche Automobilindustrie im Moment hat, die heftig diskutiert werden, die werden auf jeden Fall dazu führen dass das nicht mehr die Leitbranche der gesamten deutschen Wirtschaftsein wird glaube ich also sich noch nicht so ganz durchgesetzt, die Erkenntnis aber dass da massive Veränderungen in der Herstellerwelt entstehen.

00:49:20: Das glaube ich merken die Menschen inzwischen und was das für die Händler bedeutet?

00:49:26: Und das müsst ihr mir jetzt sagen

00:49:30: also dass wir glaube hier nicht mehr so viele Autos fertigen werden wie vor einigen Jahren.

00:49:35: Das ist glaube ich sicher.

00:49:37: Ich habe gelesen, dass die Arbeitskosten in Ungarn die Gesamtkosten dort dreißig Prozent nur betragen von dem wie es in Deutschland ist und dadurch, dass die auch in der EU sind.

00:49:46: Und wenn's da so große Unterschiede gibt werden die Hersteller wahrscheinlich Tendenzen haben, da wieder Kapazitäten noch aufzubauen.

00:49:54: Wie gesagt für uns ist das Thema dabei einfach, dass wir natürlich dann im Neuwein-Geschäft und im Ersatzteilgeschäft – das sind ja die beiden Dinge, die wir beziehen vom Hersteler – aufpassen müssen, dass wird er trotzdem noch an die Bonetopfe kommen.

00:50:10: Abschlussfrage, Christine.

00:50:11: Euer Unternehmen besteht, du führst das in der vierten Generation.

00:50:15: Gibts was in zwanzig Jahren noch?

00:50:17: Ja, ich würde es auf jeden Fall geben ob das genauso sein wird wie jetzt.

00:50:20: Es wird sich bestimmt weiterentwickeln aber es wird's auf jedenfall geben.

00:50:24: Das ist eine schöne, schöne Bilanz.

00:50:28: Vielen Dank!

00:50:30: Liebe Zürer, wir sind schon wieder am Ende unseres Gesprächs und damit vielen herzlichen Dank an meine beiden Gesprächspartner Christian Krüpp und Stefan Schwarte.

00:50:38: Das war toll hier mit euch!

00:50:40: Ich hoffe das waren ein bisschen die Schwierigkeiten und auch die Perspektiven der Automobil-Szene, der Handelsszene beleuchtet haben.

00:50:49: Vielen Dank auch an Sie liebe Hörerinnen und Hörern.

00:50:52: Wenn Ihnen diese Episode gefallen hat dann folgen sie doch gerne Chef Sachen in Ihrer Podcast App.

00:50:56: Neue Episionen.

00:50:58: Episoden erscheinen etwa alle vier Wochen auf GN Online und auch überall dort, wo es Podcasts zu hören gibt.

00:51:05: Also hören Sie gerne wieder rein bei Chef-Sachen und damit Tschüss bis zum nächsten Mal hier.

00:51:09: Rolf Masseling

00:51:12: Das war Chef Sachen der Wirtschaftspodcast, der Graschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung Graschaft Bentheim.

00:51:19: Neue Folgen finden sie überall da, wo's Podcasts gibt.

00:51:22: Interessante Geschichten und Reportagen aus der Region lesen sie auch im Magazin GN Insider Wirtschaft.

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