Heimisches Erdgas: Warum die Grafschaft für Neptune Energy so wichtig ist – mit Dr. Andreas Scheck
Shownotes
Was bedeuten Erdöl und Erdgas heute noch für die Grafschaft Bentheim? Darüber spricht Rolf Masselink mit Dr. Andreas Scheck, Geschäftsführer der Neptune Energy Deutschland GmbH. Im Gespräch geht es unter anderem um das abgeschlossene Bohrprojekt „Adorf-Karbon“, die Bedeutung der Grafschaft für Neptune Energy und die Sorgen von Grafschafter Landwirtinnen und Landwirten im Hinblick auf ihre Flächen.
Seit rund 80 Jahren wird in der Grafschaft Bentheim nach Öl und Gas gebohrt. Mit sechs neuen Bohrungen bei Hoogstede und Georgsdorf und einer Investition von rund 230 Millionen Euro hat Neptune Energy zuletzt eine bereits seit den 1960er-Jahren bekannte Erdgaslagerstätte erschlossen. Heute deckt das Erdgasfeld „Adorf-Karbon" fast die Hälfte der gesamten deutschen Erdgasproduktion des Energieunternehmens ab und versorgt nach Unternehmensangaben umgerechnet 300.000 Haushalte mit regionalem Erdgas. Die Region ist für das Unternehmen der mit Abstand wichtigste Standort in Deutschland: Rund 190 der insgesamt 460 Mitarbeitenden arbeiten hier, zusammen mit dem Emsland liefert der „District West“ 60 Prozent der gesamten deutschlandweiten Produktion.
Wie lange lässt sich die Erdgasförderung in der Grafschaft Bentheim noch wirtschaftlich fortsetzen? Wie geht Neptune Energy mit Sorgen von Grafschafter Landwirtinnen und Landwirten um? Und was bleibt vom Rückbau alter Bohrstellen übrig? Antworten gibt es in der neunten Episode der dritten Staffel von „Chefsache(n)“, dem Wirtschaftspodcast von den Grafschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Chefsachen, der Wirtschaftspodcast, der Grafschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung.
00:00:07: Mit Räufmasserlinge und Gästen aus der Region.
00:00:13: Gold aus der Tiefe oder welche Bedeutung haben Erdüttel- und Erdgas heute für die Grafschaft Bentheim?
00:00:20: Darüber möchte ich heute sprechen mit Dr.
00:00:22: Andreas Schek dem Geschäftsführer des Energieunternehmens Neptune Energy Deutschland GmbH – hoffentlich habe ich das richtig gesagt!
00:00:30: Und damit ganz herzlich willkommen liebe Zuhörer zur Neuen Folge von Chefsachen.
00:00:35: Und herzlich willkommen, Dr.
00:00:37: Scheck.
00:00:37: schön dass das geklappt hat!
00:00:39: Ja wir müssen gleich anfangen mal mit so ein paar Namen also Doktor Andreas Scheck Geschäftsführer des Energieunternehmens Neptune Energy Deutschland.
00:00:53: Das ist wichtig.
00:00:53: der Zusatz habe ich richtig verstanden?
00:00:55: ja genau wie hängt das zusammen?
00:00:59: Das hängt damit zusammen dass wir im Jahr die Unternehmen der Enchi weltweit gekauft haben und unsere gesamten operativen Betriebe sind in der Neptune Energy Deutschland GmbH.
00:01:15: Sind da drinnen.
00:01:16: das Headquarter selbst, das spricht unserer Zentrale, die jetzt in Hannover ist, ist in der Gmbh und Coca-G also Neptune Energy Gmbha und Coca G und die sitzt dann oben darüber.
00:01:28: Dann haben wir noch eine Dritte Firma.
00:01:29: Vielleicht kommen wir da heute auch noch auf das Gespräch.
00:01:31: Da geht es um das Lithium, die heißt dann Neptune Energy Innovations und das ist eine Schwesterfirma zur Neptune Energy Deutschland GmbH.
00:01:38: Und Sie sagen so von Angie gekauft?
00:01:41: Angie ist nicht Ihre Freundin sondern ist auch ein Unternehmen...
00:01:45: Genau!
00:01:45: Ich bin französisches Unternehmen, Vorgängerfirma gewesen und die Neptune hat im Zuge einer Übernahme alle weltweiten Assets von Angie aufgekauft gehabt und das war ja dann im Jahr zwei.
00:01:58: Tausend Acht sind dann abgeschlossen.
00:02:01: Also Angie ist ein französischer Konzern, glaube ich und Neptune also bei Neptune da denkt man ja an den Meeresgott, an dem Gott der Flüsse und Seen aber nicht unbedingt an einen Bohrunternehmen was in die Ergrabschaft tätig ist.
00:02:16: Wie kommt denn dieser Nahemann
00:02:17: zustande?
00:02:18: Also ich glaub der Gründe der Firma Sam Ledler hat das selbst entwickelt gehabt und es ist glaube ich entstanden In dem Zuge der Übernahme der Firma ENGIE, dass das der Namen sein wird und auch das Logo wenn man sich das anguckt mit dem Dreizack obendrauf.
00:02:36: Also diese Relation wie Sie es gerade gesagt haben ist wirklich da.
00:02:39: Aber Neptune war glaube ich ein britisches Unternehmen was also hauptsächlich im Offshorebereich tätig war.
00:02:47: Genau, das ist richtig.
00:02:48: Hauptsächlich im Offshore-Bereich tätig gewesen in Großbritannien, in Norwegen, in den Niederlanden und Onshore waren wir dann noch in Algerien und auch in Ägypten.
00:03:00: Offshore war dann auch noch in Indonesien.
00:03:03: aber das war dann letztendlich die Spannbreite des Neptune Konzerns bis vor zwei Jahren.
00:03:11: So nun ist es aus dem Jahr die Neptune Deutschland.
00:03:15: Zumindest zwei der drei Gesellschaften sind da entstanden.
00:03:18: und Doktor Andreas Schäck, der Geschäftsführer.
00:03:22: Wer ist Doktor Andréas Schäk?
00:03:24: Man hört schon ein bisschen am Dialekt, dass sie nicht von hier stammt.
00:03:28: Nein das tue ich nicht!
00:03:29: Ich bin gebürtiger Österreicher, bin aber mittlerweile jetzt dreißig Jahre im Ölung-Gast-Geschäft tätig.
00:03:36: Ich habe auch vor dreißzig Jahren in der Grafschaft begonnen zu arbeiten Und zwar für das Unternehmen Wendershalt.
00:03:42: Das war mein erster Arbeitgeber auch, da war ich insgesamt zwanzig Jahre und mein Erster Job hat mich in die Grafschaft nach Emlichheim beschlagen gehabt und da war von sixundneunzig bis achtundneutzig dann in der Grafschaft auch hier saßhaft.
00:03:54: Ach so, also in Österreich studiert, in Österreich geboren und in der Grafshop Bandtime den ersten Job gehabt.
00:04:00: Ist das normal in der Branche?
00:04:02: Naja dass man vielleicht woanders mal mehr hingeht, das ist normal glaube ich in der Pranche und man kann auch viel rum.
00:04:10: Das ist bei mir jetzt die Grafschaft gewesen, das war sehr schön, es wäre eine sehr schöne Erfahrung aber hätte ja auch was anderes sein können.
00:04:17: Zu dem Zeitpunkt war's halt für mich der Job und ne, wir haben, denke heute noch immer gerne dran!
00:04:23: Gut, nun sind sie aber bei Neptune Energy in der Führungsposition und Neptune Energy hat in der Grafschaft ja gerade ein sehr großes Projekt abgeschlossen.
00:04:31: Nämlich diese Bohrungen, sechs Sins glaube ich insgesamt im Feld.
00:04:37: Ardorf-Karbon ist auch eine schöne Bezeichnung.
00:04:39: Erzählen Sie mal kurz was Sie da eigentlich gemacht haben?
00:04:42: Was haben wir dann gemacht?
00:04:43: Wir haben im Jahr twohntausend neunzehn eine Lagerstätte die man eigentlich schon aus den sechziger Jahren kennt Mit der ersten oder mit einer weiteren Erkundungsbohrung noch mal versucht, aufzuschließen.
00:04:56: Das ist uns mit der Adolf Z-Fünfzehn in Bad Hunatik.
00:04:59: Ist uns das auch ganz gut gelungen?
00:05:01: Wir haben dann im Nachgang Weißengute erfolgt und war dann auch die Adolf zsehntzehn Geburt von diesem gleichen Platz aus.
00:05:07: Und so hat die ganze Geschichte angefangen.
00:05:09: Es ging dann weiter mit insgesamt vier weiteren Bohrungen, wobei wir die haben auf zwei verschiedenen Clusterplätzen abgetäuft.
00:05:16: Das eine ist das Adolf Z-Zipsen und der Z-Achzen.
00:05:21: Jetzt erst vor kurzem haben wir die Z-Ninzen noch gemacht.
00:05:24: War das von Anfang an klar, dass da sechs Bohrung werden?
00:05:28: Ne, es war nicht ganz klar dass es sechs Bohrungen werden.
00:05:31: Aber wir haben zuerst mal im Westen der Lagerstätte begonnen also Adolf Z-V, Z-VI steht auf der westlichen Seite.
00:05:37: Das müssen wir auch noch einmal mit den Begriffen.
00:05:39: Es heißt immer Adolf aber das ist gar nicht ein Adolf.
