Aus Ringe in die USA: bekuplast auf Wachstumskurs – mit Jörg Deglmann
Shownotes
Was bedeuten Erdöl und Erdgas heute noch für die Grafschaft Bentheim? Darüber spricht Rolf Masselink mit Dr. Andreas Scheck, Geschäftsführer der Neptune Energy Deutschland GmbH. Im Gespräch geht es unter anderem um das abgeschlossene Bohrprojekt „Adorf-Karbon“, die Bedeutung der Grafschaft für Neptune Energy und die Sorgen von Grafschafter Landwirtinnen und Landwirten im Hinblick auf ihre Flächen.
Seit rund 80 Jahren wird in der Grafschaft Bentheim nach Öl und Gas gebohrt. Mit sechs neuen Bohrungen bei Hoogstede und Georgsdorf und einer Investition von rund 230 Millionen Euro hat Neptune Energy zuletzt eine bereits seit den 1960er-Jahren bekannte Erdgaslagerstätte erschlossen. Heute deckt das Erdgasfeld „Adorf-Karbon" fast die Hälfte der gesamten deutschen Erdgasproduktion des Energieunternehmens ab und versorgt nach Unternehmensangaben umgerechnet 300.000 Haushalte mit regionalem Erdgas. Die Region ist für das Unternehmen der mit Abstand wichtigste Standort in Deutschland: Rund 190 der insgesamt 460 Mitarbeitenden arbeiten hier, zusammen mit dem Emsland liefert der „District West“ 60 Prozent der gesamten deutschlandweiten Produktion.
Wie lange lässt sich die Erdgasförderung in der Grafschaft Bentheim noch wirtschaftlich fortsetzen? Wie geht Neptune Energy mit Sorgen von Grafschafter Landwirtinnen und Landwirten um? Und was bleibt vom Rückbau alter Bohrstellen übrig? Antworten gibt es in der neunten Episode der dritten Staffel von „Chefsache(n)“, dem Wirtschaftspodcast von den Grafschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Chefsachen, der Wirtschaftspodcast, der Graschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung.
00:00:07: Mit Räufmasselling und Gästen aus der Region!
00:00:14: Wie schafft ein mittelständischer Familienbetrieb die Transformation zum Global Player?
00:00:19: Oder wie zukunftsfest ist der Standort Deutschland?
00:00:23: Darüber spreche ich heute mit Jörg Degelmann dem Geschäftsführer der Firma Beku Plast Ausringe.
00:00:29: Und damit herzlich willkommen liebe Hörer.
00:00:31: zur neuen Folge von Chefsachen im Wirtschaftspotcast.
00:00:35: Ja, Degelmann.
00:00:36: Erstmal muss ich ja fragen, Jörg Deglmann das klingt irgendwie nicht wie ein Graschaftername?
00:00:41: Das ist auch richtig!
00:00:42: Das klingt wie ein bayerischer Name aber ich bin tatsächlich im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen.
00:00:48: Aber durch die Wurzel meines Vaters kommt halt der Deggelmann, das ist auch nicht klassisch.
00:00:54: wenn man es spricht Kommt ein E nach dem G, aber so wie sie es aufgeschrieben haben kommt das L direkt nach dem g. Also
00:00:59: richtig bayerisch?
00:01:00: Richtig bayerische.
00:01:01: Richtig wie Vokalschlucker sage ich
00:01:04: ja.
00:01:05: Ja toll und der Degelmann, der bayerisch klingt und aus dem Ruhrgebiet stammt er hat schon einen langen beruflichen Lebensweg hinter sich bevor er bei Beku Plast angefangen hat.
00:01:17: Absolut
00:01:18: absolut!
00:01:18: Ich habe Mal, wie sich das für ein Ruhrgebietskind gehört habe ich tatsächlich im Ruhrgebiet Betriebsschlosser gemacht.
00:01:26: Da war so eine Ausbildung und man hat sogar zwei Jahre Untertage gearbeitet bevor ich dann mich für ein Studium entschieden habe, Abitur nachgemacht, Studium gemacht hinterher eine erste Produktionstätigkeit in einem Schmiedeunternehmen aufgenommen bei damals noch Tüssen ja später Tüßen grob.
00:01:43: Hab dann Wirtschaftsingenieurwesen parallel studiert.
00:01:47: Hab die Private Equity ausprobiert, hab für eine Luftfahrtgesellschaft Reparatur gesellschaft gearbeitet, MTU befreucht an irgendwann mal einen Anruf eines Headhunters bekommen hat der gesagt hat ich habe hier ne ganz tolle Firma.
00:02:03: Erdege man die Baker Plastienringe, die suchen jemanden der sie dabei begleitet weiter in die Zukunft zu gehen.
00:02:10: und da war meine erste Frage Er ist Beko Plast, wo es Ringe und nach einigen Interviews mit den Familiengründer und auch den aktuellen Gesellschaftern habe ich festgestellt.
00:02:22: Hey!
00:02:22: Einmal die Region ist spannend aber das Unternehmen ist noch spannender?
00:02:26: Ja, das Unternehmen isch spannend und das muss ja auch einem Line erst mal erklärt werden.
00:02:30: also Ich hab auf ihrer Internetseite gelesen Die Beko-Plast Unternehmensgruppe bezeichnet sich als Lösungsangebieter für ihre Logistik.
00:02:39: soweit ich weiß produzieren sie doch so Jetzt mal Plastikkisten.
00:02:44: Ja, lassen Sie sich da bitte nicht in unserer Produktion mit erwischen.
00:02:47: das war mein erstes Wort Kisten.
00:02:49: dann habe ich stark gelernt wie man tatsächlich behält hat.
00:02:54: und warum Lösungsambienter?
00:02:55: Das ist etwas.
00:02:57: wir haben auch eine starke Innovationspower die wir haben und am liebsten ist es uns wenn wir mit dem Kunden zusammen für seine logistische Herausforderung am Ende des Tages einer Lösung entwickeln.
00:03:09: Und das endet dann auch, wenn wir den Auftrag bekommen in der Produktion eines Behälters.
00:03:14: Das ist so ein bisschen die Verbindung dabei
00:03:18: und das macht Beku Plus schon ziemlich lange.
00:03:20: Das is ja ein Familienunternehmen und die Familie ist ja auch immer noch Hauptgesellschafter aber in der zweiten Generation.
00:03:27: Absolut!
00:03:28: Wir haben ja letztes Jahr unser vierzigjähriges Jubiläum gefeiert sehr groß mit unheimlich vielen Besuchen.
00:03:36: Ja, der Firmengründer William Rolofs, der das ins Leben gerufen hat, hat dann lange das Unternehmen begleitet und aufgebaut.
00:03:47: Das ist permanent gewachsen und konnte dann Sozialtausendsechzehn übergeben an die beiden aktuellen Gesellschaftern.
00:03:55: Und das ist natürlich für uns schön und auch für die mitarbeitenden Vorhörter, dass es da weitergeht in der zweiten Generation.
00:04:03: Aber der William Rolfs, Jetzt sage ich Plastikbehälter hergestellt.
00:04:09: Er hat schon Plastiks oder Kunststoff, ich sage lieber Kunststoffplastik ist so die Saalgemein gebraucht.
00:04:15: Das wollen wir nicht.
00:04:16: Kunststoffbehältern hergestellt damals wirklich besprechen von Bollekisten das war der Ursprung, das sind so Blomzwiebel-Zuchtbehälte.
00:04:25: also sag' ich, da sind immer die Schwarzen damit sind wir groß geworden.
00:04:29: das waren so die erste DNA ist aber dann aufgrund der niederländischen Nähe an der Grenze relativ schnell zu einem großen Anbieter von Pooling-Behältern gekommen.
00:04:42: Das heißt, das ist die Europool wenn man Obst und Gemüse sieht beim EDK.
00:04:46: da gibt es dann die Grünbehälter und das war etwas was er auch aufgetan hat.
00:04:51: Ist die Farbe denn entscheidend für so ein Behälter?
00:04:55: Ja sie zeichnet im Grunde aus einmal was der Kunden natürlich möchte.
00:04:58: also wenn der Kunde pinken Beheltern möchte dann bekommt er die.
00:05:02: Und zum damaligen Zeitpunkt war halt schon grün die Nachhaltigkeit.
00:05:06: Solche Behälter gibt es ja schon sehr, sehr lange und die ersten muss ich sagen das waren so blaue Behältern, die dann gepult wurden.
00:05:15: bei den Grünen ist es die Verbindung zur Nachhaltigkeit auf einem Gemüse in wirklich nachhaltigen Behältern zu transportieren, die natürlich auch... Das muss ja Sauberkeit entsprechend spiegeln.
00:05:28: aber ansonsten spielt die Farbe ein Stück weit für den Behälter eine Rolle, wenn man sie herstellt.
00:05:34: Dann gibt es gewisse Verzüge, die entstehen können.
00:05:37: also da muss man beherrschen um das machen zu können.
00:05:42: Ich habe gelesen dass Sie jährlich rund ein dreißig Millionen Stück produzieren.
00:05:47: Das ist richtig!
00:05:49: Also dann aber nicht immer der gleiche Behälte in verschiedenen Farben sondern das sind ganz verschiedene Produkte
00:05:54: Das sind ganz verschiedene Produkte für unterschiedliche Anwendungen, das sind Logistikbehälter für Leger.
00:06:01: Kann man sich vorstellen?
00:06:02: Das sind natürlich auch die Klappehälter, die wir haben.
00:06:05: Das sind Anwendung im Baumarkt in unterschiedlichen Farben, in Grau, in Transluzent oder transparent, versteht man glaube ich besser draußen.
00:06:14: Wenn man im OBI geht dann sieht man eine Marke von uns, die heißt SOPLUS.
00:06:18: Ja, das ist ein Tochterunternehmen von uns die im Grunde dass für den Baumarkt vermarktet und es geht in unterschiedlichste Anwendungen.
00:06:25: In Automobil was nun kleiner Anteil bei uns ist ja in die Intralogistik in den Handel und eine breite Spektrum tatsächlich von Produkten und Behältern.
00:06:38: Wie viel mitarbeitende beschäftigen Sie sich denn bei die Kupplast?
00:06:43: Wir haben in der gesamten Gruppe etwas über fünfhundert.
00:06:47: Im Headquarter, wie man so schön Neudeutsch sagt haben wir dreihundertvierzig.
00:06:51: Also
00:06:52: das Headquarter ist der Stammsitz in Ringe und
00:06:54: dann haben
00:06:55: sie noch verschiedene andere Standorte?
00:06:56: Absolut!
00:06:57: Wir haben auch ein Produktionsstandort in Polen.
00:07:01: Lajiska Gorne.
00:07:02: ich hoffe spreche es richtig aus um mal zu sehen.
00:07:04: Sicher besser als ich.
00:07:05: Das kann gut sein.
00:07:07: Man kann sich das vorstellen dass es ungefähr zwischen Krakow und Katowice in der Mitte ja und da haben wir auch zwei tausendsechzehn als Christian und Steffi übernommen haben, als relativ erstes Projekt den Standort auch übernommen aus einer Private Act.
00:07:21: Und das ist ein Familienbestandteil und damit erobern wir aus Europa.
00:07:28: Und dann haben wir noch zwei Distributionsgesellschaften.
00:07:32: Das ist einmal die Skippost in der Winter in den Niederlanden, die als Handelsunternehmen auch vertreiben und wir haben noch diese Plus in Bonn.
00:07:43: Das ist wie gesagt unsere Tochter, die wesentlich in einem Baumarkt unterwegs ist.
00:07:48: Also B to C.
00:07:50: Das sind aber Vertriebsgesellschaften im Grunde.
00:07:53: also dort wird nichts hergestellt sondern das was dort vertrieben verkauft wird oder vielleicht auch verließt wird, weiß ich nicht?
00:07:59: Das wird in Ringe hergestellt.
00:08:01: Das wird den Ringe- oder Polen hergestellt und dort vertriebene.
00:08:05: Aber sie haben natürlich beide die Stärke ein Produzenten, einen starken Produzent im Hintergrund zu haben.
00:08:11: Das bedeutet wenn die auch mit Kunden unterwegs sind und wollen Projekte fahren dann gehen wir gemeinsam an den Tisch.
00:08:18: ja das ist vielleicht der Vorteil oder der Unix Selling Point würde ich sagen denen wir haben unsere Töchter halt auch als produzierendes Unternehmen auftauchen zu lassen.
00:08:29: Nun erklären Sie am Line wie mir was unterscheidet denn einem Behälter den sie an Obi liefern von einem Behölter für die Automobilindustrie?
00:08:38: Das sind die Anforderungen in Automobilbehälter, wie gesagt das ist nur ein kleiner Anteil.
00:08:45: Der ist durch klare Dienen vorgegeben.
00:08:50: Also die Größe oder was ist da vorgegen?
00:08:51: Die Größe im Grunde, die Bestandteile, die Geometrien... Das ist alles dientechnisch, der ja deutsche Insulinär das hier häufig macht.
00:09:01: Da kann man wenig machen und es sind Standardprodukte die dann in den Preisvergleich gehen, das können viele.
00:09:09: Jetzt ist es natürlich im Baumarkt-Behälter hat vielleicht nicht ganz so hohe Anforderungen wie ein Behälter in der Automobilindustrie.
00:09:16: wenn ich jetzt aber mal auf andere Produkte springe wie zum Beispiel gerade den Klappbehälter für Obst und Gemüse, dann ist die Anforderung eine ganz andere und da ist die Stärke die wir ausspielen können wirklich in die Entwicklung zu gehen und zu gucken wie kann man dem Behältern für die logistische Anwendung verbessern.
00:09:35: Also
00:09:35: ist das eine Anforderung an die Form oder ans Material?