00:05:41: die erste Bohrung war in Bad Horn.
00:05:42: Das
00:05:42: stimmt ja genau!
00:05:44: Also das verstehe ich auch wenn ich ganz wie diese Begrifflichkeiten zustande kam.
00:05:48: Das hängt
00:05:48: mit dem Struktur zusammen weil die Struktur so heißt und bei die Bewilligung dann auch so geheißen.
00:05:53: Also die Struktur
00:05:54: im Untergrund?
00:05:54: Ja
00:05:55: genau, wir haben die geologische Struktur.
00:05:56: Die geologischen Struktur am Untergrund genauso natürlich wie die Bewilligung in der.
00:06:01: dann diese Lagerstätte dann wo wir das Recht haben dann die Kohlenwasserstoffe zu fördern die heißt auch so.
00:06:08: deswegen ist es so und nicht unbedingt wo man denn den Urplatz baut.
00:06:13: Also in Bad Moran hat's angefangen mit den ersten beiden Bohrungen.
00:06:17: ja die waren Hoffnungsvoll, dass man weiter bohren wollte.
00:06:21: oder wie kam das dann?
00:06:22: Ja
00:06:23: absolut.
00:06:24: Die ersten beiden Bohrungen waren richtig erfolgreich.
00:06:26: Man ist dann auf die ganz östliche Seite der Struktur gegangen um zu gucken okay wie weit östlich rüber wird sich die Lagestätte ausdehnen.
00:06:35: aber dann Torf ab pur Weg in Georgsdorf.
00:06:39: dann den die Bohrung Adolf Z-septzin und Z-Achzin abgetäuft.
00:06:43: Die waren auch erfolgreich.
00:06:45: Und ja, dann zum Schluss hat man sich genau in die Mitte reingestellt mit dem Clusterplatz Drei.
00:06:49: Wo die Adolf Z-Ninzen und die Adolph Z-Zwanzig jetzt produzieren ist eigentlich in der Mitte drinnen
00:06:54: zwischen den beiden.
00:06:55: Ja, dann ging es richtig ab.
00:06:57: also mittlerweile fördern wir so sechzigtausend Kubikmeter Gas am Tag in der Stunde Entschuldigung.
00:07:02: In der Stunde?
00:07:03: Aus
00:07:04: allen
00:07:04: sechs zusammen oder?
00:07:05: Aus allem sechs zusammen ungefähr sechzigtausende Kubikmetern das reicht für dreihundert Tausend Haushalte für Gasversorgung.
00:07:13: Ja, also schon ganz schön.
00:07:14: Und das Gas bleibt dann auch hier in der Region.
00:07:16: oder wo landet das?
00:07:18: Ja, sowohl als auch.
00:07:20: Also wir haben zwei Abgabewege.
00:07:22: Das eine ist wenn wir es nach Frenzwegen schicken in Frenswegen bleibt das dann wirklich hier im lokalen Markt?
00:07:27: Auch
00:07:28: also in Fremdswegen ist eine große Verteilstation.
00:07:30: In Frennswig ist die große Vertalstation und da geht's dann quasi in das normale Netzwerk rein das Lokale.
00:07:36: Ich muss
00:07:36: so Experten wie Sie immer so ein bisschen runterbremsen dass auch der der nicht aus der Erdöl-Erdgasbranche kommt Einigermaßen weiß worüber wir sprechen.
00:07:45: ja Und der Rest des Gases gibt geht nach Rullt, der übergeben Star oder die Erdgasse Münster gibt es dann hier in den Nuweger und von da aus geht's dann wieder in eine größere Fernleitung rein.
00:07:56: Aber im Großen und Ganzen bleibt das hier in der Region ist man im besten Deutschlands.
00:08:02: Also gerade vor dem gegenwärtigen Hintergrund, wo kommt das Gas in Deutschland her?
00:08:07: Durchaus ne interessante Perspektive dass nicht alles Gas als LNG aus USA kommt oder sonstwoher sondern ein Teil des Gasverbrauchs auch im Inland gewonnen werden kann.
00:08:20: Sagen Sie noch mal kurz was zu diesen Bohrungen?
00:08:22: Sie haben gesagt, das war in den Sechzigerjahren schon entdeckt worden dieses Feld.
00:08:26: Warum haben sie denn so lange erwartet bis ihr es angebohrt habt?
00:08:28: Man hat nicht die Technologie gehabt.
00:08:30: also da sind ja dichte Sandsteine wir reden hier vom Carbon Sind sehr dichte Sandsteine.
00:08:36: Man hat ja zu dieser Zeit noch nicht die richtige Technologie gehabt, hier auch mit Dramaträgerschonen zu bohren wenn man mit der Bohrspulung reingeht und deswegen bei der Zufluss eigentlich immer zu wenig.
00:08:46: in der Vergangenheit also die ersten Bohrungen die man gemacht hat haben zwar das Gas gesehen aber die Zuflußraten haben nicht ausgereicht.
00:08:53: Das haben wir jetzt anders gemacht.
00:08:55: Machen wir ein bisschen Geologie.
00:08:56: Also Sandstein haben sie gesagt ist für mich erst mal so wie ich in Bentheim kenne an der Oberfläche Hellbrauner Becherstein.
00:09:04: Ja, aber wo ist denn da das Gas?
00:09:07: Das Gas sitzt immer zwischen den einzelnen Körnern in diesem Porenraum drinnen und je tiefer sie in die Lagerstätte also in die Erde reingehen umso geringer wird die Porosität.
00:09:18: Also der Bentheimer Sandstein, den wir von der Ölförderung kennen hat eine relativ hohe Porositet.
00:09:22: Der liegt ja auch nur bei ein paar Hundert Meter Tiefe.
00:09:25: Wir reden beim Out of Carbon von Sandsteinen aus der Carbonzeit Die liegen aber bei dreieinhalb Tausend Meter tiefe.
00:09:33: Das heißt, diese Porosität wie das genannt wird also diese kleinen Hohlräume zwischen den einzelnen Sandkörnern ist weniger ihr Tiefer sie in die Erde reingehen.
00:09:43: Trotzdem haben Sie da eine sehr reiche Lagerstätte gefunden?
00:09:47: Ja!
00:09:48: Und die haben Sie also sagen Sie damals zwar schon gewusst in den Sechzigern Aber noch nicht anbohren können weil es nicht wirtschaftlich war.
00:09:54: Weil ich genug rauskam sag' ich mal jetzt kommt aber genug raus.
00:09:57: Was machen Sie denn heute anders als damals?
00:10:00: Wir haben Träger schon in die Spülung,
00:10:02: d.h.,
00:10:02: wir machen das heute mit anderen Spülungen.
00:10:05: Früher hat man viele Beschwerungsmittel-Training gehabt in der Spülkung und da hat man einfach die Poren verkleistert sozusagen.
00:10:13: Jetzt ist ja wieder der Fachmann immer was für eine SpülUNG!
00:10:15: Wir reden doch von Bohrmeißel, der in die Erde geht.
00:10:18: Bohr Meißl geht in die Erde rein.
00:10:20: aber gleichzeitig braucht man natürlich auch die Spüllung um das Bohr klein, dass durch den Meißel erzeugt wird dann auch wieder nach oben zu bringen und um das Boarloch stabil zu halten.
00:10:30: Da hat man heute andere Möglichkeiten als man das vor fünfzig sechzig Jahren hatte.
00:10:35: Und ja, das haben wir uns wirklich auch zur Nutze gemacht.
00:10:38: Wir haben heute auch vielleicht andere Vorstellungen wie es denn da unten im Untergrund aussieht?
00:10:43: Wir hatten noch die Möglichkeit drei D-Sites mit dazu machen.
00:10:46: also Es hat alles geholfen und man ist mit den Jahren oder mit den Jahrzehnten kann man eigentlich sagen auch immer ein bisschen glüger geworden im Vergleich mit dem, wie man sie vielleicht vor sechszig Jahren vorgestellt hatte.
00:10:57: Ja und Sie bohren auch nicht so wie ich mir das als Live-Vorsteller einfach gerade runter sondern Sie bohn um die Kurve sozusagen?
00:11:03: Ja genau wir bohnen um die kurve.
00:11:05: Die meisten Bohrungen jetzt in Ardorf haben so eine J shape heißt das hier also sieht aus wie ein J. Also wir fangen erstmal gerade an, gehen erst mal gerade in den Boden rein und irgendwo bei zweitausend Meter fangen wir dann an langsam Neigung aufzubauen.
00:11:21: Manchmal ändern wie auch die Richtung.
00:11:22: also das heißt der Arzimutschwenk dass sich die Bohrung noch einmal in der Richtung ändert.
00:11:29: Das haben wir beim Großteil der Sechs Adolf-Bogen genauso gemacht.
00:11:33: Wir
00:11:34: zählen es bei der Seventeen Achtzehn
00:11:36: An die Stellen kommen wo sozusagen am meisten raus kommt Genau.
00:11:39: Und müssen dann das Gas da hochpumpen oder kommt es von alleine?
00:11:43: Das Gas steht unter Druck in der Erde, wenn sie bei dreieinhalb Tausend Meter sind, dann werden Sie ungefähr dreihundert paar Druck haben und durch diesen Druck kommt das Gas von selbst nach oben.
00:11:59: Da brauchen wir nichts.
00:12:00: beim Öl zum Beispiel müssen Sie ja Pumpen einbauen ist beim Gas nicht erforderlich.