00:09:41: Oder was für Anforderungen muss ich mir davor stellen?
00:09:43: Das sind die Anforderungs im Grunde auf die Anwendungen, wo die Form hinterher angepasst ist und auch an Materialanforderungen.
00:09:50: Es kann Farbe sein, es kann im Food-Contact also im Obst und Gemüse.
00:09:55: Ist natürlich auch eine Materialanforderung.
00:09:57: da sagen wir Als Fachleute, wir fanden mit Virgin Material.
00:10:02: Das erklären Sie bitte noch
00:10:03: mal?
00:10:04: Das ist Material was nicht verunreinigt ist, das direkt in kleine Küche aus Öl gemacht wird um das mal Platz zu formulieren.
00:10:12: Ja!
00:10:13: Das ist vielleicht nochmal ein spannender Punkt.
00:10:15: also das Material was sie überhaupt verarbeitet und ich bleibe mir bei dem ungeliebten Begriff Plastikboxen.
00:10:21: Das Rohmaterial wird Ihnen geliefert.
00:10:24: Also Sie kaufen von großen Herstellern, es gibt glaube ich gar nicht so viele in Europa, kaufen sie dieses Granulatzeus?
00:10:30: Genau da kaufen wir das Granulad in Reinformen dann ist es durchsichtig.
00:10:34: Das mischen wir mit Farbe und dadurch entstehen die Behälter.
00:10:42: Mittlerweile kann man aber sagen ja das Thema Nachhaltigkeit ist uns auch sehr wichtig und gerade wenn man in den Frutbereich geht, dann spricht man von sogenannten closed loop.
00:10:53: Das heißt wir halten die Produkte, die aus meiner Sicht manchmal viel zu lange im Umlauf sind, im Kreislauf und wenn sie dann gar nicht mehr verwendbar sind für die Anwendung, dann holen wir die zurück oder unser Kunde holt sie zurück formalti und wir fahren die wieder in einem geschlossenen Kreislaub wo der kontrolliert wird zurück.
00:11:13: Ja gibt auch offene kreisläufe wenn man non food hat also was nicht mit food in kontakt kommt.
00:11:18: da sind wir sogar in der lage aus dem gelben sack wertstoffe wieder zurückzuholen mit einem partner und haben auch behält aber wir sogar.
00:11:26: Fünfzig prozent aus den gelben sack zurückgewundener wertstoffen, mit verbindungen von originalmaterial von virgin material mixen ja das werden sich die schwarzen belter bei uns angucken das ist genau solcher behälter.
00:11:41: Ja, das ist ein spannendes Thema.
00:11:43: also Material ist natürlich sehr wichtig.
00:11:45: Also da sind wir ja schon fast beim Thema Nachhaltigkeit was ihre Branche und ihr Unternehmen speziell natürlich sehr stark fordert.
00:11:54: Letzten Endes dieses Granulat von dem wir eben sprachen ist ein Erdöl Produkt.
00:12:00: Das wird immer teurer und ob man Erdöle für solche Dinge überhaupt noch verwenden sollte ist ja eine Aufsondelfrage.
00:12:06: aber unter dem Gesichtspunkt Klimabilanz Und CO²-Ausstoß wird es hier einmal problematischer jetzt auf dieses Granulat zu setzen, oder?
00:12:16: Ja gut.
00:12:17: Ich sage immer also gut investiertes Geld in Öl ja weil wenn man das mal in den Umlauf gebracht hat dann wird das Jahrzehnte nicht sogar Jahrhunderte im Umlauf bleiben.
00:12:29: Wenn ich diese Kreislaufwirtschaft mache ansonsten der Kasten der Behälter, die sich herstellen.
00:12:35: Sie
00:12:36: dürfen Kasten lagen?
00:12:36: Danke!
00:12:38: Der Behälte, den sie herstellen...der ist nicht Erhunderte im Umlauf.
00:12:42: Doch weil er eigentlich ein Behältern, nicht Erhunter, aber er schafft schon Umläufe bis zu zwanzig, fünfzwanzig.
00:12:49: Wir haben dreißig Jahre teilweise Behälters wie wirklich die Anwendung gefahren haben.
00:12:54: und jetzt wenn ich von dem Behälther spreche dann heißt es ja Ich hole ihn zurück vom Marlin bringe ihn wieder rein.
00:13:00: das heißt ich brauche keinen kein neues Öl, natürlich für den Wachstum.
00:13:06: Braucht man Neues Öl oder hergestellt in Granulat und mixt das dann bei.
00:13:12: Weil die Anwendung natürlich Gott sei Dank entsprechend wachsen und wie immer stärker in Automation gehen müssen und das hilft uns natürlich.
00:13:20: Um im Produktionsprozess nochmal eben zu bleiben dieses Granulad wird im Grunde eingeschmolzen.
00:13:24: habe ich richtig verstanden?
00:13:25: es sind Thermoplasten die sie da
00:13:27: verarbeiten
00:13:29: also mit Spritzkuss
00:13:30: Spritzkurs, genau.
00:13:32: Nicht Tiefziehgeschichten, das machen sie nicht?
00:13:34: Das machen wir nicht, nein!
00:13:35: Wir sind ein reiner Spritzkrussbetrieb.
00:13:38: und wie Sie sagen, wenn ich das zu Hause versuche zu erklären ist es ungefähr wie Backen.
00:13:43: Man hat eine Knetmasse, man erwärmt, man fährt das durch einen Extroler ja und dann spritzt man das in eine Form, lässt es ein bisschen kalt werden und nimmt es aus der Form raus.
00:13:54: Ja, jetzt werden mir meine Kunstoffinionäre wieder aus Dach steigen wenn sie es hören.
00:13:57: Ich halte das so ein bisschen wie kuchenbar.
00:13:59: Aber ist auf jeden Fall sehr energieintensiv?
00:14:01: Absolut!
00:14:03: Und Energie ist teuer.
00:14:05: und wir kommen zum Thema Nachhaltigkeitsbericht.
00:14:08: Sie müssen nachweisen dass die Energien der Energieeinsatz ja eigentlich immer weiter zurückgefahren wird.
00:14:15: Wie funktioniert das denn?
00:14:17: Ja gut, indem man schlau auf Energie reagiert.
00:14:21: Und wenn ich sage schlaue auf Energie und reagieren das ist einmal natürlich die eingebrachte Energie pro Kilogramm Kunststoff weniger zu haben.
00:14:30: wir werden es nie ganz schaffen energie los oder vielleicht irgendwann in vielen vielen Jahren geht das vielleicht energielos.
00:14:37: im moment sehe ich dass noch nicht ja aber das heißt immer weniger Energie in den Kunststoff einzubringen, um ihn aufzuschmelzen.
00:14:46: Und da ist unser Beko-Plast zum Beispiel gelungen durch innovative und neue Investitionen in Maschinen, Technologien, den Energiebedarf um zwanzig Prozent zu senken.
00:14:55: Und das ist schon ich glaube in der heutigen Zeit sehr viel.
00:14:59: Dann ist natürlich wärmer Rückgewinnung.
00:15:02: also wir nutzen die komplette Wärme aus den Anlagen, um im Winter z.B.
00:15:07: zur Heizen.
00:15:07: Das heißt wir haben kaum Gas ja?
00:15:10: Wir substituieren Energiebedarf über Photovoltaik, die wir auf den Dächern haben.
00:15:16: Wenn man schön über unser Gelände schaut dann sieht man die Dächer voll mit Photovollteiganlagen, die in der Lage wären ungefähr fünfhundert Haushalte zu versorgen.
00:15:26: Wann bauen Sie das erste Windrad?
00:15:28: Das ist ein Thema, Herr Marceling.
00:15:31: Da treffen sie... Wir würden sofort bauen!
00:15:34: Wie einige andere auch?
00:15:37: Aber da steht uns die Politik maximal im Weg.
00:15:42: oder sagen wir mal nicht die Politik.
00:15:43: Sagen wir einmal die Bürokratie und aus meiner Perspektive der fehlende Wille Unternehmer zu unterstützen.
00:15:51: Ja,
00:15:52: Unternehmer unterstützen.
00:15:53: Das ist ja etwas, worauf sie dringend angewiesen sind.
00:15:56: Sie haben den Standort in Polen erwähnt.
00:15:58: Den haben sich sicherlich nicht gegründet weil sie in Deutschland billiger produzieren können?
00:16:03: Das ist richtig!
00:16:05: Einmal sind die Kostenstrukturen in Poln natürlich etwas besser und auch im Polen sieht man, dass die Technologien weiter nach vorne gehen.
00:16:16: das der Wille da ist von den Menschen.
00:16:18: Man hat ja früher immer gedacht Polen Qualität Das können wir nicht bestätigen.
00:16:23: Natürlich müssen wir da auch ausbilden, aber sagen mal das ist günstiger dort zu produzieren.
00:16:31: Nicht alles.
00:16:32: man muss sagen wir transportieren ja mit unseren Behältern auch viel Luft und von daher kommt es natürlich dann auch darauf an wo fahren die Behälter hin?
00:16:41: Und dann kann es auch schon mal günstig sein aus Deutschland zu produziert.
00:16:46: oder anders gesagt Wir haben hochautomatisierte Prozesse, dass der Anteil der Personalaufwendungen geringer ist.
00:16:55: Das können wir in Polen mit ein bisschen mehr Personal machen.
00:16:59: Nun bleibe ich nochmal bei den boshaften Plastikbehältern und das ist ja ein Produkt wo sie sagen Sie haben auch viel Entwicklungskapazität um spezielle Anforderungen abzudecken aber letztlich ist es ja kein Produkt Was Sie sozusagen weltweit alleine herstellen, es gibt viele Hersteller die unterschiedliche Plastikgäste herstellen.
00:17:21: Also sie müssen wettbewerbsfähig sein?
00:17:23: Absolut!
00:17:24: Und wett bewerbsfähig ist man ja letzten Endes.
00:17:26: über Innovation aber vor allem über den Preis
00:17:30: Ja ich würde sagen in Deutschland müssen wir Innovationstreiber sein weil wenn wir nur über dem Preis kommen haben wir in Deutschland werden wir Deutschland noch mehr Probleme bekommen.
00:17:39: Und so wie wir das tun, aber auch einige Marktbegleiter ist es halt so dass die Innovation kommt.
00:17:46: Die Lösung so abzustimmen, dass man ein Ideal hat.
00:17:49: Das Ideal ist auf die Anwendung angepasst.
00:17:52: Geringster Materialeinsatz Ja das heißt auf Recycling Fähigkeit zu achten, was über die europäischen Anforderungen sowieso kommen wird.
00:18:02: Das heißt dass tun wir schon alles am Anfang und dann nicht einfach nur eine Form zu haben einen schweren Behälter der das auch kann sondern wirklich mit Intelligenz... ...und mit vernünftigen Designs und Geometrien darauf zu reagieren.
00:18:15: Und das ist ein Vorteil den wir in Deutschland haben und den wir als Beku-Plast auch... maximal ausspielen und ausspilen werden, weil das unser einziger Wettbewerbsvorteil ist.
00:18:25: Und es gibt genügend Nachteile.
00:18:27: Also dass was ich so despertierlich als Plastikkeste bezeichnet habe, da steckt mir eine Menge Know-how drin?
00:18:33: Aber absolut!
00:18:34: Ja.
00:18:34: also ich hatte angefangen bei der BK Plus.
00:18:36: Ich bin ja von Hause aus Maschinenbauingenieur, aber solange mit Stahl um Metall zu tun gehabt hat.
00:18:42: Und hab gedacht, Kunststoff wird schon nicht so schwer sein.
00:18:46: Aber dann hat mir einer unserer Mitarbeiter irgendwann mal gesagt Herr Degelmann, das ist Kunststoff und das zu verarbeiten ist eine Kunst diesen Stoff zu verarbeitet.
00:18:56: Und ich bin immer wieder begeistert wenn ich sehe wie unsere Mitarbeitenden diese Prozesse im Griff haben.
00:19:02: und auch das ist ein Vorteil den wir in Deutschland haben durch unser Ausbildungssystem wirklich eine hoch qualitative Ausbildung zu haben diese Prozess zu beherrschen.
00:19:13: also es ist wirklich nicht nur ein Behälter Es ist ein Systembestandteil.
00:19:19: Dieser Behälter der Rohstoff, den hatten wir gerade schon mal.
00:19:22: Der ist bei Ihnen hauptsächlich PPI?
00:19:25: Nein, PE.
00:19:27: Wir haben Polyethylhene und Polypropylhähne im Einsatz.
00:19:31: Das ist so im Moment noch so in den Sechzig-Vierzig.
00:19:34: Also sechzig Prozent polypropylene, vierzig Prozent Polyethylene.
00:19:38: Ja das hängt von der Anwendung ab.
00:19:40: Aber die Klimabilanz der beiden Stoffe ist auch sehr unterschiedlich.
00:19:44: Das ist tatsächlich so, deswegen geht es ja wieder um Ressourcenschonung.
00:19:49: Sie haben ja wahrscheinlich freiwillig schon für vierundzwanzig nachhaltigkeitsbericht vorgelegt.
00:19:55: Absolut!
00:19:56: Denn viele Unternehmen jetzt erstellen aber demnächst alle erstellen müssen.
00:20:01: sie haben den die erste Auflage schon geschafft war sicher nicht ganz einfach.
00:20:07: Ja, ich sag mal das ist ja vielleicht.
00:20:09: Ich bin Ruhrgebietskind und im Norddeutschland ist es oft so man macht viele Dinge, man spricht nicht drüber.
00:20:15: Das heißt wir mussten viele Dinge die wir sowieso tun, mussten wir natürlich zusammenschreiben.
00:20:22: Einfach
00:20:22: dokumentieren und nach draußen zeigen.