00:12:05: nein
00:12:06: Gut.
00:12:06: Und jetzt haben Sie gesagt, sechzig Tausend Kubikmeter pro Stunde und es ist eine Menge Gas also zumindest für einen Leinen.
00:12:11: Also kann man sich die Menge gar nicht vorstellen.
00:12:14: trotzdem ist das aber ja wenn man den deutschen Gesamtgasverbrauch so sieht dann verschwinden kleine
00:12:19: menge.
00:12:20: Ja, das ist es.
00:12:20: Das muss man echt sagen!
00:12:22: Also wenn Sie gucken der deutsche Gasverbrauch liegt so bei um vierundachtzig-fünfundachtzig Milliarden Kubikmeter Gase im Jahr.
00:12:31: die gesamte Öl und Gasindustrie, die in Deutschland noch tätig ist, produziert ungefähr vierenhalb Milliarden davon.
00:12:37: Ich sage mal da sind fünf Prozent.
00:12:41: Der Rest wird alles importiert, entweder kommt es über Pipeline von Norwegen oder wie Sie vorhin schon sagten hier LNG ins Wetter aus den Vereinigten Staaten oder anderswo her.
00:12:51: Aber das hat sich mir jetzt so eingespielt.
00:12:56: Sie sagten gerade fünf Prozent des Verbrauchs wird im Inland gefördert.
00:12:59: Es war schon mal mehr ne?
00:13:00: Es war schon mal mehr, wenn wir so von zwanzig Jahre zurückdenken da waren wir bei zwanzi Prozent.
00:13:06: Da war der Verbrauch auch noch höher also beim Verbraucher hier in Deutschland bei einhundert Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr und zwanziger Milliarden hatten wir zu dem Zeitpunkt selbst produziert gehabt.
00:13:17: es liegt aber schon bisschen weiter zurück.
00:13:20: das war so Normale.
00:13:22: Ende der Achtzige, Anfang der Neunzigerjahre hatten wir diese Zahlen hier in Deutschland gehabt.
00:13:27: Und zu dem ist es nach unten gegangen?
00:13:29: Ja
00:13:29: also der Verbrauch ist nach unten gegangen aber die Inlandsförderung ist noch stärker nach unten gegangen.
00:13:34: Also
00:13:34: sind die Felder hier in Deutland erschöpft.
00:13:36: oder woran liegt das?
00:13:39: Ja, es hat mehrere Tendenzen gegeben.
00:13:41: Es ist natürlich auch immer so gewesen dass die Öl- und die Gasindustrie nicht immer und nicht überall gerne gesehen wurde.
00:13:48: also das war an verschiedenen Stellen nicht hier in der Grafschaft oder im Emsland aber in anderen Gebieten muss ich sagen ist es nicht einfach.
00:13:56: unbedingt wenn man mit Projekten kommt nach Gas zu bohren findet man nicht überall nur Freunde.
00:14:02: ja das liegt aber auch daran dass sie nicht überall immer nur ganz sauber produzieren.
00:14:08: Das kann ich so jetzt nicht bestätigen, ob das so ist oder nicht.
00:14:13: Wir produzieren hier schon auf sehr hohen Standards in Deutschland und ich kenne das eigentlich nicht anders als dass es hier auf diesen hohen Umweltstandards aber auch Sicherheitsstandards... war in meinem Berufslieben auch im Ausland unterwegs, da ist es vielleicht manchmal ein bisschen anders.
00:14:33: Aber hier in Deutschland muss man schon sagen, ist es wahrscheinlich weltweit gesehen einer der höchsten Standards.
00:14:38: Trotzdem gibt's aber Gegenden, sagten Sie gerade wo Leute was dagegen haben?
00:14:41: Was haben die denn dagegen?
00:14:43: Ja gut das kann sich auch mit anderen Leuten unterhalten dass die Diskussion führen wir nicht ich persönlich wenn ich mit anderen Menschen spreche ob es jetzt Windräder sind, ob es Straßen sind oder Eisenbahnschienen sind.
00:14:58: Also ist grundsätzlich glaube ich oft auch so ein bisschen ja unmutbar bei Leuten wenn etwas im Vorgarten oder im Hintergarten wie sie sich da immer sehen wollen, wenn etwas passiert.
00:15:11: diese Diskussion hat man oft zu führen.
00:15:14: Aber hier sind Sie ganz zufrieden mit den Diskussionen, die Sie führen?
00:15:18: Ja wir sind schon lange hier das muss man natürlich sagen, man kennt uns ja insgesamt sind wir ja schon fast hundertvierzig Jahre jetzt mal was das Öl und Gas betrifft tätigen hier in der Grafschaftszeit, ich sage mal achtzig Jahren ungefähr.
00:15:35: Das heißt auch dass man hier eine Geschichte hat.
00:15:38: Und ja, wir haben zum Beispiel Mitarbeiter bei uns auch in der Firma die in der dritten Generation bei uns in der Firma arbeiten.
00:15:43: Das bindet auch und das gibt auch Vertrauen.
00:15:46: dann das hilft natürlich auch und deswegen ist es hier speziell auch was den Umgang betrifft es einfacher und besser als es vielleicht woanders ist.
00:16:00: Ich kann mich erinnern an die freigabe oder offizielle Übergabe der letzten Bohrung.
00:16:05: Da war ja auch der Bürgermeister von Georgstorff da, der hat ja durchaus auf Sorgen hingewiesen also dass zum Beispiel Landwirte um ihre Flächen dafürchten und so weiter.
00:16:14: wie gehen sie denn mit sowas um?
00:16:16: Ja, wir versuchen natürlich jetzt hier diese ganzen Flächen die zu versiegeln sind so klein wie möglich zu halten.
00:16:23: und wenn sie den Energieinhalt angucken der bei so einer Gasburgen dann rauskommt und die Fläche die dafür verbraucht wird.
00:16:30: Dann ist das Verhältnis eigentlich sehr gut.
00:16:32: ja also es wird wenig Fläche für sehr viel Energiegewinnung eigentlich gebraucht.
00:16:37: dass ist das einzige was man machen können.
00:16:38: wir müssen auch Ausgleichsmaßnahmen machen.
00:16:41: also jedes mal wenn wir eine Fläche versiegelt müssen wir gleichzeitig gucken, dass wir irgendwo in der näheren Umgebung irgendwelche Ausgleichsmaßnahmen machen.
00:16:50: Das wird dann auch immer abgestimmt mit den Behörden.
00:16:53: aber da sehen wir natürlich dahinter, dass das gemacht wird.
00:16:56: Auf der anderen Seite, Sie sagen schon achtzig Jahre hier die Erdöl-Erdgas, Orange hat hier eine lange Tradition und da hat sich ja auch im Grunde so ein richtiges Klasser gebildet.
00:17:07: also sie arbeiten doch mit relativ vielen lokalem Partnern zusammen.
00:17:10: Ja, das ist wirklich sehr schön muss ich sagen.
00:17:14: Einzigartig muss man sagen in den gesamten Deutschland, dass man das wirklich so hat hier von egal ob es jetzt der Bohrplatzbau war oder die Bohren abzutäufen oder die Anlagen zu bauen.
00:17:25: Es ist egal wir haben das ganze Know-how hier in der Grafschaft und dies natürlich auch Wertschöpfung für die wie die gesamte Gegend.
00:17:33: hier muss man schon sagen aber ist wirklich was einzigartiges?
00:17:37: haben wir sonst in Deutschland nirgendwo Fachbereiche lokal zugreifen können.
00:17:44: Und das machen wir auch bewusst, weil wir auch gerne die Wertschöpfung dann da lassen wo wir letztendlich dann noch die Bohr oder die Förderung für den nächsten Jahrzehnte haben.
00:17:54: Ja es ist ja anscheinend auch eine ganze Menge Know-how aufgebaut worden und bei den Partnerfirmen was ja unter Umständen weiter genutzt werden kann.
00:18:02: also man sieht Fahrzeuge von Partnerfirmen auch außerhalb der Grafschaft, die dann ganz ähnliche Dinge tun.
00:18:07: Ja
00:18:08: absolut!
00:18:08: So wie ist das?
00:18:09: Das sind gute Exportartikel kann man sagen jetzt auch innerhalb von Deutschland.
00:18:13: aber es ist ja auch wichtig dass man dieses Know-how, das man sich aufgebaut hat, dann auch weiter transportiert und dann in anderen Bereichen sei es in Süddeutschland oder in Ostdeutscher dann auch verwenden kann auf aller Fälle.
00:18:26: Neptune Energy ist ja eins von drei Unternehmen, die hier tätig sind in Explorationen und Förderung.
00:18:34: Wie schätzen Sie denn so die Bedeutung dieser Rohstoffvorkommen im Gesamtzusammenhang ein?
00:18:40: Also Ihr Unternehmen ist ja auch anderswo in Deutschland tätig.
00:18:43: In welchen Stellenwert hat denn so, dass der Bereich Grafschaft Emsland müssen wir dazu zählen und es ist für sie ein Distrikt wenn das richtig wäre.
00:18:52: Genau!
00:18:52: Es ist unser größter.
00:18:53: also für Neptun alleine gesprochen.
00:18:55: Wir sind insgesamt vierhundertsechzig Mitarbeiter.
00:18:57: Hundert neunzig davon Hier im District West, also Grafschaft plus Emsland.