00:20:24: Und für ein Familienunternehmen ist es sowieso beim Staat schon... Wir sind grün.
00:20:31: also Das ist die Farbe, die es damals ausgewählt worden.
00:20:34: Sicherlich per Zufall aber so ist unser Herz.
00:20:36: wir sind grün das haben wir zusammengeschrieben und Wir sind natürlich auch über energiesysteme.
00:20:43: Sind wir da?
00:20:43: sind wir wirklich darauf ausgerichtet?
00:20:46: So viel wie möglich zu tun was wir nicht tun?
00:20:50: weil dass sagen wir das ist nicht richtig irgendwelche zertifikate zu kaufen um dann grün zu wirken also co zwei neutral zu wirkt was gar nicht da ist.
00:21:02: So kann man sagen, das tun wir nicht.
00:21:06: Das Ziel ist ja bis zu den Klima-Nutralen werden.
00:21:09: Schaffen Sie das?
00:21:11: Wenn wir schaffen irgendwelche Windräder unsere Kommunen davon zu verzeugen, dass wir Windrädern bauen dürfen, ist das Ziel mehr als es im Moment scheint.
00:21:21: Aber das Stichwort Bürokratie haben sie gerade schon mal erwähnt.
00:21:25: Es ist in Deutschland immer schwieriger glaube ich für ein Mittelständesunternehmen überhaupt zu wachsen.
00:21:30: Und Sie wollen ja wachsen, habe ich so verstanden.
00:21:32: Wo wachsen sie denn?
00:21:34: Ja wir wachsen tatsächlich nicht so stark in Deutschland wie wir es in Polen tun werden und was sicherlich auch eine Besonderheit ist für mittelständisches Unternehmen sich zu überlegen in die USA zu gehen oder nicht zu über legen.
00:21:49: Wir haben's entschieden auch in die US zu gehen.
00:21:53: Einmal wollen die Kunden das und zum anderen sehen wir dann den Wachstum.
00:21:56: Ja,
00:21:57: also dass wäre die Frage warum machen Sie das?
00:21:59: Können sie da Behälter verkaufen, die sie hier nicht verkaufen können oder wäre der Produktion hier zu teuer um sich dorthin zu exportieren?
00:22:06: Oder wollen sie Tramp's Zölle umgehen?
00:22:07: oder warum machen sie das?
00:22:09: Das machen wir einmal.
00:22:10: Also der erste Punkt ist natürlich die Kundenfragen.
00:22:14: Die sagen man Beko Plast ihr habt Tolle Produkte, ihr produziert gute Qualität.
00:22:19: Also
00:22:19: da gibt es irgendjemanden in Cincinnati der sagt dahinten in Ringe im fernen Europa, da sitzt einer, der kann das.
00:22:25: Fast so?
00:22:26: Das kommt ja nicht von alleine.
00:22:27: also so ein deutsames Ringe hier nicht im Weltmarkt.
00:22:30: Was ist so?
00:22:31: aber wir bedienen natürlich europäische Hersteller die in Amerika natürlich auch wachsen.
00:22:36: Das sind gewisse Integratoren die dort auch Lagersysteme bauen und da ist Amerika auch ein Stück weit europäisch geprägt.
00:22:43: Ja, selbst da macht es uns einfach.
00:22:45: Also wir müssen hier nicht in Inch-Systemen sondern wir können in Dienstsystemen leben und das sind Kunden die uns aus Europa kennen, die uns auch mit im Grunde nach Amerika nehmen.
00:22:55: und wir sprechen von sogenannten Brückenkunden und damit haben wir den Staat.
00:23:00: aber muss auch sagen Amerika ist ein Land oder einen Kontinent ja wo muss man ja sagen?
00:23:06: Ist ein Kontinent der Wirklich unheimliches Wachstumspotenzial hat, wenn man mal drüben war.
00:23:12: Also wir sprechen aber jetzt erstmal von USA nicht von Gesamtamerika?
00:23:16: Wir sprechen von USA.
00:23:17: Ja.
00:23:18: Und in den USA wollen Sie jetzt ein eigener Fabrik aufbauen oder
00:23:22: wie?
00:23:23: Wir werden.
00:23:24: Wir wollen und wir werden
00:23:25: Sonderwetter.
00:23:26: Ist das einfach da?
00:23:27: oder muss ich da auch erst einmal einen langen Behördenweg hinkaufen
00:23:29: nehmen?
00:23:32: Es ist einfacher als in Deutschland.
00:23:33: also wir haben dort einige Besucher gemacht.
00:23:38: Ja, ich muss sagen wenn man sich da mit den Business-Developern oder Wirtschaftsvereinigungen wirklich trifft.
00:23:43: Dann fühlt man sich und unser Inhaber war mit Christian Rohloff's dann fühlt Man sich echt noch als Unternehmer wertgeschätzt.
00:23:51: also das ist etwas ganz anderes als in Deutschland Das Black and White.
00:23:56: Ich sage nicht dass alles richtig ist was in Amerika passiert aber die unterstehen so.
00:23:59: Vielleicht
00:24:00: ein Beispiel.
00:24:00: wie geht es da?
00:24:01: Also Sie kommen dahin und sagen So ich will jetzt hier immer eine Fabrik bauen Oder ich brauche keine Ahnung zehn Hektar
00:24:07: Ja, nicht ganz so leicht.
00:24:09: Es gibt erst mal das Verfahren und zu sagen hey wir wollen nach Amerika dafür haben wir uns eines Beratungsunternehmens bedient was es uns erstmal geholfen hat.
00:24:17: mit wem müssen wir überhaupt sprechen?
00:24:19: Weil ich kann ja nicht anrufen irgendwo und sagen wir sind Beko-Plast wir wollen abbauen sondern man hat Kontakte.
00:24:25: Sie haben's ja wahrscheinlich auch gar nicht so sehr mit der Zentralregierung zu tun sondern eher mit Bundesstaaten oder ...
00:24:29: eher mit Bundesstaaten oder da sogar mit Counties.
00:24:32: Also das sind die Counties für sich selbst verantwortlich, in den Counties gibt es Business Developer und die entscheiden... Da geht's darum man bewirbt sich füreinander.
00:24:43: also wir haben dann im Februar Anfang des Jahres, ich glaube wenn ich das richtig im Kopf habe mit sieben Bundesstaatens und ungefähr zwanzig Counties haben wir so einen Austausch gemacht, sich gegenseitig vorgestellt und dann haben wir das in eine sogenannte Shortlist gebracht und haben dann auch irgendwann die Counties besucht.
00:25:02: Und alleine dieser Besuch, wenn ich nur von ... Die waren alle ähnlich!
00:25:05: Man kommt da hin... Dann ist der Chef des Counties, also der im Business Development vorsteht.
00:25:13: Der leitet das Ganze.
00:25:14: Und dann sitzen ganz viele Menschen drumherum.
00:25:16: Arbeitsamt, College-Vertreter, University-Vortreter.