00:19:04: Es ist unser größter Standort und auch unser produktionsstärkster Standort.
00:19:08: Also wenn ich jetzt die deutschlandweite Produktion angucke dann machen wir sechzig Prozent der gesamten deutsch- landweiten Produktion hier im Westen.
00:19:17: Also es ist für uns sehr wichtig speziell durch das Adolfprojekt dass wir gar nicht angesprochen hatten haben in der Vergangenheit richtig an Produktion gewonnen Und Adolf alleine macht fast fünfzig Prozent der gesamten Neptun-Produktion hier in Deutschland aus.
00:19:34: Von Erdgas.
00:19:36: Sie fördern aber auch Erdöl,
00:19:37: ne?
00:19:38: Ja wir fördern auch Erddöl.
00:19:39: Auch da haben wir einige Ölfelder.
00:19:43: im Bereich Grafschaff beziehungsweise auch im Emsland wird alles vom selben Standort von Hülermor aus betreut von uns.
00:19:52: und wie ist so das Verhältnis Gasöl?
00:19:55: Also wir haben in Deutschland weit geguckt, siebzig Prozent Gas und dreißig Prozent Öl.
00:20:02: Das hat sich jetzt natürlich auch ein bisschen Richtung des Gases entwickelt aufgrund der Ardorfentwicklung über die letzten Jahre.
00:20:10: Wir waren vorher ein bisschen öllastiger aber jetzt momentan ist es so siebziger, siebenzig Prozent.
00:20:19: Und gerade vor dem aktuellen politischen Hintergrund, die russischen Gaslieferung gibt es nicht mehr.
00:20:24: LNG aus den USA ist teuer und wer weiß ob Herr Tramp nicht übermorgen die Idee hat da auch ein Druckmittel rauszumachen?
00:20:32: Das alles wird doch sicherlich an sie heran in die Frage tragen können sich noch mehr liefern?
00:20:39: Ja natürlich, wir könnten alle wahrscheinlich mehr machen und das Einzige was passieren wird ist würde nicht der Verbrauch steigen sondern die Importe würden schrumpfen.
00:20:47: Der Verbraucher ist es unabhängig von den anderen.
00:20:50: natürlich könnte man mehr machen als deutsche Öl- und Gasindustrie und das muss auch unser Bestreben sein dass wir vielleicht noch neue Dinge uns angucken, neue Dinge finden.
00:21:03: Aber man muss natürlich auch sagen, dass die großen Sachen hier in Deutschland aufgrund der langen Historie das Öl und Gas schon in Deutschland gibt.
00:21:11: Die großen Sachen sind wahrscheinlich schon alle gefunden.
00:21:14: Und was man noch zu finden meint ist wahrscheinlich dann ein bisschen kleiner.
00:21:19: Obwohl natürlich auch so einen Autofond wie wir vorher gerade gesagt haben, natürlich auch schön ist.
00:21:23: Ja also ich komme darauf zurück.
00:21:25: eigentlich schon seit den Sechzigern bekannt aber jetzt erst am Geburt.
00:21:28: vielleicht gibt es ja nach mehr so ungehobene Schätze.
00:21:30: Ja, die kannst du mit Sicherheit geben und da müssen wir auf alle Fälle drauf gucken.
00:21:36: Also auch hier in der Region?
00:21:38: Auch hier in den Regionen haben wir vielleicht noch eine oder andere Möglichkeit.
00:21:42: Da müssen ja natürlich erst mal die ganzen Vorarbeiten gemacht werden.
00:21:44: Wir müssen erstmal unsere ganzen Geologen und die Leute draufgucken ob überhaupt das Potenzial da ist.
00:21:50: Eine Bohrung ist teuer.
00:21:51: also wir reden immer gleich von zwanzig Millionen plus Minus.
00:21:55: Und das kann man nicht zu oft... falsch machen und von daher muss man vorher viel Arbeit reinstecken.
00:22:04: Wenn es dann von Erfolg gekrönt ist, dann ist das gut.
00:22:06: Wann fahren denn wieder diese riesigen Seismotrax hier durch die Grafschaft?
00:22:10: Wir haben Seismic ja erst gemacht gehabt.
00:22:13: wir haben momentan keinen Plan da wieder zu machen.
00:22:16: Wir haben noch die Daten sind ein bisschen älter als zehn Jahre jetzt.
00:22:19: also das ist relativ modern.
00:22:21: alles was man üblicherweise macht ist dass alten Daten, die man hat mit neuen Methoden dann nochmal prozessiert.
00:22:29: Also mit neuen Computerprogrammen.
00:22:31: aber man nimmt die alten Daten aus der Vergangenheit und macht da noch mal so ein Processing davon.
00:22:38: Ja also
00:22:38: noch einmal die künstliche Intelligenz drüber?
00:22:40: Genau das kann man dann nochmal machen.
00:22:42: Das ist natürlich erstmal billiger und effizienter und geht auch schneller als alles andere.
00:22:49: Gut, nun wird seit achtzig Jahren Geburt nach Öl und Gas.
00:22:51: Und da bleibt ja auch ein bisschen was zurück.
00:22:54: Also da ist sagen wir mal aus achtzig jahren auch das eine oder andere aufzuräumen.
00:22:59: Da sind sie auch aktiv?
00:23:00: Absolut!
00:23:00: Ja, das ist einer unserer schweren Gebiete.
00:23:03: auch also von neben der Öl- und der Gasproduktion haben uns auch dem Rückbau jetzt verstärkt gewidmet und über die letzten Jahre da auch ganz viel Kompetenz auch aufgebaut.
00:23:13: Der Rückbau
00:23:14: klingt ja sehr technisch harmlos.
00:23:16: Was machen Sie denn da konkret?
00:23:17: Ja wir müssen natürlich die Bohrungen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, die werden verfüllt.
00:23:21: Also die werden quasi mit Zement von ganz unten von der Lagerstätte bis oben hin dann auch aufgefüllt.
00:23:29: Die Stahlrohre muss gezogen werden können also die ursprünglich mal eingebracht wurden Dann werden die ausgebaut.
00:23:36: aber im Prinzip wird das Bohrloch mit Zement ja von unten bis oben verfüllt.
00:23:42: Wenn das ist das erste was man machen muss Und wenn man das gemacht hat, dann ist der nächste Stufe natürlich den Platz auf dem die Bohrung stand.
00:23:50: Dann wegzumachen um wieder landwirtschaftliche Flecken draus zu machen
00:23:53: oder was für
00:23:53: eine.
00:23:54: Sie haben ja schon
00:23:54: mal erklärt dass man also nicht nur einfach ein Stahlrohr in die Erde bohrt sondern dass da eine Spülung durchgejagt wird.
00:24:02: und sagen wir mal vor fünfzig Jahren war es ja nicht unüblich das was da oben wieder raus kam einfach irgendwo in die Landschaft zu blämmern.
00:24:08: Also dass Dinge passiert sind, die man heute nicht mehr macht.
00:24:11: Gut das hat sich mit der Zeit geändert also den Umgang mit diesen Stoffen.
00:24:16: Wir sehen das heute auch beim Rückbau, dass wir manchmal dann es wird ja alles beprobt und da muss natürlich alles fachgerecht entzorgt werden.
00:24:26: Das ist heute Teil der Arbeit und man sieht jetzt speziell bei Ölfeldern aus den Vierzigern oder aus den Fünfzigern dass da ein anderer Umgang früher war mit diesen Stoffen als es heute der Fall ist.
00:24:39: Aber nee, wir stehen dazu Verantwortung und müssen die Sachen wegräumen.
00:24:43: das tun wir auch.
00:24:44: Heute wird ja alles genau dokumentiert und kartiert.
00:24:47: Das war ja wahrscheinlich früher noch gar nicht der Fall.
00:24:49: oder wissen Sie denn überhaupt wo noch so altlastend lauern?
00:24:53: Wo die Altlasten genau laueren?
00:24:54: das sieht man auf so einem Platz nicht.
00:24:56: deswegen wird er auch immer beprobt und damit das dann einfacher und besser ist, den zurückzubauen.
00:25:04: Aber nee also genau weiß man solche Dinge nicht.
00:25:07: es ist offen auch ein bisschen Überraschung dabei wenn man beim Rückbau ist dass man das dann feststellt.
00:25:12: Teure Überraschen?
00:25:14: Ja natürlich kostet das auch Geld aber gut.
00:25:16: Das ist nochmal die Verantwortung die wir haben der zu dir stehen war auch und da tun wir auch das muss wieder so zurück gebaut, wenn in den Zustand wie wir es irgendwann mal übernommen haben vor dreißig, vierzig, fünfzig, sechszig, siebzig Jahren war noch immer.
00:25:32: Sie haben eben gesagt die Förderung in Deutschland insgesamt geht zurück.
00:25:36: Die Gasförderung, die Ölförderungen bei Neptunach?
00:25:40: Wir hatten jetzt eine Steigerung durch das
00:25:43: Adolfprojekt,
00:25:44: aber
00:25:44: ansonsten die anderen Fördergebiete und Quellen sprudeln die schön.
00:25:49: oder ist es ja glaube ich natürlich, dass im Laufe der Förderperiode die Menge ein bisschen abnimmt?
00:25:56: Ja
00:25:56: das ist natürlich.
00:25:57: Das nennt man dann die klein also das im Prinzip jedes Jahr weniger wird.