00:25:23: Und jede Frage, die man hat wird beantwortet.
00:25:27: Also sofort in Meeting?
00:25:28: sofort
00:25:29: im Meeting oder Hilferangeboten.
00:25:32: Hilfer-Angeboten, wenn ihr hier rüberkommt dann ist meine Mobilnummer, ihr könnt mich anrufen und jederzeit.
00:25:40: am Samstag Sonntag haben wir da so ein bisschen geschärzt, als wir gefahren sind und da hat man eine Mobilnummer wirklich vom Developer.
00:25:46: und dann habe ich gestern gesagt das wäre ja auch ne Mobilnumer von unserer Wirtschaftsförderung hier wo du dann am Wochenende angerufen kannst.
00:25:53: oder müssen wir uns an die Bürozeiten halten?
00:25:58: Ja, das wird die Wirtschaftsförderung hier natürlich gar nicht gerne hören.
00:26:01: Die geben sich schon
00:26:01: Mühe.
00:26:02: Ich glaube eine Mobilnummer haben die auch und man die auch am Wochenende anrufen kann weiß ich nicht.
00:26:06: aber ja so ganz unerreichbar sind sie nicht.
00:26:09: Aber wenn ich das jetzt höre scheint dass da alles viel sozusagen unkomplizierter abzulaufen.
00:26:14: Also wenn ich höre die sitzen alle an einem Tisch egal welcher Frage ich jetzt habe die wird hier sofort aufgenommen.
00:26:19: es ist bei uns dann ein bisschen anders vielleicht?
00:26:21: Das
00:26:22: ist so!
00:26:22: Vielleicht hab' ich einen Beispiel nennen was das ein bisschen... ... vielleicht plakativer macht.
00:26:27: Wir waren drüben und sind mit einem County-Vertreter gefahren... ...und haben uns für Greenfield auch interessiert, dann ist er mit uns auf ein...
00:26:35: Eben erklären was Greenfield ist?
00:26:37: Greenfield im Grunde ist ein freies Gelände was fertig ist um dort eine Halle draufzubauen.
00:26:44: Was aber nicht belastet ist, da war vorher noch keine Industrie sondern das ist neu?
00:26:48: Das ist neu und oder dass wird so hergestellt ähnlich wie bei uns in Industriegebieten kann man sich das auch vorstellen.
00:26:55: Und dann gibt es dann Bereiche die man halt mit einer Halle bebauen darf oder kann.
00:27:01: Dann sind wir auf einen Waldstück zugefahren und dann sind wir Offroad tatsächlich in den Wald reingefahren rein gehoppelt würde ich etwas sagen.
00:27:08: und dann hielt er mitten dran an Und sagte, stieg aus und sagt ja hier.
00:27:12: Dann guckten Christian und Olaf und ich, wir gucken uns an.
00:27:15: Was ist hier?
00:27:16: Ja, hier machen wir die Fläche im Wald.
00:27:20: Wir haben gefragt, wie lange dauert das denn ungefähr?
00:27:25: Und dann hat er seinen Architekten reingeholt und noch einen Vertreter.
00:27:29: Bis haben sie gesprochen.
00:27:30: Genehmigung so drei bis vier Wochen.
00:27:32: Dann freimachen Waldgraden also flachmachen Ungefähr noch mal zwölf Wochen, also irgendwas so zwischen fünfzehn und sechzehn Wochen.
00:27:41: Und dann habe ich gefragt, sonst könnten ja manchmal Sprachbarrieren sein... ...und Wochen oder Monate?
00:27:49: Da guckte er mir.
00:27:50: Monate das?
00:27:51: Nee!
00:27:52: Und fragte mich dann wie lange dauert das in
00:27:53: Deutschland?!
00:27:54: Und wahre Geschichte, da dachte ich, hab' ich gesagt, hmh, in Deutschland brauchen wir schon mal so zwölfe bis sechszehn Monate, bis wir die Vögel gezählt haben.
00:28:04: Das war so ein Witz.
00:28:05: Wenn er zum Menschen, man kann ja auch mal einen Witz machen.
00:28:08: Da guckte der mich ernst an und sagte aber die Vögel fliegen doch weg, wenn wir die Wälder roten.
00:28:14: Und das ist einfach zu zeigen, dass es hier nicht alles richtig da somit in den Ressourcen umzugehen.
00:28:20: Aber so ein Mittelding dazwischen diese Bereitschaft Unternehmer zu unterstützen, dieser Energie, die man damit nimmt, dieser Wille Arbeitsplätze hier zu schaffen also dort zu schaffen.
00:28:32: Wir vermissen das hier in Deutschland
00:28:35: Und kaufen Sie jetzt das Stück Wald, was dann kein Wald mehr ist?
00:28:38: Wo die Vögel weggeflogen sind.
00:28:39: Haben sie schon gekauft?
00:28:40: Das kann ich jetzt hier nicht so offen sagen.
00:28:42: und was wir da genau machen weil vielleicht hört ja der ein oder andere Marktbegleiter mit.
00:28:46: Achso
00:28:46: okay!
00:28:48: Aber es ist jedenfalls sicher dass sie also da irgendwo einen Greenfield für ihre Zwecke nutzen werden.
00:28:55: Entweder wir nehmen den Greenfield- oder eine bestehende Halle, das sehen wir noch, das sind die zwei Ströme, die wir aktuell betrachten
00:29:01: Und eine bestehende Halle würde auch so unkompliziert an sie weitervermittelt?
00:29:05: Oder hat da der developer gar nichts mehr mitzutun, dass man Sie von Kunde zu Besitzer.
00:29:12: Ja das sind Hallen die tatsächlich auch von den Developern gebaut werden.
00:29:16: Das sind sogenannte Nenderspec-Buildings.
00:29:18: Auch ne verrückte Sache haben wir auch vorher nicht gewusst.
00:29:22: Die bauen in einer Halle in der gewissen Größe und warten darauf, dass irgendwann jemand kommt und die vielleicht mietet Teilweise ohne Boden drin teilweise mitboden und die werden dann auch verkauft.
00:29:34: Und das gehört dann auch der Kommune, also der County.
00:29:38: Und deswegen können sie da auch frei darüber verfügen.
00:29:40: Das muss natürlich dann passen.
00:29:43: Gut aber letzten Endes wenn Sie dann wie auch immer dort einen Standort aufbauen geht das nicht von heute auf morgen?
00:29:48: Dass wir ein Zeitfenster haben was Sie sich da überlegt haben und dann wollen Sie in USA für den US-Markt produzieren?
00:29:56: Absolut, ja.
00:29:57: Da geht's drum.
00:29:58: Und das heißt also Wachstum auf dem Weltmarkt ist für Sie nicht von Deutschland aus zu generieren?
00:30:03: Sondern dafür gehen sie in die USA und nach Polen sind sie ja schon
00:30:06: gegangen.
00:30:07: Genau, nach Haus Europa über Polen haben wir schon gegangen und USA wird dann auch ein Backstumsmarkt sein.