00:26:03: auf der anderen Seite machen wir natürlich jetzt haben wir das Adolfprojekt mit den letzten beiden Bohrungen hier abgeschlossen.
00:26:09: Wir sind jetzt gerade dabei in Römerberg also in Rheinland-Pfalz in Speyer eine Entwicklung weiterzumachen.
00:26:16: Da kommen jetzt wieder neue Bogen, das heißt da werden wir die Produktion wieder steigern.
00:26:21: Aber insgesamt wenn ich über ganz Deutschland gucke dann wird es leicht nach unten gehen aber wir sehen keine deutliche Steigerung.
00:26:33: Wir haben ganz zu Anfang schon mal kurz über die Geschichte von Neptune gesprochen.
00:26:37: Neptune hat ja ganz viele Vorgänger unternehmen und angefangen, hat es ja gar nicht einmal Ende der vierziger Jahre mit der deutschen Schachtbau- und Tiefwohrgesellschaft in Lingen.
00:26:48: Und dort in Linge an der Waldstraße war ja auch lange ihr Headquarter.
00:26:51: Und im Jahr zwei Tausend elf haben sie das verlegt.
00:26:54: Zwei tausend
00:26:55: einundzwanzig.
00:26:56: Ja genau.
00:26:56: Das ist verlegt nach Hannover.
00:26:59: Heißt aus denn dass hier der District nicht mehr so wichtig ist für Neptune?
00:27:03: Nie, das hat ja andere Ursachen gehabt hier.
00:27:05: Wir hatten viele Jahre mit roten Zahlen gehabt und es ist natürlich für ein Wirtschaftsunternehmen nicht unbedingt gut wenn es viele Jahre hintereinander nur rote Zahlen schreibt.
00:27:17: Es war jetzt keine schöne Sache dass gemacht werden musste aber wir haben uns dann entschieden Neben anderen Maßnahmen, bei dem wir parallel natürlich auch noch das Ardorffeld entwickeln.
00:27:33: Aber eine der Maßnahmen war auch dass wir unser Hauptquartier ja verkleinern mussten.
00:27:40: Wir hatten einfach zu viele Leute im Hauptquarten im Vergleich mit dem was wir in den Operations draußen haben.
00:27:47: aber das ist nur eine Maßnahme gewesen.
00:27:48: die anderen Maßnahmen sind natürlich Ja, da haben wir ja gerade drüber gesprochen.
00:27:55: Zu viele Leute im Headquarter gibt es diesen hässlichen Ausdruck-Wasserkopf dafür?
00:28:00: Aber das hätte ich nicht unbedingt erfordert sich auch geografisch zu verlagern.
00:28:05: Sie hätten ja auch weniger Leute in Linken beschäftigen können!
00:28:07: Doch natürlich wäre das auch gegangen.
00:28:10: Wir haben das bewusst so gemacht, damit wir sagen können, mit wem wollen wir weitermachen?
00:28:19: und vielleicht nicht.
00:28:22: Das war die Möglichkeit, die wir dann hatten, deswegen haben wir es so
00:28:26: gemacht.".
00:28:27: Letztendlich hat uns der Erfolg recht gegeben, jetzt nach fünf Jahren kann ich ja sagen wir haben dann kein Jahr mehr gehabt wo wir rote Zahlen geschrieben haben.
00:28:36: Es hat sich dann auch alles zum Positiven entwickelt.
00:28:38: man sieht die Investitionen hier in Ardorf mit zweihundert dreißig Millionen Euro hätten wir niemals stemmen können.
00:28:44: wenn sie rote Zahlen schreiben würde das nicht funktionieren?
00:28:47: Haben wir alles gemacht.
00:28:48: für ein Unternehmen unserer Größe eine Viertel Milliarde zu investieren ist eine Menge Holz.
00:28:53: Also war sozusagen auch die Verlagerung des Headquaters so ein Symbol für einen echten Turnaround?
00:28:59: Ja, absolut.
00:29:00: Muss man auch sagen wir haben dann auch geguckt hier lokal in Hannover sitzen natürlich auch unsere Aufsichtsbehörde in Hannova sitzen auch andere Öl- und Gasfirmen.
00:29:10: Deswegen haben wir diesen Standort dann auch gewählt gehabt, um diese Synergien zu haben.
00:29:15: Und wir haben dann auch geguckt, dass wir neues Personal von Hannover auch lokal reinbekommen, was uns auch ganz gut gelungen ist muss ich sagen.
00:29:25: Ja und der Linkener Oberbürgermeister freut sich über ein riesiges Quartier, das er jetzt entwickeln kann!
00:29:31: Ich glaube da sollte ja etwas passieren.
00:29:33: Wir haben nach wie vor noch unser Labor in Längen und unser Kernlager in Lingen.
00:29:38: Das ist zurückgepachtet, aber das Gelände haben wir ja wie wir weggegangen sind auch verkauft.
00:29:44: die beiden Sachen haben wir noch zurückgepackt.
00:29:47: Aber wir sind nach wie vor am Standort da, aber gehört uns halt nicht mehr.
00:29:52: Und das Thema was passiert mit der Produktion?
00:29:55: Es gibt ja in Deutschland seit vielen, vielen Jahren diese Diskussion man könnte vielmehr Erdgas aus der Erde holen wenn man Frecking anwenden würde.
00:30:04: Das ist in bestimmte Freckings nicht gleich Verrecking, das ist auch wieder was für Spezialisten.
00:30:10: Aber das Freckling, was das meiste Gas bringt, ist in Deutschland nicht erlaubt, weil man Angst hat dass da irgendwas im Untergrund passiert, was man unter Kontrolle hat.
00:30:18: Wie sehen Sie das denn?
00:30:20: Die letzte Bohrung die gefreckt wurde hier aber ich meine jetzt eine konventionelle Bohrungen und kein Schalegas also nicht das unkonventionelle Frecking wurde ja in Deutschland hier.
00:30:33: Dann war eigentlich Schluss.
00:30:36: Die Bohrung fördert natürlich heute noch alle und die fördern, glaube ich, noch alle gut diese Diskussion ob man Schäl-Gas und da gibt es eine Studie auch von BGR hier wie groß das Potenzial rein der theoretische...
00:30:49: Ja Herr
00:30:49: Kümpel hat da ja ne große Stuhe
00:30:51: gemacht.
00:30:52: Den müssen wir eben erklären wer das überhaupt ist.
00:30:55: Der war ja mal Vorsitzender des Bundesamtes für dieses und jenes.
00:31:00: Wie gehe er?
00:31:00: Der Chef gewesen und die haben eine Studie gemacht, wie groß das theoretische Potenzial an diesem Schifa-Gas hier in Deutschland wäre.
00:31:09: Und Schifa Gas erfordert immer!
00:31:12: Fracking, sonst wird das nicht funktionieren.
00:31:14: Aber man hat das Thema seitdem aber auch nicht mehr angefasst.
00:31:17: Also
00:31:17: Fracking müssen wir vielleicht auch noch mal eben erklären.
00:31:19: Fracking heißt ja dass sind die Gesteinsschichten werden aufgebrochen glaube ich.
00:31:23: Um dadurch den Gas-Austritt überhaupt erst zu ermöglichen?
00:31:25: Genau um Wegsamkeiten zu machen.
00:31:28: also sie drücken Flüssigkeit und erhoben Druck da ins Gebirge und das erzeugt Risse und über diese Risse kommt dann das Gas oder das Öl was es dann auch immer ist zur Bohrung.
00:31:40: Wenn Sie das nicht machen, dann würde nichts
00:31:42: fließen.".
00:31:44: Und da hat der gute Herr Kümpel also festgestellt dass da gewaltige Möglichkeiten wären wenn man es nur machen würde.
00:31:52: und das kommt ja jetzt wieder so ein bisschen hoch.
00:31:54: diese Studie ist ja glaube ich schon ein paar Jahre alt aber das kommt jetzt wieder hoch unter dem Gesichtspunkt wie werden wir unabhängiger von ausländischen Energienlieferungen?
00:32:03: Ist das auch für sie ein Thema?
00:32:05: Also ich glaube momentan, solange kein politischer Wälder da ist oder die lokale Akzeptanz nicht dafür da ist.
00:32:14: Wir wollen und wir sind gute Nachbarn und das wollen wir auch bleiben und deswegen kommt das für uns jetzt hier nicht ins Gespräch.
00:32:23: aber ich denke wenn der politische Wille, da wäre etwas zu tun oder wenn Leute kommen würden und sagen ja wir könnten uns das vorstellen.
00:32:31: Ja dann hat man vielleicht eine andere Situation.
00:32:33: aber das sehe ich momentan ganz ehrlich gesagt nicht.
00:32:37: Weil Frecking ist ja für manche auch so ein Heizwort also... Hier in der Region ist ja auch viel jahrelang Fracking betrieben worden, da spricht ja keiner davon.
00:32:46: Nein man hat das ja auch alles gemacht mal zum paar hundertmal gemacht hier in Deutschland ohne dass irgendwelche Sachen passiert waren.
00:32:56: Das ist ja in den schlechten Rufgekommen.
00:32:58: durch Dinge, die man ganz woanders nämlich in Amerika drüben gemacht hat oder anders.
00:33:03: Oder falsch gemacht hat wie man es auch immer ersehen mag.
00:33:06: Deswegen ist das Ganze für Ruf gekommen.
00:33:07: so wie wir's hier in den sechzehnter, siebziger und achtziger Jahren, neunziger Jahre hier in Deutschland gemacht haben war alles gut.
00:33:15: Man geht es auch um die Tiefe und ich weiß nicht was alles.
00:33:18: Genau, genau.
00:33:19: Wenn Sie bei dreieinhalb Tausend Meter machen ist natürlich anders als es bei siebenhundert Meter oder achthundert Metern zu machen.
00:33:25: aber gut da wird halt in der Öffentlichkeit auch wenig.
00:33:29: ja man kennt den Unterschied nicht verstehe ich schon.
00:33:32: Es sind ja Spezialthema.
00:33:35: Die Öl- und Gasbranche hat aber noch ein anderes Umweltproblem sag' ich mal.
00:33:38: Sie haben ja auch mit dem CO² Ausstoß zu tun.
00:33:44: Die Produktion und auch die Förderung selber stoßen CO-Zwei aus.
00:33:48: Und sie sind ja zu Klimaneutralität bis zwei Tausendfünf, vierzig oder zweitausend Fünfzig verpflichtet?
00:33:54: Wie geht das denn?
00:33:56: Es gibt diesen sogenannten Netz Zero Industry Act der EU, wo die EU den einzelnen Öl- und Gasunternehmen in der EU vorgeschrieben hat welche CO-zwei Speicherkapazitäten Sie zur Verfügung stellen müssen.
00:34:13: Wir beschäftigen uns ein bisschen mit dem Thema auch.
00:34:15: Wir gucken uns das an, ja?
00:34:17: Natürlich haben wir lehrgeförderte Gaslagerstätten und lehr gefördete Gaslagersstätte sind eine Grundsätze erst mal nicht immer aber grundsätzlich erst einmal dafür geeignet auch CO-Zwei aufzunehmen.
00:34:29: Also wieder einzuspeichern.
00:34:31: Genau!
00:34:31: Wieder einzusspeichern und es aus der Biosphäre raus zu nehmen und wieder in die Leergeförder... Die Gaslangerstättern haben über Jahrmillionen bewiesen dass sie dicht sind sonst wäre das Erdgas nicht da gewesen, dann haben wir das Erddgas rausgefördert und man könnte jetzt wieder CO² entspeichern.
00:34:46: Also es ist ein interessantes Thema.
00:34:47: Es ist auch vieles dabei was ja unsere Expertise auch im Haus ist.
00:34:54: wenn ich jetzt an die Geologen, an den Geophysiker, an die Bohrtechniker und in die Leute denke ich natürlich einen sehr verwandtes Thema zu dem was wir mit Öl- und Gas sowieso machen.
00:35:04: Im Moment ist Gaspeicherung ja unter einem anderen Gesichtspunkt interessant, weil unsere Gaspeiche die wir haben sind ja so leer wie selten.
00:35:11: Ich glaube gerade jetzt wenn ich das richtig gestern gelesen habe dann liegen wir irgendwo bei bei thirty-fünf Prozent oder so und dass es ganz drastisch weniger als im Jahresdurchschnitt sonst.
00:35:22: Ist das nicht für Sie auch ein Anreiz zu sagen lass uns mal mithelfen da irgendwas machen?
00:35:29: Sie meinen jetzt beim Gasspeichern oder?
00:35:31: Ja, dass also mehr Gas eingespeichert werden kann.
00:35:34: Dazu müsste ja erstmal mehr Gas da sein.
00:35:35: Also mehr gefördert sein und ein Speicher zur Verfügung stellen wäre ja auch mal cool.
00:35:39: aber das kann man nicht so einfach.
00:35:41: Ich glaube Speicherkapazität ist genug.
00:35:43: da, woranz?
00:35:45: momentan scheitert es.
00:35:47: Das Geschäftsmodell war immer ich kauf billiger Gas ein und dann im Winter wenn ich's ausspeichere ist der Preis höher.
00:35:54: Das is' aber nicht mir der Fall und das ist das Problem was wir haben müssen dass diese vorhandene Speicherkapazität, wir haben glaube ich etwa twenty-fünf Milliarden Kubikmeter Gas könnten wir einspeichern was schon ein relativ hoher Prozentsatz des Jahresverbrauchs wäre.
00:36:10: Aber natürlich brauchen die Firmen, die dann diese Speichercapazitäten buchen, die brauchen natürlich die Hoffnung das Ich kaufe heute gar sein und wenn ich es dann ausspeichere soll es mehr wert sein als ich es vorher eingespeichert habe.
00:36:23: Das ist wahrscheinlich oft nicht gegeben, weil dieser Swing oder dieser Spread zwischen Sommerpreisen und Winterpreisen nicht mehr so gegeben ist wie das in der Vergangenheit war.
00:36:32: Das macht es ein bisschen schwieriger!
00:36:34: Ja, das ist doppelt schwierig, denn er ist ja nicht mehr gegeben – der Spread, wie Sie sagen, weil wir jetzt sehr stark auf LNG-Importe umgestellt haben aber so sicher wie man glaubt sind die auch nicht?
00:36:44: Wir haben uns vielleicht von einer Abhängigkeit in die nächste begeben.
00:36:47: Ich gebe Ihnen völlig recht und wir sehen natürlich alle was in der Straße von Hormuz passiert in Katar keinen Flüssigas mehr erzeugen kann und die Tanker dann auch nicht mehr rausfahren können.
00:36:57: Natürlich hat das einen Einfluss auf die weltweite LNG-Verteilung, ja klar natürlich ist es ein Problem da sehen wir auch.
00:37:08: aber die Frage bleibt trotzdem dann offen und deswegen wird vielleicht auch darüber diskutiert ob man so eine staatliche strategische Reserve haben will oder nicht.
00:37:17: Aber das sind alles Themen die muss man auf alle Fälle diskutieren Diese Modelle, wie man sie früher mal hatte.
00:37:24: Wie sie vor zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren funktioniert haben die... Nee das funktioniert heute nicht so.
00:37:30: Sie sind ja auch im Vorstand ihres Branchenverbandes und da wird ja auch gerade über diese Themen diskutiert.
00:37:38: Was hat denn der Verband dafür eine Haltung?
00:37:41: Ja, ich denke wir sind unterstützen.
00:37:44: wenn jetzt die Anfrage kommt hier oder kommen würde jetzt von der Politik da etwas zu tun.
00:37:50: Ich glaube dann werden die Firmen ja bereit auch etwas zutun.
00:37:56: Es ist mir schwierig jemanden zu sagen hier ohne mit dem Ficker drauf hinzu zeigen hier Wir glauben die Notwendigkeit sei das und dass und deswegen sollte man das machen.
00:38:05: Das sollte eigentlich umgekehrt sein und da warten wir so ein bisschen auch drauf, ob jemand kommt oder nicht.
00:38:12: Aber nie klar!
00:38:13: Wir haben das Know-How was das Thema betrifft und die Firmen würden mit Sicherheit etwas machen wenn der Wille da ist.
00:38:24: Know How ist ein gutes Stichwort beim offiziellen Abschluss des.
00:38:30: Der Gasprojekt ist der Adolf Carbon.
00:38:32: Haben Sie gesagt, wir werden hier noch sehr lange Öl und Gas fördern?
00:38:36: Sehr lange weiß ich nicht kann zwanzig Jahre, kann dreißig Jahre sein aber irgendwann wird es wahrscheinlich zu Ende gehen oder zumindest unwirtschaftlich werden.
00:38:45: Wir hatten ja vorhin gerade gesagt dass wenn nur fünf Prozent von dem was war momentan verbrauchen selbstfördern.
00:38:51: Ja wir haben natürlich die Meinung das wir so lange wie es brauchen auch selbst fördern sollten um in seinem Schluss dann Wenn weniger Gas gebraucht wird, immer noch aus Deutschland kommt ist es gut.
00:39:04: Was nicht unser Anspruch wäre, dass wir hier in Deutschland Gas fördern oder Öl fördern und wir brauchen sie nicht mehr um es zu exportieren.
00:39:11: also das wäre jetzt nicht nur unser Anspruch sondern so wie ich es gerade gesagt habe Ja, hängt davon ab.
00:39:16: Hängt natürlich von vielen Dingen ab.
00:39:18: die Preise sind natürlich
00:39:21: eine
00:39:21: wichtige Sache.
00:39:22: Die Kohleförderung in Deutschland ist ja auch nicht eingestellt worden was keine Kohle mehr gab sondern man sich einfach zu teuer wurde in der Förderung.
00:39:28: Da konnte man billiger aus sonst woher Kohler importieren.
00:39:30: das könnte ja mit Öl und Gas genauso sein.
00:39:33: Gut Öl und Gas hat halt den Vorteil jetzt gesehen, dass das weltweit gehandelt wird.
00:39:39: Also Sie haben ja wenn sie den Brent-Preis zum Beispiel angucken.
00:39:44: Unser Öl, das wir hier auch an die Raffinerien abgeben sind immer referenziert auf diesen Brent-Preis.
00:39:50: Das ist ja ein tolles Wort.
00:39:52: Jeder spricht darüber.
00:39:53: Kaum einer weiß was es überhaupt ist.
00:39:55: Es ist ja eine bestimmte Ölsorte.
00:39:56: Ist
00:39:56: der bestimmte Oelsorte genau?
00:39:58: Und je nachdem welche Qualität von Öl sie haben gibt's dann einen Abschlag oder einen Aufschlag.
00:40:05: Und gut, das ist das was die Ölfirmen dann mit den Raffinerien verhandeln und dann wird es da abgenommen.