00:30:13: Das ist klar!
00:30:14: In der Gruppe halt so aufzustellen dass man Geld für Investitionen auch verdient kann natürlich für die Gruppe angewendet werden muss auch für die Gruppe angewendet werden, weil wir natürlich auch unseren Standort hier in Ringe nicht vernachlässigen dürfen.
00:30:30: Aber dafür müssen wir Geld verdienen.
00:30:32: Ja?
00:30:33: Wobei wenn man jetzt langfristig denkt könnte man ja auf die Idee kommen in Ränge ist vielleicht langfristige gar nicht mehr so viel Produktion sondern eher Entwicklung.
00:30:44: Ja soweit sind wir nicht dass wir sagen gar keine Produktion mehr.
00:30:47: aber wie gesagt ich habe es gerade schon gesagt da ist natürlich auch Transportwege sind wichtig und helfen auch.
00:30:53: Aber Innovation ist Innovation, Automation, Digitalisierung.
00:30:58: All diese Schlagworte die man hat das ist etwas was wir in Ringe machen müssen und das ist die Herausforderung die uns in Ringer trifft.
00:31:04: aber dass wir gar keine Produktion mehr haben das sehe ich aus der aktuellen Perspektive über die nächsten fünf zehn fünfzehn Jahre nicht.
00:31:15: Trotzdem haben Sie gerade im Grunde schon geschildert, dass das eine sehr kapitalintensive Produktionsbranche ist.
00:31:21: Sie brauchen modernste Maschinen um das herzustellen was sie auf dem Weltmarkt verkaufen wollen und können aber sie brauchen schon auch Mitarbeiter.
00:31:30: Definitiv!
00:31:30: Wie
00:31:30: sieht es denn aus mit der Fachkräftesituation?
00:31:35: Ja das kann man überall lesen und die Region hier hat sicherlich eine Arbeitslosenquote Ja, sehr gering ist und das bedeutet natürlich Fachkräfte dahin zu bekommen.
00:31:48: Und auch damit zählen wir uns auseinander.
00:31:51: deswegen gibt es Ausbildung wie.
00:31:54: er machen aus mit die Ausbildungsberufe und versuchen natürlich da jedes Jahr versuchen wir diese zu besetzen und auch die Leute dort zu binden indem wir den Entwicklungspotenzial geben.
00:32:06: Qualifikation aber auch eine Technologie.
00:32:10: ich glaube im letzten Jahr viele die uns besucht haben Die waren hinterher mit dem Wow-Effekt.
00:32:15: Da sind die rausgegangen und gesagt, woher?
00:32:17: Von außen sieht man gar nicht was da für eine Technik drinsteckt.
00:32:19: Und das bindet die Leute dann auch.
00:32:22: Ja sie brauchen ja auf der einen Seite sicherlich Ingenieure, Entwickler.
00:32:27: Sie brauchen aber auch versierte Fachkräfte, die mit den prozessgesteuerten digitalen Maschinen von heute und morgen gehen können.
00:32:34: Also die Ausbildung ist nicht ganz ohnehörig
00:32:37: mal sagen.
00:32:37: Definitiv!
00:32:38: Das ist so.
00:32:40: Ich hoffe dass ich es jetzt richtig sage... Kunststoff und Kautschuk Technologen, so heißt der Ausbildungsberuf ganz schwierig.
00:32:49: Die muss man ausbilden und da sind dann wirklich spezial ausgebildete Fachkräfte.
00:32:53: Man kommt aber nicht umhin die auf die Anwendung in den Fabrik auszubilden.
00:32:58: und auch da haben wir gute Leute, auch Ausbilder wie junge Menschen dann auch begleiten und auf die Prozesse einstellen.
00:33:06: Und man braucht jede Art.
00:33:08: Man braucht Mikatroniker, man braucht Werkzeugmacher, alle Arten von Berufen, um so eine Produktion sicher und produktiv und qualitätssicher zu gestalten.
00:33:20: Und so ein Wort sagen zum Stellenwert des Campus berufliche Bildungs in diesem Mosaik?
00:33:27: Man versucht ja nun hier vor Ort eine möglichst qualitativ hochwertige Ausbildung zu organisieren.
00:33:34: Ja wenn ich dazu was sage soll Campus absolut wichtig richtig gut nicht darauf einzustellen.
00:33:41: Wir sprechen von Linken, oder?
00:33:42: Nein wir sprechen vom CBB, vom Campus Berufliche Bildung der N-Northern aufgebaut.
00:33:46: Okay auch da ist natürlich wichtig weil das ist eine technische Ausrichtung und die ist absolut wichtig für die Region.
00:33:53: also da...
00:33:55: Lingen ist ja eher der Hochschulstandort
00:33:56: mit dem
00:33:57: wir sicher auch hier zusammenarbeiten ich weiß nicht ob sie auch abseilwenden da haben duales Studium oder ähnliches.
00:34:02: Haben wir auch mit Osnabrück.
00:34:04: aber jetzt mal auf Norton zurück zu kommen.
00:34:07: was persönlich sehr, sehr gut finde hier in der Region.
00:34:11: Ich kann das ein bisschen mit dem Ruhrgebiet vergleichen ist dass man sich echt auf die auf die Industrie versucht einzustellen über die entsprechende Ausbildung.
00:34:18: von daher was kann ich dazu sagen?
00:34:20: Finde ich gut weiter machen.
00:34:23: Ja weiter machen also.
00:34:25: wir haben über die Nachhaltigkeitsstrategie schon gesprochen.
00:34:28: da haben sie auch soziale und ökologische und ökomonomische Aspekte als drei Säulen Modell bezeichnet.
00:34:35: Das müssen Sie noch mal eben erklären.
00:34:38: Wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen, dann ist für uns an erster Stelle die soziale Nachhaltigkeit.
00:34:43: Das heißt das ist der Mensch den wir wirklich haben und brauchen was auch die Säule ist.
00:34:48: ja als nächstes setze ich die ökonomische nachhaltigkeit.
00:34:52: Ja weil wenn nicht mir wenn ich kein geld verdiene Dann kann ich mir die öko logischer nachhaltigkeiten leisten.
00:34:58: also soziale nachhaltigkeit bedeutet mit den menschen so umzugehen dass sie im grunde lange bei der bei der firma bleiben.
00:35:05: da Benefits entsprechend auszuschütten, das fängt mit Urlaubsdagen an.
00:35:09: Wir haben zwei bis drei Urlaubstage für alle Mitarbeitenden.
00:35:13: Für Schichtbetriebe haben wir sogar vier Urlaubstage mehr, dass die Schicht Betriebler das bekommen.
00:35:20: Wenn man über Fünfzig ist – was ich auch habe und bin auch über Fünftig – dann bekommt man einen Tag mehr, dann hat man sogar dreieinundreißig Tage.
00:35:28: Dann zusätzliche Benefits wie flexibles Arbeiten ... Gleitzeit in den Verwaltungsbereichen, Benefits wie Zuschüsse bei ... ... Quali-Training hieß es früher.