00:40:12: also wenn der Ölpreis nach oben geht, geht auch der Preis hier nach oben, geht der Ölspreis Weltmarkt nach unten, dann geht auch dem Preis hier her nach unten.
00:40:20: Das gleiche gilt auch fürs Gas ja?
00:40:22: Das wird ja auch so gehandelt und momentan sind natürlich ÖlPreise und Gaspreise beidet geht momentan aus den Gründen wie wir es vorhin gerade gesagt haben.
00:40:32: Aber wenn es dann irgendwann unwirtschaftlich wird, also Sie haben ja eben gesagt so eine neue große Bohrkampagne werden sie hier in der Grafschaft zumindest in absehbare Zukunft nicht erwarten.
00:40:43: Aber Sie werden ja da überlegen wie geht's denn mit unserem Unternehmen weiter, wenn wir weniger Öl und Gas fördern?
00:40:49: Klar, da gebe ich Ihnen recht.
00:40:50: Ich
00:40:50: habe einen solchen Prospekt von Ihnen, der ist wunderbar und steht drauf.
00:40:53: Wir fördern heute was morgen zählt.
00:40:55: also
00:40:55: was
00:40:56: zählt denn morgen?
00:40:57: Ja!
00:40:57: Also wir haben noch ein spannendes Projekt in der Altmarkt.
00:41:01: Da geht es um Lithium, Lithiumförderung.
00:41:04: das Lithium dass im Lagerstädten Wasser... Die Altmark ist ein riesengroßes Gasfeld in der ehemaligen... Was
00:41:10: ist Lithium?
00:41:11: Lithium ist ein leichtes Metall, das es gibt.
00:41:16: Braucht man für die Batterieherstellung und wir haben in relativ hoher Konzentration im Lagerstädten Wasser?
00:41:23: dass in der Gaslagerstätte mit drinnen ist gelöst.
00:41:27: Also dort, in der Altmark?
00:41:28: Oder ist das in jedem Lagerstättenwasser?
00:41:30: Nein es ist... jedes Lagerstellenwasser ist irgendwie anders.
00:41:34: hier jetzt sage ich mal in der Grafschaft oder im Emsland wird's nicht diese Konsolidationen geben an Lithium?
00:41:42: In der Altmarkt ist es sehr hoch und deswegen haben wir angefangen Tests zu machen und zu gucken können wir das nutzen und können wirklich eine Lithiumproduktion da aufbauen, um Batterien in Deutschland herzustellen.
00:41:57: Und ähnliche Dinge zu machen.
00:41:58: Das wäre ja fast revolutionär wenn man das Lithium was man bisher teuer aus China importieren muss hier im eigenen Lande gewinnen könnte.
00:42:06: Jetzt müssen Sie mir als Laie wieder erklären, wie das geht.
00:42:08: Also bei Kochsalz kann ich mir das noch vorstellen.
00:42:10: Wenn ich Salzwasser habe und ich erhitze das dann bleibt das Salz irgendwann über.
00:42:13: aber im Lithium wird es vermutlich ein bisschen anders laufen
00:42:15: oder?
00:42:16: Ja!
00:42:16: Das läuft ein bisschen anderes.
00:42:17: also das Wasser, dass wir aus der Erde herausholen würden hat viele lösliche Produkte die drinnen sind und es gibt dann, da sind wir gerade jetzt beim Testen, gibt es einen sogenannten Direct Lithium Extraction.
00:42:32: Also das ist eine Art zu erwähnen wo das Wasser durchfließt und an der Oberfläche von diesem Material bleibt das Lithiumhaften.
00:42:41: Der Rest läuft dann durch, und der Rest geht wieder in die Erde rein,
00:42:43: d.h.,
00:42:44: dass Wasser dazu bis es rauskommt, erläuft durch diese Behälter durch, das Lithiums wird weggenommen Wo es hergekommen war.
00:42:53: Ist denn dies Lithium-Lithas da gelöst in Reinform vor Elementar?
00:42:56: Oder gibt's da irgendwelche Verbindungen, die man dann hinterher auch noch erst knacken muss oder...
00:43:00: Das ist in Lösungen so wie Natriumchlorid ihr Steinsalz auch in Lösung ist.
00:43:05: wenn sie jetzt Wasser nehmen, normales ja.
00:43:08: Ist Lithiumchloride auch gelösst also als Salz.
00:43:13: Ja genau.
00:43:14: Als das ist es gelöst Und das Lied wird dann adsorbiert an der Oberfläche von diesem Material.
00:43:22: Also wenn wir mit diesem Podcast durch sind, dann bin ich also naturwissenschaftlich Meilen weiter.
00:43:27: Das ist gut!
00:43:30: Also das ist gelöst.
00:43:31: und dass wir jetzt sozusagen rausgelöst... Sie haben das schön erklärt, es bleibt irgendwo haften Und kann dann verarbeitet werden.
00:43:38: Wie kommt denn da so raus?
00:43:39: aus dem Liter Wasser?
00:43:40: oder kann man es gar nicht sagen?
00:43:41: Oder aus einem Kubikmeter weiß ich gar
00:43:42: nicht!
00:43:43: Doch, also die Konzentration, die wir haben an Lithium ist vierhundertvierzig Milligramm pro Liter.
00:43:50: Also Politer Wasser haben wir vierzig Milligramm Lithium in dem Wasser drin.
00:43:55: Das ist
00:43:56: eine große Menge, ja?
00:43:58: Und jetzt liegt es halt daran das Richtige den richtigen Art zur Bänden also das richtige Material zu finden um mit möglichst hoher Effizienz dieses Lithium rauszuholen.
00:44:08: Sie wollen so viel wie möglich an Lithium rausholen und so rein wie möglich.
00:44:12: Also sie wollen nicht noch andere Verunreinigungen dabei haben weil dann wieder im nachgeschalteten Prozess Geld kostet, das abzureinigen.
00:44:21: Das hat was mit der Selektivität von diesem Material zu tun.
00:44:25: aber da sind wir gerade jetzt am Testen ganz spannend.
00:44:28: Ich war selbst vor ein paar Tagen jetzt da und habe mir das angeguckt.
00:44:31: also wirklich eine spannende Sache und ich glaube dass das richtig Zukunft haben kann wenn man es dann mal kommerziell betreibt.
00:44:38: Und wie weit sind Sie damit?
00:44:39: Haben sie eine Prognose wann man das sozusagen gewinnbringend verkaufen kann oder ist das alles noch sehr experimentell?
00:44:45: Momentan ist es noch experimentell.
00:44:47: Wir werden nächstes Jahr die erste Bohrung dann bohren in den Aquifer rein, also bis jetzt gibt's ja im Gasfeld nur Bohrungen, die in die Gasphase reingebohrt haben und nicht tiefer rein.
00:44:58: das werden wir nächstes jahr machen um parallel laufen diese Tests hier an der Oberfläche um diesen DLE-Prozess dazu verfeinern.
00:45:08: wenn das alles gut weiterläuft und das geht in die richtige Richtung die ersten, ja die erste Produktion vielleicht in zwanzig dreißig, zwanzigeinunddreißig erwarten.
00:45:20: Ja dann wieder die Frage wieviel Prozent des innerdeutschen Lithiumbedarfs könnte man entdecken?
00:45:25: Also da
00:45:26: sprechen wir nicht von Stahl von tausend Tonnen sondern das sind der kleine Mengen eigentlich.
00:45:32: Das was wir erst mal als Erstes Ziel uns vorgenommen haben wir ein fünfundzwanzigtausend tonnen Lithiumcarbonat equivalent also LCE pro Jahr, das ist so eine... ...fünfundzwanzigtausend
00:45:42: Tonnen.
00:45:43: Das aber doch schon erzügliche!
00:45:44: Ja, das reicht für fünfhunderttausende Fahrzeuge, Elektrofahrzeuge im Schnitt.
00:45:50: Aber die Ressource, also das was wir da wirklich im Boden haben, das haben wir auch bewerten lassen, ist so groß.
00:45:56: wie könnten wenn der Bedarf da ist und wenn das gewünscht ist könnte man auch fünfzigtausenden oder fünfundsevzigtaussend.
00:46:03: Also man könnte das beliebig dann noch nach Oben skalieren, je nachdem was die Nachfrage ist.
00:46:08: Wir produzieren ja dann für einen Markt und wenn die Nachfrage da ist kann man mehr machen, aber
00:46:17: den Markt müsste es doch eigentlich schon geben, weil Batterien für Elektroautos oder auch für andere Dinge für Handys und werden ja schon produziert.
00:46:24: Absolut, dass das ist auch der Fall.
00:46:26: Momentan kommt halt alles aus China und auch die großen Batteriehersteller, also egal ob sie jetzt einen deutschen Autobauer angucken, die meisten kaufen trotzdem ihre Batterieteknik dann irgendwo in Südostasien ein nicht unbedingt hier.
00:46:38: Das wäre dann so ein Umschwung, dass man sagen kann okay wir haben deutsche Autos hier vielleicht auch mit Lithium aus Deutschland hat auch einen anderen CO-Foodprint.
00:46:48: Das muss mich auch dazu sagen ja weil wenn es lokal vor Ort produziert wird vielleicht auch noch mit grüner Energie produzieren wird.
00:46:55: also da kann man sich alles vorstellen das natürlich auch sehr sehr positiv dann vermarktet werden kann.