00:35:42: Ich weiß das mir fällt's gerade gar nicht ein bis heute heisst.
00:35:45: Dann haben wir Bike Leading also eine Unzahl an Benefits die ich immer wieder mit in die Bewerbungsgespräche ... ... mitnehmen muss weil das lange Liste ist die ich gar nicht auswendig weiss.
00:35:54: Das ist das soziale natürlich auch Beteiligung an sozialen Projekten oder Sponsoring ja?
00:36:01: Dass wir, dass wir dann auch aus der für die Region hier machen.
00:36:04: Das ist das soziale also Mensch wirklich lange für uns zu behalten und es wäre unser ist immer am liebsten wenn bei uns jemanden Ausbildung macht und dann sich irgendwann in die Rente verabschiedet.
00:36:15: Wir hatten letztes Jahr wirklich den Mitarbeiter zwei.
00:36:17: Der hat nach vierzig Jahren mit einem leuchten Mit leuchtenden Augen das Unternehmen verlassen Und war von Anfang an dabei.
00:36:24: Ja das ist wirklich das ist toll mit dem grünen Herzen.
00:36:27: Also der Stammsitz in Ringe ist noch lange mehr als ein Stammsitz, sondern eigentlich die Säule des ganzen Unternehmens, der Unternehmesgruppe.
00:36:35: Das ist so!
00:36:37: Da kommt alles her und da merkt man auch immer wieder.
00:36:40: Man sieht auch schnell angesteckt ja... Wenn ich heute sagen würde, oder meine Frau sagt das immer.
00:36:46: Du redest hier permanent von diesen... Sie sagt auch Kisten?
00:36:50: Von diesen Kisten.
00:36:52: Man könnte meinen du hast ein grünes Herz.
00:36:54: Ja, das habe ich auch.
00:36:56: Ich bin mittlerweile, denke ich, Grün im Beko-Plaster weil es geht gar nicht anders als sich da wohlzuführen und das ist das Soziale also wirklich die Menschen zu betrachten.
00:37:07: Warum sind denn das vielleicht unter dem Gesichtspunkt Klimawandel Öko Interessen Irgendwann diese Plastikkisse ersetzt wird durch Papp oder Holzgüssen?
00:37:20: Wir haben ja Studien gemacht, wo wir ganz klar sagen, Karton- oder Holz.
00:37:26: Wenn man den Vergleich macht sind wir im Mehrweg.
00:37:28: Ich bin nicht im Einweg.
00:37:30: Ein Weg ist das eine andere Bilanz in der Mehrwegbilanz.
00:37:33: Ist nachgewiesen dass es ein nachhaltiger Stoffe ist und zwar was Frauenhofer Institut ist also nicht von uns gemacht sondern vom Frauenhover Institut.
00:37:42: Deswegen, nein ich glaube nicht daran dass es irgendwann abgelöst wird.
00:37:46: Ich bin aber der festen Überzeugung das jeder Anwendung seine Berechtigung hat wenn man's richtig macht.
00:37:53: Also vielleicht abschließend wenn wir jetzt mal fünf oder zehn Jahre weiter prognostizieren wollen ob das gelingt dann wirds Beku-Plast in Ringel da auch noch geben?
00:38:03: Absolut!
00:38:06: Das muss es auch und dafür werden wir alles tun um dieses auch so erhalten und zu machen, dass wir nie glaube ich ohne Ringe gehen.
00:38:19: Und die Anreinerstaaten oder anreiner Länder brauchen das auch.
00:38:25: Das sind ja die Behälter, die um die Ecke gefahren werden, Niederlande ein großer Nehmer, Benelux generell aber auch Deutschland in somit.
00:38:33: Ja es wird immer geben!
00:38:35: Und
00:38:35: weiter wachsen?
00:38:37: Wachsen der Wachstum ist begrenzt tatsächlich in Ringe, weil er halt in der Webbewerbsfähigkeit immer mehr Wettbewerb bekommt und da wir sicherlich kämpfen müssen.
00:38:54: Was wir aber tun ist in Technologie, Automationen oder sowas zu investieren.
00:38:59: dass wir die Kostengriff behalten das ist am Ende des Tages.
00:39:04: Gibt es denn dann in zehn Jahren vielleicht auch ein Standort in China oder in Brasilien?
00:39:09: Das kann ich heute noch nicht sagen.
00:39:14: So weit haben wir auf jeden Fall noch nicht geguckt, weil auch das ist ja richtig für ein Familienunternehmen.
00:39:19: Ich hätte nicht so viel vorzunehmen dass man dann stolpert.
00:39:23: Wir haben jetzt erstmal Ausbau Ostereich jetzt mal aus Europa und wir haben USA.
00:39:28: Dann sind zwar zwei drei vier fünf Jahre weiter.
00:39:31: dann können wir Ich darf da ein bisschen mitmachen bei der Gesellschaft.
00:39:36: Dann können wir uns überlegen, was sind die nächsten Schritte?
00:39:39: Ob es an Asien, Indien oder irgendwas wird.
00:39:43: Das sehen wir dann.
00:39:44: Oder Verkauf an Private Equity Unternehmen?
00:39:49: Das hoffe ich nicht und das glaube auch nicht.
00:39:52: Weil diese Nähe zur Region ist schon sehr stark und diese Verbundenheit.
00:39:58: Das ist einzigartig hier.
00:40:01: Man fühlt sich Familie
00:40:03: Und das sagt ein gebürtiger Ruhrgebietler, mit bayerischen Wurzeln.
00:40:07: Mit bayerischem Wurzel.
00:40:08: Der
00:40:08: sich in Ringe... Jetzt müsste ich Bayerisch sagen sauwohl fühlt.
00:40:12: Sauwohl fühlten?
00:40:12: Ja absolut!
00:40:14: Ist tatsächlich so.
00:40:16: Nein man geht gar nicht an.
00:40:17: Ich kann jetzt nicht Ringe in Summe sagen aber bei der Mekoplasse auch wohlfühlt.
00:40:22: Wunderbar!
00:40:23: Ja meine lieben Zürcher wir sind schon wieder am Ende unseres sehr interessanten Gesprächs.
00:40:27: Vielen Dank an meinen Gesprächspartner Jörg Degelmann.
00:40:30: Vielen Dank auch an Sie, liebe Hörerinnen und Hörern!
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00:40:37: Neue Episoden erscheinen alle vier Wochen auf GN Online und überall dort wo es Podcast zu hören gibt.
00:40:45: Hören Sie also gerne wieder rein bei Chefsache und damit tschüss bis zum nächsten Mal.
00:40:48: ihr Rolf Masselink.
00:40:52: Das war
00:40:53: Chefsachen der Wirtschaftspodcast der Graschafter Nachrichten und der Wirtschaftsvereinigung Graschaft Bentheim.
00:40:58: Neue Folgen finden Sie überall da, wo es Podcasts gibt.
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