00:47:02: Also wenn ich jetzt mal auf ihr Unternehmen zurückgucke Sind Sie auch in der Grafischaff gewachsen, aber wenn das Lithium die Zukunft ist?
00:47:13: So sieht es momentan aus.
00:47:16: Wir müssen ja immer dahin gehen wo die Ressourcen im Boden liegen so wie das Gas hier in Adolf liegt, da liegt halt das Lithuum in der Altmark und dann können wir uns nicht aussuchen sondern es hat die Geologie vorgegeben Das liegt so wie in der Altmarke.
00:47:37: Es gab auch mal eine Diskussion, gerade hier in der Grafschaft um Geothermie also Wärme aus der Erde zu ziehen.
00:47:43: aber das scheint ein bisschen obwohl wir durch Löcher sind wie Schweizer Käse mit Bohrlöchern scheint es wieder gedämpft sein diese ganze Geothermiediskussion.
00:47:53: Gut, ich glaube Geothermie ist ein grundsätzlich interessantes Thema.
00:47:57: Wir haben da auch reingeguckt und weil wieder das Gleiche gilt wie für das Lithium die Expertise, die wir im Haus haben ja?
00:48:03: Die Geologie, die Leute, die Bohrungen bohren können und alles... Das haben wir alles im Haus, deswegen hat uns auch die Geothermie interessiert.
00:48:12: Es ist halt ein anderes Modell und Wärme abzugeben.
00:48:16: Und die werden wir dann zum Beispiel auch nicht drei oder fünfundsechzig Tage im Jahr zu brauchen, sondern vielleicht nur in den Wintermonaten.
00:48:21: Ist halt geschäftlich gesehen ein etwas schwierigeres Modell als ich kann Lithium zum Beispiel produzieren für einen Markt oder Gas hierfür den Markt.
00:48:31: Ich kann das ja vierundzwanzig Stunden am Tag sieben Tage die Woche und auch im Großteil des Jahres machen.
00:48:37: Und das ist bei der Geothermie eben nicht der Fall?
00:48:40: Ja, nicht immer.
00:48:40: Es gibt natürlich auch Fälle wo dann wirklich dann auch geothermische Wärme abgenommen wird über einen höheren Benutzensstruktur dann über mehr Stunden pro Jahr.
00:48:50: aber wenn sie jetzt einen normalen Hausverbrauch angucken würden, dann würden Sie sagen ja von Oktober bis März und das war es dann aber das ist halt nicht lukrativ oder nicht wirtschaftlich um dieses Risiko auch einzugehen von Fehlbohrungen die Schüttraten, sprich das was dann an Wasser, an warmem Wasser nach oben gebracht werden kann.
00:49:12: Wenn das da nicht ausreicht um dieses Risiko dann ja wirtschaftlich auch einzufangen ist das andere vielleicht noch nicht.
00:49:19: da muss, vielleicht man hin muss aber grundsätzlich eine interessante Sache.
00:49:22: Also etwas was dem was wird tun und was wir seit Jahrzehnten tun sehr nahe kommt.
00:49:29: Ja was Sie jetzt seit Jahrzenten tun oder was sie im Moment ja sehr erfolgreich tun?
00:49:33: Dank Adolf, Karbon Sie haben gesagt, das können sie noch relativ lange hier tun.
00:49:40: Ja, waren Sie eine Prognose?
00:49:42: Wie sich das jetzt so in Ihrem Gesamtunternehmen in der Relation weiterentwickelt?
00:49:47: Sie haben eben gesagt ... In der FALZ beziehungsweise bei Speyer entwickeln Sie etwas Neues.
00:49:52: Wie ist denn die Relation der Grafschaff der Rohstoffvorkommen im Gesamteunternehmen zu sehen?
00:49:57: Zu die Entwicklung!
00:49:58: Ja, also wenn ich die Ölfelder angucke natürlich hängt es davon ab wo die ÖL-Preise sind heute morgen mal bei US-Dollar von Berl was schon relativ hoch ist.
00:50:08: Dann relativ
00:50:09: viel zu hoch
00:50:09: ja?
00:50:11: Wenn sie wieder runtergehen würden auf dreißig vierzig fünfzig dann ist natürlich viel schneller die wirtschaftliche Grenze erreicht als wenn die ÖLPreise weiter oben sind.
00:50:20: das gilt dafür Ja auch.
00:50:22: Glauben Sie denn daran, dass dieses Preisniveau von vor der Corona-Krise muss man ja sagen überhaupt noch mal je wieder erreicht werden kann?
00:50:30: Ja das ist schwierig eine Prognose abzugeben was da jetzt weltpolitisch passieren mag oder nicht passieren mag.
00:50:36: also
00:50:37: die magische Grenze war ja immer hundert Dollar jetzt ein paar Hundert Fünf.
00:50:40: wir waren ein paar Wochen lang so irgendwo zwischen achtzig und neunzig aber dreißig bis fünfzig.
00:50:48: Vorstellbar ist es, dass das passieren kann.
00:50:51: Aber da müssen halt andere Dinge wieder ans Laufen kommen solange hier Straße vor nur muss.
00:50:58: und jetzt natürlich auf der anderen Seite.
00:50:59: wenn sie jetzt ins Rote mehr gucken das gleiche Problem ja dann natürlich bringt das den gesamten Weltmarkt durcheinander und dann als Reaktion darauf gehen natürlich die Preise nach oben.
00:51:10: ob das in drei Monaten immer noch so ist oder in sechs monat ich weiß es nicht.
00:51:14: Ich wagte auch keine Prognose, das ist schwierig zu sagen aber es hängt immer mit solchen Dingen zusammen.
00:51:22: Wenn ich ein Sohn hätte der in einen Handwerksberuf lernen wollte würden Sie dem heute noch empfehlen bei Ihnen anzufangen?
00:51:31: Ja, auf alle Fälle.
00:51:32: Wir haben viele interessante Themen die wichtig sind auch hier, ob es jetzt hier handwerkliche Berufe sind, Elektriker oder Mechatroniker und was auch immer.
00:51:46: Das kann man auf alle fälle machen hat auch alles Zukunft hier noch.
00:51:51: Es ist jetzt nicht so, dass wir morgen oder übermorgen dann den Schlüssel rumdrehen werden.
00:51:57: Wenn ich an die Adolfproduktion denke, sind wir weit in den Fünfzigerjahren, also zwanzigfünftige Jahren drinnen und weiter nach vorne aber auch mit anderen Feldern.
00:52:06: Das war da jetzt noch zehn, fünfzehn Jahre nach vorne gucken können.
00:52:09: Da bin ich relativ optimistisch und es gibt doch immer andere Entwicklungsmöglichkeiten.
00:52:14: Ich habe das ja selbst in meinem Berufsleben auch oft gemacht dass ich wie vorhin erzählt in der Grafschaft begonnen habe zu arbeiten, bin aber dann in die Pfalz gezogen und bin dann woanders hingezogen.
00:52:23: Also das ist so etwas was wir in der Firma auch anbieten können.
00:52:27: es Leute fangen in der grafschaft mal anzuarbeiten Aber wenn ihr nach Speyer gehen wollt oder ihr wollt woanders hingehen Auch das können wir machen.
00:52:36: Es gibt hier eine sehr bodenständige Bevölkerung vielleicht in Ebichheim bleiben.
00:52:41: Ist auch gut!
00:52:46: Gut, also das können Sie empfehlen da auch tatsächlich noch die berufliche Ausbildung dazu
00:52:51: beginnen.
00:52:53: Die Vorsitzende ihres Berufsverbandes, Frau Kromberg von einem Mitbewerberunternehmen ist ja aber gut, hat gesagt mehr Resilienz und mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Wertschöpfung in Deutschland dafür braucht es eine diversifizierte heimische Energie- und Rohstoffbasis.
00:53:07: Und sie meint, der Bohrloch Bergbau kann auch in Zukunft entscheidende Beiträge leisten?
00:53:13: Ja!
00:53:14: Wie groß ist der Beitrag, den Sie hier leisten?
00:53:17: Also diese ganzen Themen, die wir jetzt gerade so besprochen haben.
00:53:21: Nehmen sie Geothermie nehmen sie das CTS, nehmen sie die Gasförderung, nehmen sich die Ölförderungen... Es hat ja alles immer etwas mit Bohrungen auch zu tun und das ist eigentlich so.
00:53:31: der Grundsatz von dem was hier auch als Message rüber kommen soll, dass man mit diesem Know-how hat und es ist ja da.
00:53:41: Nicht nur bei Neptune Energy sondern auch bei den anderen Firmen ist das Know-How auch da.
00:53:45: Dass man das Know How nutzen kann und nutzen soll weil viele der Lösungen die man vielleicht heute noch sucht sind im Untergrund der Erde versteckt.
00:53:56: Das war ein sehr schöner Schlusswort!
00:53:58: Ja, damit sind wir schon wieder am Ende unseres Gesprächs.
00:54:01: Was ich wirklich sehr spannend fand!
00:54:03: Vielen Dank an meinen Gesprächspartner Dr.
00:54:05: Andreas Schäck von Neptune Energy Deutschland.
00:54:09: Vielen Dank auch an Sie liebe Hörerinnen und Hörern.
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00:54:24: Wenn Sie gerne wieder rein bei Chef Sachen und damit Tschüss Bis zum nächsten Mal, Ihr Rolf
00:54:47: Masseling.
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